{"data":{"title":"Teil 1: Die fr\u00fchmekkanischen Suren","author":"Nicolai Sinai","subauthor":"Unter Verwendung von Vorarbeiten Angelika Neuwirths","table_of_contents":[{"text":"Einleitung in den Kommentar zu den fr\u00fchmekkanischen Suren","link":"einleitung_in_den_kommentar_zu_den_fr\u00fchmekkanischen_suren","children":[{"text":"Das Projekt eines ausf\u00fchrlichen Korankommentars","link":"das_projekt_eines_ausf\u00fchrlichen_korankommentars","children":[]},{"text":"Der historische Ort des Korans","link":"der_historische_ort_des_korans","children":[{"text":"Das \u203averschw\u00f6rungstheoretische\u2039 Argument","link":"das_\u203averschw\u00f6rungstheoretische\u2039_argument"},{"text":"Immanente Merkmale der sp\u00e4teren islamischen Mu\u1e25ammad-Tradition","link":"immanente_merkmale_der_sp\u00e4teren_islamischen_mu\u1e25ammad-tradition"},{"text":"Immanente Merkmale des koranischen Korpus","link":"immanente_merkmale_des_koranischen_korpus"}]},{"text":"Zwei weitere Pr\u00e4missen der Kommentierung: Surenholismus und innerkoranische\n     Chronologie","link":"zwei_weitere_pr\u00e4missen_der_kommentierung_surenholismus_und_innerkoranische_chronologie","children":[]},{"text":"Ziele der Kommentararbeit","link":"ziele_der_kommentararbeit","children":[]},{"text":"Zum Format des Kommentars","link":"zum_format_des_kommentars","children":[{"text":"1. Text","link":"text"},{"text":"2. Datierung","link":"datierung"},{"text":"3. Literarkritik","link":"literarkritik"},{"text":"4. Anmerkungen","link":"anmerkungen"},{"text":"5. Analyse","link":"analyse"}]},{"text":"Danksagungen","link":"danksagungen","children":[]},{"text":"Fussnoten","link":"footnotes_1"}]},{"text":"Versuch einer chronologischen Binnenklassifikation der fr\u00fchmekkanischen Suren","link":"versuch_einer_chronologischen_binnenklassifikation_der_fr\u00fchmekkanischen_suren","children":[{"text":"Vorbemerkungen","link":"vorbemerkungen_2","children":[]},{"text":"Gruppe I","link":"gruppe_i","children":[{"text":"Allgemeine Charakterisierung","link":"allgemeine_charakterisierung"},{"text":"Tabellarische \u00dcbersicht","link":"tabellarische_\u00fcbersicht"},{"text":"Thematische Klassifikation der Suren aus Gruppe I","link":"thematische_klassifikation_der_suren_aus_gruppe_i"}]},{"text":"Gruppe II","link":"gruppe_ii","children":[{"text":"Allgemeine Charakterisierung","link":"allgemeine_charakterisierung"},{"text":"Tabellarische \u00dcbersicht","link":"tabellarische_\u00fcbersicht"}]},{"text":"Gruppe IIIa und IIIb","link":"gruppe_iiia_und_iiib","children":[{"text":"Tabellarische \u00dcbersicht zu Gruppe IIIa","link":"tabellarische_\u00fcbersicht_zu_gruppe_iiia"},{"text":"Tabellarische \u00dcbersicht zu Gruppe IIIb","link":"tabellarische_\u00fcbersicht_zu_gruppe_iiib"}]},{"text":"Anhang: Korrelation von Gesamtl\u00e4nge und Versl\u00e4nge bei den fr\u00fchmekkanischen\n     Suren","link":"anhang_korrelation_von_gesamtl\u00e4nge_und_versl\u00e4nge_bei_den_fr\u00fchmekkanischen_suren","children":[]},{"text":"Fussnoten","link":"footnotes_2"}]},{"text":"Register der in den fr\u00fchmekkanischen Suren erscheinenden Textsorten","link":"register_der_in_den_fr\u00fchmekkanischen_suren_erscheinenden_textsorten","children":[{"text":"Vorbemerkungen","link":"vorbemerkungen_3","children":[]},{"text":"Alphabetischer \u00dcberblick \u00fcber die fr\u00fchmekkanischen Textsorten","link":"alphabetischer_\u00fcberblick_\u00fcber_die_fr\u00fchmekkanischen_textsorten","children":[]}]}],"sections":[{"title":"Einleitung in den Kommentar zu den fr\u00fchmekkanischen Suren","id":"einleitung_in_den_kommentar_zu_den_fr\u00fchmekkanischen_suren","content":"<p><h3 id=\"das_projekt_eines_ausf&#xFC;hrlichen_korankommentars\">Das Projekt eines ausf\u00fchrlichen Korankommentars<\/h3><sup><a href=\"#footnote_1_1\" id=\"to_footnote_1_1\">1<\/a><\/sup><\/p><p>Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Koran \u2014 d.h. eine Auseinandersetzung, die\n    nicht unmittelbar auf die Bereitstellung von Argumenten zum Zwecke religi\u00f6ser Polemik zielt \u2014\n    wird an europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten seit Mitte des 19. Jahrhunderts betrieben; als\n    Gr\u00fcndungsdokument kann <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/EB2XN3AS\">Abraham Geigers Studie Was hat Mohammed aus\n     dem Judentume aufgenommen (1833)<\/a><\/span> gelten.<sup><a href=\"#footnote_1_2\" id=\"to_footnote_1_2\">2<\/a><\/sup> Obwohl der westlichen Koranwissenschaft niemals eine der\n    Biblistik oder Altphilologie vergleichbare Ballung und Institutionalisierung von\n    Forschungsenergien verg\u00f6nnt war, hat sie doch nicht nur eine Vielzahl von Aufs\u00e4tzen und\n    Monographien hervorgebracht, sondern auch mehrere autoritative Synthesen: Zu nennen sind hier\n    vor allem die Neubearbeitung von Theodor N\u00f6ldekes Geschichte des Qor\u0101ns (Bd. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/I4QW4AFU\">1<\/a><\/span>, <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/9Y4DA9L9\">2<\/a><\/span> und <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/AEFVBV8P\">3<\/a><\/span> 1909\u20131938), Josef Horovitz\u2019 <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/TJNE7TP3\">Koranische Untersuchungen<\/a><\/span> (1926), Arthur Jefferys enzyklop\u00e4dische Synthese der\n    koranischen Lehnwortforschung (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/Z468GCXQ\">The Foreign Vocabulary of the\n     Qur\u02be\u0101n, 1938)<\/a><\/span>, Heinrich Speyers umfassende Sammlung biblischer, rabbinischer und z.T.\n    auch christlicher Parallelen zum koranischen Erz\u00e4hlgut (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/FTTPNU68\">Die\n     biblischen Erz\u00e4hlungen im Qoran, ca. 1939<\/a><\/span>),<sup><a href=\"#footnote_1_3\" id=\"to_footnote_1_3\">3<\/a><\/sup> die von einer ausf\u00fchrlichen Konkordanz flankierte <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/J6TM6UHR\">Neu\u00fcbersetzung des Korans durch Rudi Paret<\/a><\/span> (1966, <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X9T7RF7R\">Kommentar und Konkordanz 1971<\/a><\/span>) sowie Angelika Neuwirths <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Studien zur Komposition der mekkanischen Suren (1981)<\/a><\/span>.<\/p><p>Gleichwohl weist die Koranwissenschaft im Vergleich zur philologischen Erschlie\u00dfung der Bibel\n    oder der Literatur der klassischen Antike noch gravierende L\u00fccken auf. Dies liegt nicht nur am\n    Fehlen einer kritischen Auswertung der m\u00fcndlichen und schriftlichen Text\u00fcberlieferung, sondern\n    insbesondere auch daran, dass es nach wie vor an einer ausf\u00fchrlichen Kommentierung des gesamten\n    Korantextes mangelt. Denn obwohl inzwischen in jeder bedeutenden europ\u00e4ischen Sprache mehrere\n    Koran\u00fcbersetzungen vorliegen, hat die Forschung den Text doch auf h\u00f6chst unausgewogene und\n    selektive Weise behandelt: W\u00e4hrend einzelne koranische Begrifflichkeiten, Vorstellungen und\n    Erz\u00e4hlstoffe \u2014 in der Regel solche, die als koranische Entlehnungen aus der j\u00fcdisch-christlichen\n    Tradition angesehen werden konnten \u2014 von einer ganzen Serie aufeinander aufbauender\n    Publikationen behandelt werden,<sup><a href=\"#footnote_1_4\" id=\"to_footnote_1_4\">4<\/a><\/sup> gleichen gro\u00dfe Partien des Korantextes wei\u00dfen\n    Flecken auf der Landkarte der Wissenschaft und sind in der Forschungsgeschichte der letzten\n    hundertf\u00fcnfzig Jahre h\u00f6chstens einmal kursorisch gestreift worden. Selbst <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X9T7RF7R\">Rudi Parets Der Koran. Kommentar und Konkordanz<\/a><\/span> bietet vor allem\n    eine nach Suren und Versen angeordnete Auswahl der wichtigsten innerkoranischen Parallelstellen\n    und liefert dar\u00fcberhinaus nur sporadisch Erkl\u00e4rungen zu terminologischen und sprachlichen\n    Besonderheiten: \u00bbSoweit nun \u00fcberhaupt erkl\u00e4rende Bemerkungen zu einzelnen koranischen Aussagen\n    und Termini gemacht werden, geschieht dies nicht eigentlich systematisch, sondern in Auswahl und\n    nach Gutd\u00fcnken \u2329\u2026\u232a\u00ab.<sup><a href=\"#footnote_1_5\" id=\"to_footnote_1_5\">5<\/a><\/sup> Intendiert ist bei Paret also keineswegs eine umfassende Auslegung des\n    Textes, wie es der Titel \u00bbKommentar\u00ab suggerieren k\u00f6nnte, sondern die knappe, zumeist kontextlose\n    Glossierung schwieriger Lexeme, mehrdeutiger Satzkonstruktionen oder in der islamischen\n    Literatur kontrovers gedeuteter Verse. Ausf\u00fchrlicher ist <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/W242HJS4\">Richard\n     Bells postum ver\u00f6ffentlichter Commentary on the Qur\u02be\u0101n (2 Bde., Manchester 1991)<\/a><\/span>, der\n    jedoch Bells idiosynkratischer Annahme verpflichtet ist, Reim- oder Themawechsel im Koran seien\n    grunds\u00e4tzlich als Indizien f\u00fcr eine sp\u00e4tere Zusammenf\u00fcgung urspr\u00fcnglich unabh\u00e4ngiger\n    Textfragmente zu werten (s.u.). Auch <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/W242HJS4\">Bells Commentary<\/a><\/span> ist\n    deshalb nur eine Sammlung von \u2014 teilweise allerdings h\u00f6chst wertvollen \u2014 Einzelanmerkungen;\n    zudem ber\u00fccksichtigt er nur den Forschungsstand bis 1937, dem Erscheinungsjahr <span class=\"bibl\">des ersten\n     Bandes von Bells Koran\u00fcbersetzung (The Qur\u02be\u0101n Translated)<\/span>. Erst der erste Band von\n    Angelika Neuwirths seit 2011 erscheinendem Handkommentar zum Koran (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X6J8ZZSZ\">Bd. 1: Poetische Prophetie. Fr\u00fchmekkanische Suren, Berlin 2011<\/a><\/span>), der parallel zu dem\n    hier vorgelegten Kommentar entstanden ist, f\u00fchrt f\u00fcr die fr\u00fchmekkanischen Suren vor, wie eine\n    umfassende, zugleich historisch-kritische als auch literaturwissenschaftliche sensible\n    Bearbeitung des Korantextes auszusehen hat.<sup><a href=\"#footnote_1_6\" id=\"to_footnote_1_6\">6<\/a><\/sup><\/p><p>Dass nach dem Erscheinen von <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X9T7RF7R\">Parets Kommentar und Konkordanz\n     (1971)<\/a><\/span> jahrzehntelang keine weiteren Versuche zu einer ausf\u00fchrlichen Kommentierung des\n    gesamten Koran unternommen wurden, kann auf zwei Hauptursachen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Zum einen\n    l\u00e4sst sich bei vielen westlichen Koranlesern nach wie vor eine aus der polemischen Vorgeschichte\n    der Koranforschung ererbte reduktionistische Optik diagnostizieren, die den Koran von vornherein\n    als epigonale Spiegelung j\u00fcdischer und christlicher Traditionen ansieht und deshalb nur dort f\u00fcr\n    interessant befindet, wo der Text vorgegebenes \u00dcberlieferungsgut reproduziert bzw.\n    \u203amissversteht\u2039, wie es die \u00e4ltere Orientalistik zu nennen pflegte. Zum anderen galt das\n    traditionelle islamische Szenario der Korangenese seit Erscheinen von <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/24NPQCBW\">John Wansbroughs epochemachenden Qur\u2019anic Studies: Sources and Methods\n     of Scriptural Interpretation (1977)<\/a><\/span> und <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/VBUCK88U\">Patricia Crones und\n     Michael Cooks im selben Jahr erschienenem Essay Hagarism: The Making of the Islamic\n     World<\/a><\/span> vielen Forschern als ein \u00bbheilsgeschichtliches\u00ab Konstrukt ohne reale historische\n    Basis. Denn obwohl Wansbroughs Sp\u00e4tdatierung der Koranredaktion in das achte oder neunte\n    Jahrhundert Anlass zu detaillierten literarkritischen Rekonstruktionen der koranischen\n    Redaktionsgeschichte nach biblistischem Vorbild h\u00e4tte geben k\u00f6nnen, geschah paradoxerweise genau\n    das Gegenteil: Insbesondere im angels\u00e4chsischen Raum wurde der Koran jetzt als ein Text ohne\n    bestimmbaren historischen Kontext wahrgenommen, \u00fcber den man angesichts der von Wansbrough\n    vertretenen Wahrscheinlichkeit einer erst fr\u00fchabbasidischen Redaktion wenig Genaues sagen zu\n    k\u00f6nnen meinte. Das Resultat war deshalb insgesamt keine Intensivierung der Koranforschung,\n    sondern ganz im Gegenteil eine massive Verlagerung des wissenschaftlichen Interesses von der\n    Erforschung des Korans hin zur Erforschung der islamischen Koranrezeption.<sup><a href=\"#footnote_1_7\" id=\"to_footnote_1_7\">7<\/a><\/sup> Die wichtigste Ausnahmen von diesem Befund bilden sicherlich die zahlreichen\n    Publikationen zum Koran, die Angelika Neuwirth seit 1980 vorgelegt hat (siehe neben dem bereits\n    erw\u00e4hnten Kommentarband insbesondere den zahlreiche fr\u00fchere Ver\u00f6ffentlichungen synthetisierenden\n    Auftakt ihrer Kommentarreihe <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/6I96FAXT\">Der Koran als Text der Sp\u00e4tantike. Ein\n     europ\u00e4ischer Zugang, Berlin 2010<\/a><\/span>). Sie bilden die methodische Grundlage der im Rahmen\n    des Akademienprojektes <em>Corpus Coranicum<\/em> begonnene Neukommentierung des\n    Korans, deren erste Tranche hier vorgelegt wird. Da ein genuiner Kommentar des Korans \u2014 anders\n    als eine textkritische oder intertextuelle Dokumentation desselben, wie sie ebenfalls Teil des\n    Arbeitsfelds von <em>Corpus Coranicum<\/em> sind \u2014 zwangsl\u00e4ufig auf bestimmten\n    historischen und methodischen Voraussetzungen beruht, sollen diese zun\u00e4chst benannt und\n    zumindest in Ans\u00e4tzen auch begr\u00fcndet werden; im Anschluss folgt eine genauere Bestimmung von\n    Zielsetzung und Aufbau des Kommentars selbst.<\/p><p><h3 id=\"der_historische_ort_des_korans\">Der historische Ort des Korans<\/h3><\/p><p>Obwohl die Pr\u00e4senz heilsgeschichtlicher und legendarischer Elemente im fr\u00fchislamischen\n    Geschichtsbild durchaus schon vor dem Erscheinen von <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/24NPQCBW\">Wansbroughs\n     Qur\u2019anic Studies<\/a><\/span> anerkannt worden ist,<sup><a href=\"#footnote_1_8\" id=\"to_footnote_1_8\">8<\/a><\/sup> galt es doch bis zu den siebziger Jahren als\n    historisch gesichert,<\/p><p>\u2013 dass die im Koran gesammelten Texte zwischen 610 und 632 von Mu\u1e25ammad in den westarabischen\n    Siedlungen Mekka und Medina verk\u00fcndet worden sind,<\/p><p>\u2013 dass der Koran folglich der \u00fcbrigen islamischen Literatur und der arabischen Macht\u00fcbernahme\n    \u00fcber den Nahen Osten vorausgeht, und<\/p><p>\u2013 dass sich aus sp\u00e4teren islamischen Quellen zum Leben Mu\u1e25ammads zumindest Grundz\u00fcge seines\n    Wirkens herausarbeiten lassen.<\/p><p>Wansbrough bricht mit allen drei Annahmen. Er hat damit eine bis heute andauernde und weit\n    verzweigte Kontroverse \u00fcber die Historizit\u00e4t des traditionellen islamischen Geschichtsbilds und\n    die geschichtliche Einordnung des Korans und der \u00fcbrigen fr\u00fchislamischen Literatur ausgel\u00f6st, zu\n    der jeder Versuch einer mikrostrukturellen Koranlekt\u00fcre, wie sie hier unternommen wird, Stellung\n    beziehen muss. Wenn der vorliegende Kommentar deshalb die gerade genannten drei Pr\u00e4missen\n    voraussetzt, so sollen an dieser Stelle zumindest kurz die entsprechenden Argumentationslinien\n    skizziert werden.<sup><a href=\"#footnote_1_9\" id=\"to_footnote_1_9\">9<\/a><\/sup><\/p><p><h4 id=\"das_&#x203A;verschw&#xF6;rungstheoretische&#x2039;_argument\">Das \u203averschw\u00f6rungstheoretische\u2039 Argument<\/h4><\/p><p>Es ist bemerkenswert, dass die traditionelle islamische Rahmenerz\u00e4hlung der Korangenese \u2014\n    Mu\u1e25ammad beginnt seine Verk\u00fcndigung in Mekka, weicht dann mit seinen Anh\u00e4ngern nach Medina aus\n    und kann schlie\u00dflich Mekka erobern \u2014 mit bemerkenswerter Einstimmigkeit von Angeh\u00f6rigen z.T.\n    verfeindeter und einander sogar milit\u00e4risch bek\u00e4mpfender Gruppierungen wie Sunniten, Schiiten\n    und \u1e2a\u0101ri\u01e7iten vertreten wird. Skeptiker wie Wansbrough, die einen substantiell verschiedenen\n    Ereignisverlauf unterstellen, m\u00fcssen deshalb davon ausgehen, dass die das kanonische islamische\n    Geschichtsbild produzierenden Kreise \u00fcber einen au\u00dferordentlich leistungsf\u00e4higen, ja geradezu\n    orwellschen Zensurapparat verf\u00fcgten \u2014 was alles in allem recht unwahrscheinlich ist.<sup><a href=\"#footnote_1_10\" id=\"to_footnote_1_10\">10<\/a><\/sup><\/p><p><h4 id=\"immanente_merkmale_der_sp&#xE4;teren_islamischen_mu&#x1E25;ammad-tradition\">Immanente Merkmale der sp\u00e4teren islamischen Mu\u1e25ammad-Tradition<\/h4><\/p><p>Bereits eine oberfl\u00e4chliche Auseinandersetzung mit der prophetenbiographischen Tradition macht\n    deutlich, dass diese keineswegs aus einem Guss ist, wie es Wansbroughs undifferenzierte\n    Verwendung des Begriffs \u00bbHeilsgeschichte\u00ab suggeriert, sondern einen durchaus heterogenen\n    Charakter aufweist: So sind Berichte \u00fcber Mu\u1e25ammads Zeit in Mekka h\u00e4ufig offensichtlich\n    legendarisch gepr\u00e4gt, w\u00e4hrend Berichte \u00fcber sein Wirken in Medina ihn als klug agierenden und\n    gelegentlich skrupellosen Stammespolitiker zeichnen, der seinen religi\u00f6sen Autorit\u00e4tsanspruch\n    mit ganz profanen Mitteln durchsetzt. Solche Differenzen legen nahe, dass man die islamische\n    \u00dcberlieferung zu Mu\u1e25ammad und dem Koran keineswegs <em>en gros<\/em> verabschieden\n    muss, wie Wansbrough und Koren es tun, sondern dass man quellenkritisch mit ihr arbeiten kann.\n    Tats\u00e4chlich haben neuere Untersuchungen gezeigt, dass es durchaus verl\u00e4ssliche philologische\n    Methoden gibt, mittels derer man hinter die relativ sp\u00e4te Verschriftlichung dieser Quellen \u2014 im\n    9. Jahrhundert \u2014 auf fr\u00fchere m\u00fcndliche Vorstufen aus der Zeit um ca. 700 zur\u00fcckgehen kann.<sup><a href=\"#footnote_1_11\" id=\"to_footnote_1_11\">11<\/a><\/sup> Grundlage dieser Methoden ist die Tatsache, dass sich islamische\n    Berichte zu Ereignissen aus der Lebenszeit des Propheten \u00fcblicherweise in einen kurzen Haupttext\n    (<em>matn<\/em>) und eine diesem voranstehende Aufz\u00e4hlung der einzelnen\n    Tradenten, welche den betreffenden Text weitergegeben haben sollen\n    (<em>\u02beisn\u0101d<\/em>), gliedert. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen derartige Tradentenketten,\n    wie Wansbrough und andere Skeptiker h\u00e4ufig unterstrichen haben, auch g\u00e4nzlich oder teilweise\n    fiktiv sein: Eine urspr\u00fcnglich ohne <em>\u02beisn\u0101d<\/em> kursierende\n    \u00dcberlieferung kann nachtr\u00e4glich mit einer solchen Namensliste ausgestattet worden sein, oder\n    eine existierende Tradentenkette mag \u203anach hinten verl\u00e4ngert\u2039 bzw. in eine fr\u00fchere Zeit\n    retrojiziert worden sein.<sup><a href=\"#footnote_1_12\" id=\"to_footnote_1_12\">12<\/a><\/sup> Dieser\n    F\u00e4lschungsverdacht l\u00e4sst sich jedoch gegenpr\u00fcfen, indem man alle zug\u00e4nglichen Varianten einer\n    bestimmten Tradition sammelt und vergleicht. H\u00e4ufig hat man es dabei mit Texten zu tun, die\n    trotz Unterschieden in Inhalt und Wortlaut merkliche \u00dcberschneidungen enthalten und deren\n    angebliche \u00dcberlieferungswege auf einen gemeinsamen Tradenten zur\u00fcckgehen, dessen Material dann\n    durch unterschiedliche Sch\u00fcler weitergegeben worden sein soll. Dieser Sachverhalt erm\u00f6glicht\n    eine genaue Untersuchung der Korrelation zwischen den <em>\u02beisn\u0101d<\/em>en\n    und den Texten. Wenn sich dabei alle \u00dcberlieferungen zu einem Thema, die auf einen Sch\u00fcler A\n    zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, im Wortlaut von den \u00dcberlieferungen, die auf einen Sch\u00fcler B zur\u00fcckgef\u00fchrt\n    werden, charakteristisch unterscheiden und untereinander \u00e4hneln, kann von einer Unabh\u00e4ngigkeit\n    der \u00dcberlieferungen A und B voneinander ausgegangen werden.<sup><a href=\"#footnote_1_13\" id=\"to_footnote_1_13\">13<\/a><\/sup><\/p><p><h4 id=\"immanente_merkmale_des_koranischen_korpus\">Immanente Merkmale des koranischen Korpus<\/h4><\/p><p>Der Koran ist ein Text, mit dem auch islamische Exegeten Schwierigkeiten haben: So stellen\n    Begriffe wie das Gottesattribut <em>a\u1e63-\u1e63amad<\/em> in <a data-type=\"koran\" data-start=\"112:002\" data-end=\"112:002\">Q 112:2<\/a> oder der in <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:001\" data-end=\"106:002\">Q 106:1.2<\/a> erw\u00e4hnte\n    <em>\u02be\u012bl\u0101f<\/em> der Qurai\u0161 bereits fr\u00fche Interpreten ganz offensichtlich\n    vor gravierende Probleme. Wenn der Text tats\u00e4chlich noch l\u00e4ngere Zeit \u00fcber den Tod Muhammads\n    hinaus im Fluss gewesen w\u00e4re, wie es Wansbrough annimmt, dann h\u00e4tte man jedoch erwarten sollen,\n    dass solche schwierigen Lexeme durch verst\u00e4ndlichere Ausdr\u00fccke ersetzt worden w\u00e4ren: Denn ein\n    Text, der nicht fixiert ist, tendiert dazu, sich dem Sprachwandel anzupassen.<sup><a href=\"#footnote_1_14\" id=\"to_footnote_1_14\">14<\/a><\/sup> \u00c4hnliches gilt auch in theologischer Hinsicht: In der sp\u00e4ter\n    au\u00dferordentlich intensiv diskutierten Frage der menschlichen Willensfreiheit etwa ist der Koran\n    ambivalent; w\u00e4re er erst in umayyadischer oder gar fr\u00fchabbasidischer Zeit entstanden, so h\u00e4tte\n    man diesbez\u00fcglich eine sehr viel klarere Stellungnahme erwarten k\u00f6nnen. Der Korantext ist also\n    etwas Gegebenes, an dem sich sp\u00e4tere Exegeten abarbeiten, anstatt in ihn einzugreifen. Auch \u00fcber\n    die Frage nach der Gestalt rechtm\u00e4\u00dfiger Herrschaft, die in der zweiten H\u00e4lfte des 7.\n    Jahrhunderts zwei islamische \u203aB\u00fcrgerkriege\u2039 ausl\u00f6ste, schweigt der Text \u2014 er enth\u00e4lt keinerlei\n    Anachronismen, anders als das umfangreiche Korpus der Muhammad zugeschriebenen Ausspr\u00fcche.<sup><a href=\"#footnote_1_15\" id=\"to_footnote_1_15\">15<\/a><\/sup>Und zu\n    guter Letzt spricht auch die literarische Struktur des Korans f\u00fcr eine relativ fr\u00fch erreichte\n    Textstabilit\u00e4t. Im Gegensatz zu den neutestamentlichen Evangelien f\u00e4llt am Koran ja die\n    g\u00e4nzliche Abwesenheit von narrativen Rahmungen der in ihm zusammengestellten prophetischen\n    Verk\u00fcndigungen auf: W\u00e4hrend die Evangelien die Lehrspr\u00fcche und Gleichnisse Jesu jeweils in\n    konkrete Situationen einbetten, die wiederum zu einer \u00fcbergreifenden biographie\u00e4hnlichen Sequenz\n    angeordnet werden, zeichnet sich der Koran durch ein g\u00e4nzliches Fehlen solcher\n    Kontextualisierungen aus.<sup><a href=\"#footnote_1_16\" id=\"to_footnote_1_16\">16<\/a><\/sup> Diese haben ihren literarischen Ort\n    vielmehr in der Koranexegese und in der prophetenbiographischen Tradition: Sie wurden also,\n    anders als im Falle der Evangelien, nicht in den kanonischen Text selbst aufgenommen, sondern\n    haben den Status von den Kanon flankierender Sekund\u00e4rliteratur. Zu erkl\u00e4ren ist dieser\n    Sachverhalt am ehesten dadurch, dass der Korantext selbst bereits so fr\u00fch in einem Ma\u00dfe\n    festgeschrieben war, dass er \u2014 anders als die in das Matth\u00e4us- und Lukas-Evangelium eingegangene\n    Logienquelle \u2014 nicht mehr durch narrative Rahmungen erweitert werden konnte.<\/p><p><h3 id=\"zwei_weitere_pr&#xE4;missen_der_kommentierung_surenholismus_und_innerkoranische_chronologie\">Zwei weitere Pr\u00e4missen der Kommentierung: Surenholismus und innerkoranische\n     Chronologie<\/h3><\/p><p>Der vorliegende Kommentar fu\u00dft nicht nur auf einer bestimmten geographischen und\n    chronologischen Lokalisierung des koranischen Korpus <em>als Ganzem<\/em>, sondern\n    er beruht dar\u00fcberhinaus auch auf einer bestimmten Auffassung der internen Struktur dieses Korpus\n    bzw. der Vorgeschichte seiner einzelnen Teiltexte:<\/p><p>Erstens setzt der Kommentar den in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Angelika Neuwirths Studien zur\n     Komposition der mekkanischen Suren<\/a><\/span> unternommenen Nachweis voraus, dass zumindest die\n    Mehrheit der koranischen Suren \u2014 n\u00e4mlich die von Theodor N\u00f6ldeke als mekkanisch klassifizierten\n    Texte \u2014 keine sekund\u00e4ren Zusammenstellungen urspr\u00fcnglich eigenst\u00e4ndiger Textfragmente sind, wie\n    es Richard Bell und W. Montgomery Watt annehmen, sondern als origin\u00e4re literarische Einheiten zu\n    behandeln sind. Thematische \u00dcberg\u00e4nge sind \u2014 nicht anders als in der altarabischen Qa\u1e63\u012bde \u2014 als\n    \u00bbdie bewu\u00dft angesetzten Zaesuren zwischen den jeweiligen in sich gegliederten und mit\n    verschiedenen Mitteln verkn\u00fcpften Einzelteilen\u00ab zu verstehen;<sup><a href=\"#footnote_1_17\" id=\"to_footnote_1_17\">17<\/a><\/sup> im Gegensatz zum Monoreim der Qa\u1e63\u012bde kommen dabei in zahlreichen\n    Korantexten auch Reimwechsel als Mittel der Absatzmarkierung zum Einsatz.<\/p><p>Zweitens ist der Kommentar an einer chronologischen Lekt\u00fcre der koranischen Texte in ihrer\n    mutma\u00dflichen zeitlichen Aufeinanderfolge interessiert. Zweifellos l\u00e4sst sich der Koran <em>auch<\/em> einer \u203akanonischen Lekt\u00fcre\u2039 unterziehen, welche die theologischen\n    Implikationen der f\u00fcr islamische Gl\u00e4ubige autoritativen Endgestalt des Textes auszuloten\n    versucht. Mit derselben Berechtigung kann jedoch auch die Frage nach dem spezifischen\n    Entwicklungsverlauf gestellt werden, der zu dieser Endgestalt gef\u00fchrt hat: Welche Probleme und\n    Themen waren in den unterschiedlichen Stadien der Korangenese virulent? Mit welchen\n    terminologischen und literarischen Mitteln gelingt es dem Text, seinen Geltungsanspruch vor\n    einer wachsenden Gemeinde und im Angesicht gegnerischer Nachfragen und Einw\u00e4nde zu behaupten?\n    Der vorliegende Kommentar ist ganz emphatisch mit dieser evolution\u00e4ren Fragestellung befasst: Er\n    betrachtet die koranischen Texte als literarischen Niederschlag eines aus auseinander\n    hervorgehenden Diskursstadien bestehenden geschichtlichen Prozesses und will eine historische\n    Dynamik sichtbar machen, die bei einer auf chronologische Differenzierungen verzichtenden\n    \u203aflachen\u2039 Koranlekt\u00fcre verloren geht. Die Arbeit am Kommentar konnte deshalb nicht einfach der\n    heutigen Surenanordnung folgen, sondern sollte sich m\u00f6glichst an der realen \u203aPublikationsfolge\u2039\n    der Korantexte orientieren.<\/p><p>Diese historische Textsequenz ist allerdings nichts, was von vornherein gegeben w\u00e4re: Denn die\n    Surenfolge des koranischen <em>textus receptus<\/em> ist nicht von\n    chronologischen Gesichtspunkten bestimmt, sondern im Wesentlichen dem Kriterium absteigender\n    Textl\u00e4nge verpflichtet.<sup><a href=\"#footnote_1_18\" id=\"to_footnote_1_18\">18<\/a><\/sup>Die inhaltliche und\n    literarische Logik, mit der die durch Mu\u1e25ammad sukzessive vorgetragenen Verk\u00fcndigungen auf f\u00fcr\n    ihre H\u00f6rerschaft nachvollziehbare Weise aufeinander aufbauten, wird durch die kanonische\n    Surenfolge deshalb weitgehend verdeckt: Das Korpus wird nun durch sp\u00e4te medinensische Texte\n    er\u00f6ffnet, die in eine vergleichsweise komplexe Debattenlage hineinsprechen, w\u00e4hrend die weniger\n    voraussetzungsreichen \u2014 weil eine noch nicht zu einer Gemeinde integrierte H\u00f6rerschaft\n    ansprechenden \u2014 fr\u00fchesten Suren am Ende stehen. Um die spezifische Koh\u00e4renz, die eine diachrone\n    Koranlekt\u00fcre generiert, auch angemessen sichtbar zu machen, wurde bereits zu Beginn der Arbeit\n    am Kommentar die Entscheidung getroffen, die einzelnen Suren auch bei der Ver\u00f6ffentlichung in\n    ihrer mutma\u00dflichen chronologischen Reihenfolge anzuordnen.<sup><a href=\"#footnote_1_19\" id=\"to_footnote_1_19\">19<\/a><\/sup> Als heuristischer Ausgangspunkt dient dabei Theodor N\u00f6ldekes Einteilung der\n    koranischen Suren in vier aufeinanderfolgende Perioden, deren grunds\u00e4tzliche Haltbarkeit ich\n    andernorts aufzuweisen versucht habe.<sup><a href=\"#footnote_1_20\" id=\"to_footnote_1_20\">20<\/a><\/sup> Obwohl N\u00f6ldekes Surenchronologie gelegentlich Zirkularit\u00e4t und eine\n    allzu gutgl\u00e4ubige \u00dcbernahme islamischer Vorstellungen \u00fcber die verschiedenen Wirkungsstadien\n    Mu\u1e25ammads vorgeworfen werden,<sup><a href=\"#footnote_1_21\" id=\"to_footnote_1_21\">21<\/a><\/sup> l\u00e4sst sich sein Ansatz doch als methodisch reflektierter\n    Doppelschritt von synchroner Klassifikation hin zu diachroner Rekonstruktion verstehen: Auf der\n    Grundlage einer Konvergenz voneinander unabh\u00e4ngiger textimmanenter Merkmale wie Versl\u00e4nge,\n    Gesamtl\u00e4nge, Textaufbau, Reimprofil, Einleitungsformeln, charakterischer Terminologie und auch\n    inhaltlichen Erw\u00e4gungen werden aus den einzelnen Koransuren zun\u00e4chst drei oder vier\n    vergleichsweise homogene Surengruppen gebildet, die in einem zweiten Schritt als\n    aufeinanderfolgende Stadien eines linearen Entwicklungsprozesses gedeutet werden. Im\n    Einzelf\u00e4llen wird es allerdings notwendig sein, N\u00f6ldekes Zuordnung einzelner Suren kritisch zu\n     revidieren;<sup><a href=\"#footnote_1_22\" id=\"to_footnote_1_22\">22<\/a><\/sup> dar\u00fcberhinaus soll, wo immer m\u00f6glich, versucht\n    werden, die vier N\u00f6ldekeschen Gro\u00dfgruppen noch weiter zu unterteilen<sup><a href=\"#footnote_1_23\" id=\"to_footnote_1_23\">23<\/a><\/sup> sowie Voraussetzungsverh\u00e4ltnisse\n    zwischen einzelnen Suren zu bestimmen, die dann in den jeweiligen Surenkommentaren zu er\u00f6rtern\n     sind.<sup><a href=\"#footnote_1_24\" id=\"to_footnote_1_24\">24<\/a><\/sup><\/p><p><h3 id=\"ziele_der_kommentararbeit\">Ziele der Kommentararbeit<\/h3><\/p><p>Angesichts des defizit\u00e4ren Forschungsstandes mag das Unternehmen einer Korankommentierung zum\n    gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt verfr\u00fcht, ja geradezu unverantwortlich erscheinen: Eine umfassende\n    Sichtung der koranischen \u00dcberlieferungsgeschichte etwa, wie sie eigentlich unabdingbare\n    Voraussetzung f\u00fcr eine historisch-kritische Interpretation ist, wird im Rahmen des\n    Akademieprojektes <em>Corpus Coranicum<\/em> derzeit erst unternommen, und auch das\n    zweifellos dichte Netz koranischer Bez\u00fcglichkeiten auf vorkoranische Traditionen wie das\n    syrische Christentum, aber auch auf die altarabische Dichtung sind ebenfalls noch nicht gen\u00fcgend\n    ausgelotet. Die computergest\u00fctzte Erfassung solcher Intertextualit\u00e4ten ist Gegenstand des\n    zweiten Projektmoduls von <em>Corpus Coranicum<\/em>, der Datenbank \u00bbTexte aus der\n    Umwelt des Korans\u00ab (<em>TUK<\/em>), und es ist anzunehmen, dass manche\n    Surenkommentare im Lichte neuer Intertext- oder Manuskriptfunde zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt zu\n    revidieren sein werden.<\/p><p>Gleichwohl gibt es gute Gr\u00fcnde, eine zumindest vorl\u00e4ufige Kommentierung des Korans nicht bis\n    zum Abschluss der gerade genannten Arbeiten aufzuschieben. So w\u00fcrde eine Beschr\u00e4nkung auf die im\n    ersten und zweiten Projektmodul von <em>Corpus Coranicum<\/em> geleistete\n    Dokumentationsarbeit eine offensichtlich verk\u00fcrzte Wahrnehmung des Korans implizieren: Die\n    Sammlung von j\u00fcdischen, christlichen und altarabischen Intertexten zu spezifischen Koranstellen\n    etwa bringt zwangsl\u00e4ufig eine atomistische Optik mit sich, die den Koran lediglich als\n    Ansammlung sp\u00e4tantiker Spolien wahrzunehmen droht, sofern sie nicht um eine holistische, nach\n    der sachlichen und literarischen Eigenlogik des Textes fragende Perspektive erg\u00e4nzt wird. Der\n    Kommentar \u2014 so vorl\u00e4ufig er in textkritischer und in intertextueller Hinsicht auch sein mag \u2014\n    stellt insofern einen unverzichtbaren Teil in der Gesamtarchitektur von <em>Corpus\n     Coranicum<\/em> dar. Zudem ist der koranwissenschaftliche Zeitgeist insgesamt immer noch stark\n    vom wansbroughschen Skeptizismus und der weiter oben erw\u00e4hnten Verlagerung auf\n    Rezeptionsforschung gepr\u00e4gt: Die Kommentierung will deshalb demonstrieren, dass die Frage nach\n    der historischen Prim\u00e4rbedeutung einzelner Korantexte \u2014 also die Frage danach, wie sie von ihren\n    ersten Rezipienten verstanden worden sein k\u00f6nnten \u2014 durchaus wissenschaftlich behandelbar ist.\n    Zugleich wendet sich der Kommentar gegen den seit mehreren Jahren verst\u00e4rkt beobachtbaren Trend,\n    auf methodisch arbitr\u00e4re und nicht durch eine systematische Heranziehung innerkoranischer\n    Parallelstellen oder vorkoranischer Intertexte gedeckte Umdeutungen einzelner Verse und\n    Wendungen spektakul\u00e4re Revisionen der fr\u00fchislamischen Geschichte zu gr\u00fcnden.<sup><a href=\"#footnote_1_25\" id=\"to_footnote_1_25\">25<\/a><\/sup>Die Kommentararbeit soll deshalb auch dazu\n    dienen, Grundz\u00fcge einer methodologisch haltbaren Bearbeitung des Korans zu entwickeln und\n    vorzuf\u00fchren, etwa indem die Interpretation einzelner Stellen auf eine m\u00f6glichst umfassende\n    Heranziehung innerkoranischer (insbesondere fr\u00fcherer und gleichzeitiger) Parallelstellen und\n    vorkoranischer Intertexte gegr\u00fcndet wird. Eine letztg\u00fcltige Auslegung des Korans ist hingegen\n    nicht intendiert: Der Kommentar soll vor allem zu einer gleichm\u00e4\u00dfigeren, methodisch soliden\n    Wahrnehmung des gesamten Korantextes beitragen und als ein fr\u00fchere Debatten b\u00fcndelnder\n    Ausgangspunkt f\u00fcr weitere Arbeiten und ggf. auch f\u00fcr eine sp\u00e4tere Neukommentierung dienen.<\/p><p>Grunds\u00e4tzliches Ziel der Kommentierung ist eine historisch kontextualisierende und\n    literaturwissenschaftlich sensibilisierte Interpretation der koranischen Verk\u00fcndigungen im\n    Rahmen des kulturellen Hintergrundwissens ihrer ersten H\u00f6rer. Es geht also nicht darum, die\n    Intentionen eines koranischen \u203aAutors\u2039 \u2014 sei es Gottes oder Mu\u1e25ammads \u2014 zu eruieren, sondern\n    lediglich darum, das Spektrum von Bedeutungen zu kartographieren, welche die koranische\n    Urgemeinde innerhalb ihres historisch bedingten Verstehenshorizonts den durch Mu\u1e25ammad\n    vorgetragenen Verk\u00fcndigungen zuschreiben konnte. Es handelt sich dabei insofern durchaus um\n    Rezeptionsforschung, allerdings nicht im Kontext der klassischen islamischen Kultur sp\u00e4terer\n    Jahrhunderte, sondern im sp\u00e4tantiken Kontext der koranischen Urgemeinde. Die rezeptionsbasierte\n    Ausrichtung eines solchen Ansatzes ist \u00fcbrigens Garant daf\u00fcr, dass ein grunds\u00e4tzlicher\n    hermeneutischer Pluralismus, wie ihn auch die klassische islamische Koranexegese pflegt, gewahrt\n    bleibt: Ziel historisch-kritischer Koraninterpretation kann nicht sein, f\u00fcr jede Koranpassage\n    jeweils nur eine einzige korrekte Deutung abzuleiten; insofern es um den Sinn der Texte f\u00fcr eine\n    in sich heterogene Gemeinde geht, ist durchaus Raum f\u00fcr ein Nebeneinander gleichberechtigter\n    Auslegungsm\u00f6glichkeiten, die jedoch allesamt dem historisch-kritischen Basisprinzip einer\n    Vermeidung von Anachronismen gen\u00fcgen m\u00fcssen.<\/p><p>Aus dieser exegetischen Perspektive ergibt sich auch ein bestimmter Umgang mit der islamischen\n    Tradition: Weil der Kommentar an dem Spektrum historischer Prim\u00e4rbedeutungen des Korans\n    interessiert ist, rekurriert er nur dann auf die Werke der klassischen islamischen Koran- und\n    Sprachwissenschaft, wenn sie f\u00fcr eine Kl\u00e4rung dieser Fragestellung relevant sind. Eine\n    Heranziehung der <em>tafs\u012br<\/em>-Literatur sowie der arabischen\n    Lexikographie ist dabei insbesondere f\u00fcr die Aufhellung grammatischer und lexikalischer Probleme\n    unumg\u00e4nglich \u2014 und muss selbstverst\u00e4ndlich kritisch sein, d. h. immer auch die M\u00f6glichkeit ins\n    Auge zu fassen hat, dass es sich bei einer stipulierten Bedeutung um eine exegetisch oder\n    dogmatisch motivierte Konstruktion handelt.<\/p><p>Wesentlich sparsamer als mit den philologischen Einsichten der islamischen Tradition geht der\n    Kommentar dagegen mit den gerade f\u00fcr den fr\u00fchen <em>tafs\u012br<\/em>\n    charakteristischen narrativen Kontextualisierungen um, also kurzen anekdotischen Erz\u00e4hlungen\n    \u00fcber die \u00bbOffenbarungsanl\u00e4sse\u00ab (<em>\u02beasb\u0101b an-nuz\u016bl<\/em>) einzelner\n    Koranverse und -abschnitte.<sup><a href=\"#footnote_1_26\" id=\"to_footnote_1_26\">26<\/a><\/sup> Einerseits haben solche\n    narrativen Rahmungen in der Regel eine so offensichtliche exegetische Funktion, dass die\n    Annahme, sie w\u00fcrden authentische \u203aMomentaufnahmen\u2039 der Koranverk\u00fcndigung konservieren, insgesamt\n    fragw\u00fcrdig erscheint: \u00bbCreating a story \u2329\u2026\u232a performs a basic exegetical function of providing an\n    authoritative interpretational context and determining the limits of each narrative\n     pericope.\u00ab<sup><a href=\"#footnote_1_27\" id=\"to_footnote_1_27\">27<\/a><\/sup> Andererseits birgt das vorrangig anekdotische Interesse\n    solcher Erz\u00e4hlungen, ihre Fokussierung auf die Verk\u00fcndigung von eine bestimmte Koranpassage\n    angeblich flankierende Geschehnisse, auch die betr\u00e4chtliche Gefahr, von den\n    theologisch-anthropologischen Kernaussagen der Texte und ihrer literarischen Gestaltung\n    abzulenken. Wenn etwa <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:003\" data-end=\"075:003\">Q 75:3<\/a> (\u00bbMeint\n    der Mensch etwa, wir w\u00fcrden seine Knochen nicht wieder zusammenf\u00fcgen?\u00ab) von manchen Exegeten auf\n    einen einzelnen und namentlich identifizierten Gegner des Propheten bezogen wird,<sup><a href=\"#footnote_1_28\" id=\"to_footnote_1_28\">28<\/a><\/sup> dann wird damit eine \u2014 auch in anderen\n    fr\u00fchmekkanischen Suren erscheinende<sup><a href=\"#footnote_1_29\" id=\"to_footnote_1_29\">29<\/a><\/sup> \u2014 generelle R\u00fcge des Menschen (<em>al-\u02beins\u0101n<\/em>)\n    in eine erbauliche Geschichte \u00fcber die von Mu\u1e25ammad ertragenen Anfeindungen umgebogen, die dem\n    Korantext nachtr\u00e4glich jene narrative Determiniertheit aufoktroyiert, deren Fehlen gerade eine\n    seiner hervorstechendsten Eigenschaften ist (s.o.). Obwohl die hier vorgelegte Kommentierung\n    also, wie weiter oben ausf\u00fchrlich begr\u00fcndet, die grunds\u00e4tzliche Richtigkeit des traditionellen\n    islamischen Rahmenszenarios der Korangenese voraussetzt, wurden anekdotische und legendarische\n    Detailschilderungen bei der Kommentierung deshalb in der Regel ignoriert.<\/p><p><h3 id=\"zum_format_des_kommentars\">Zum Format des Kommentars<\/h3><\/p><p>F\u00fcr den Aufbau des Kommentars hat sich die folgende Struktur bew\u00e4hrt, die nach M\u00f6glichkeit\n    auch f\u00fcr die sp\u00e4teren mekkanischen und medinensischen Texte beibehalten werden soll (wobei\n    abh\u00e4ngig von den Eigent\u00fcmlichkeiten sp\u00e4ter zu bearbeitender Suren kleinere Modifikationen\n    sinnvoll sein k\u00f6nnten):<\/p><p><h4 id=\"text\">1. Text<\/h4><\/p><p>Die \u00dcbersetzung wird durch lateinische und arabische Ziffern in Fettdruck gegliedert:\n    Lateinische Ziffern bezeichnen den Anfang von Surenhauptteilen, arabische Ziffern die einzelnen\n    Abschnitte (\u00bbGes\u00e4tze\u00ab<sup><a href=\"#footnote_1_30\" id=\"to_footnote_1_30\">30<\/a><\/sup>), aus denen sich diese Surenteile zusammensetzen. Passagen, bei denen es\n    sich vermutlich um sp\u00e4tere Einsch\u00fcbe handelt, sind einger\u00fcckt.<\/p><p>Sowohl im arabischen wie im deutschen Text sind l\u00e4ngere Verse nach \u203aAugenma\u00df\u2039 kolometrisch\n     gegliedert,<sup><a href=\"#footnote_1_31\" id=\"to_footnote_1_31\">31<\/a><\/sup> d.h. in einzelne Sprecheinheiten\n    unterteilt, die, \u00bbau\u00dfer im Falle von reinen Nominals\u00e4tzen, typischerweise durch das Vorkommen\n    einer finiten Verbform gekennzeichnet sind\u00ab.<sup><a href=\"#footnote_1_32\" id=\"to_footnote_1_32\">32<\/a><\/sup><\/p><p><h4 id=\"datierung\">2. Datierung<\/h4><\/p><p>Der Abschnitt \u00bbDatierung\u00ab skizziert in b\u00fcndiger Form die Stellung des Textes innerhalb des\n    Korans insgesamt und der von N\u00f6ldeke unterschiedenen vier Textperioden. \u2014 Hier wie auch in den\n    \u00fcbrigen Abschnitten werden h\u00e4ufig angef\u00fchrte Standardwerke (etwa <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/2B3RP55S\">N\u00f6ldekes Geschichte des Qor\u00e2ns<\/a><\/span>) mit Kurztiteln zitiert, die \u00fcbrige Literatur hingegen\n    nach Verfasser und Jahreszahl; Publikationen der zweiten Art werden jeweils am Ende eines jeden\n    Kommentars nachgewiesen. Transkriptionen folgen dem System der <em>Deutschen\n     Morgenl\u00e4ndischen Gesellschaft<\/em>, wobei geminiertes <em>W\u0101w<\/em> und\n    <em>Y\u0101\u02be<\/em> nicht diphthongisch transkribiert, sondern wie die \u00fcbrigen\n    Konsonanten behandelt werden (also <em>\u02beawwal<\/em> statt\n    <em>\u02beauwal<\/em>). Im Satzkontext gek\u00fcrzte Langvokale werden durch ein\n    Breve gekennzeichnet (z.B. <em>f\u012d s-sam\u0101w\u0101ti<\/em>), was von Arno Schmitt\n    angeregt wurde.<sup><a href=\"#footnote_1_33\" id=\"to_footnote_1_33\">33<\/a><\/sup><\/p><p><h4 id=\"literarkritik\">3. Literarkritik<\/h4><\/p><p>Dieser Abschnitt benennt konkrete Indizien f\u00fcr eine nachtr\u00e4gliche \u00dcberarbeitung und\n    Erweiterung der betreffenden Sure. Grundlage f\u00fcr die Identifikation von Einsch\u00fcben ist dabei\n    eine Liste von insgesamt sechs m\u00f6glichen Indizien f\u00fcr eine Interpolation:<\/p><p><ul><li>\u2014 \u00fcberm\u00e4\u00dfige Versl\u00e4nge<\/li><li>\u2014 sonst nur f\u00fcr sp\u00e4tere Texte bezeugte Terminologie<\/li><li>\u2014 die M\u00f6glichkeit, den betreffenden Passus aus dem Text herauszuheben, ohne eine\n      L\u00fccke im Gedankengang zu erzeugen<\/li><li>\u2014 der betreffende Passus st\u00f6rt Struktur und Gedankenf\u00fchrung des Textes<\/li><li>\u2014 die betreffende Stelle \u00e4hnelt anderen Einsch\u00fcben<\/li><li>\u2014 f\u00fcr die vermutete Einf\u00fcgung eines Zusatzes l\u00e4sst sich ein interpretatives oder\n      theologisches Motiv ausmachen (dogmatische Korrektur, Beseitigung eines Verst\u00e4ndnisproblems,\n      Anpassung des Textes an ver\u00e4nderte Umst\u00e4nde).<\/li><\/ul><\/p><p>Sofern zwei oder mehr solche Indizien zusammentreffen, kann mit einer gewissen\n    Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es sich bei der fraglichen Stelle tats\u00e4chlich\n    um einen Zusatz handelt.<\/p><p><h4 id=\"anmerkungen\">4. Anmerkungen<\/h4><\/p><p>Die Anmerkungen haben die allgemeine Aufgabe, den unter 1) gebotenen Text sowie seine deutsche\n    \u00dcbersetzung zu sichern; sie diskutieren deshalb lexikalische und grammatikalische Einzelprobleme\n    und in diesem Rahmen auch den etymologischen Hintergrund bestimmter Lexeme. Lexikalische\n    Verweise beziehen sich in der Regel auf <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/8WQ6CTDE\">Lanes Arabic-English\n     Lexicon<\/a><\/span>, welches die Erkl\u00e4rungen der klassischen arabischen Lexika zusammenfasst und\n    ordnet, f\u00fcr die Buchstaben <em>K\u0101f<\/em> und\n    <em>L\u0101m<\/em> auch auf das <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/H2WXXJ93\">W\u00f6rterbuch der\n     klassischen Arabischen Sprache<\/a><\/span>. Sofern die Angabe einer arabischen Paraphrase oder\n    Erl\u00e4uterung geboten schien, wird in der Regel der <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/PEEF36TT\">Lis\u0101n\n     al-\u02bfarab<\/a><\/span> zitiert.<\/p><p>Die Anmerkungen gehen dar\u00fcberhinaus auf besonders wichtige textkritische Fragen ein, etwa auf\n    das f\u00fcr ein Verst\u00e4ndnis der literarischen Struktur des Textes au\u00dferordentlich wichtige Problem\n    abweichender Versabteilungen; die entsprechenden Anmerkungen beruhen weitestgehend auf den in\n     <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Angelika Neuwirths Studien zur Komposition der mekkanischen Suren\n     (S. 14ff.)<\/a><\/span> angef\u00fchrten Argumenten, treffen jedoch gelegentlich divergierende Wertungen.\n    Obwohl bei der Kommentararbeit immer auch die in den letzten Jahrzehnten erschienenen beiden\n    gro\u00dfen arabischen Lesartenenzyklop\u00e4dien<sup><a href=\"#footnote_1_34\" id=\"to_footnote_1_34\">34<\/a><\/sup>\n    konsultiert wurden, werden Lesartendifferenzen nur in besonders wichtigen Einzelf\u00e4llen\n    behandelt; die sehr h\u00e4ufige Vertauschung von unterschiedlichen St\u00e4mmen desselben Verbes oder das\n    Schwanken zwischen verschiedenen Verbalpr\u00e4fixen (<em>y-<\/em>,\n    <em>t-<\/em>, <em>n-<\/em>) werden nicht eigens\n    diskutiert, da sie nur in seltenen F\u00e4llen den Gesamtsinn des Textes ver\u00e4ndern. Eine wirklich\n    systematische textkritische Bearbeitung des Korans, welche die im ersten Projektmodul\n    unternommene Sichtung der m\u00fcndlichen und schriftlichen Text\u00fcberlieferung voraussetzt und deshalb\n    zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt noch nicht unternommen werden kann, m\u00fcsste gleichwohl versuchen,\n    hier die jeweils wahrscheinlichere Lesart zu bestimmen.<\/p><p>Dar\u00fcber hinaus verzeichnen die Anmerkungen koranische Parallelstellen, als deren\n    Arbeitsgrundlage die Verskonkordanz Rudi Parets diente, die bei Bedarf um weitere Verweise\n    erg\u00e4nzt wurde. Anders als in der Paretschen Konkordanz werden Parallelen allerdings in der Regel\n    nur dann verzeichnet, sofern es sich um fr\u00fchere oder in etwa zeitgleich verk\u00fcndete Stellen\n    handelt (in dieser Hinsicht setzen die Anmerkungen also eine bestimmte Datierung des behandelten\n    Textes voraus!). Um dem Benutzer nicht nur eine Anh\u00e4ufung wenig aussagekr\u00e4ftiger Suren- und\n    Verszahlen zu liefern, werden die Verweise auf solche Parallelstellen in der Regel von\n    Transkriptionen der betreffenden Verse oder aber zumindest von allgemeinen Inhaltsangaben\n    begleitet. Zu beachten ist, dass hier keine vollst\u00e4ndige Aufstellung formkritischer Parallelen\n    geboten wird: Zu einer Stelle wie <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:002\" data-end=\"073:002\">73:2<\/a>\n    (\u00bbSteh die Nacht \u00fcber bis auf ein weniges!\u00ab) verzeichnen die Anmerkungen also beispielsweise\n    nicht alle an den Verk\u00fcnder gerichteten Imperative, sondern nur diejenigen von ihnen, die sich\n    auch terminologisch mit dem betreffenden Vers \u00fcberschneiden. Ein vollst\u00e4ndiges Verzeichnis aller\n    Belege f\u00fcr einen bestimmten Texttypus l\u00e4sst sich allerdings dem flankierenden Register\n    fr\u00fchmekkanisch belegter Textsorten entnehmen (vgl. dazu die Erl\u00e4uterungen im n\u00e4chsten\n    Abschnitt).<\/p><p><h4 id=\"analyse\">5. Analyse<\/h4><\/p><p>In dieser abschlie\u00dfenden Rubrik wird auf der Grundlage der zuvor er\u00f6rterten Detailprobleme\n    eine holistische Lekt\u00fcre der gesamten Sure geboten. Zu Beginn der Analyse steht ein \u00dcberblick\n    \u00fcber den Surenaufbau. Er verzeichnet die unterschiedlichen Textsorten (etwa Schw\u00fcre, Droh- und\n    Scheltworte, Offenbarungsbest\u00e4tigungen etc.), aus denen sich die Sure zusammensetzt, und soll so\n    ihre literarische Struktur transparent machen. Insbesondere dieser Arbeitsschritt lehnt sich\n    stark an <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Angelika Neuwirths Studien zur Komposition der\n     mekkanischen Suren<\/a><\/span> an, wobei die von Neuwirth entwickelte Klassifikation literarischer\n    Formen sowie die von ihr vorgeschlagenen Textgliederungen in Einzelheiten modifiziert wurden.\n    Die in diesen Surengliederungen verwendeten Begriffe werden ausf\u00fchrlich in einem eigenst\u00e4ndigen\n    Register der fr\u00fchmekkanischen Textsorten erkl\u00e4rt.<sup><a href=\"#footnote_1_35\" id=\"to_footnote_1_35\">35<\/a><\/sup>Wie in den\n    Transkriptionen und \u00dcbersetzungen sind Ges\u00e4tze durch fettgesetzte arabische Ziffern, Surenteile\n    durch fettgesetzte r\u00f6mische Ziffern gekennzeichnet.<sup><a href=\"#footnote_1_36\" id=\"to_footnote_1_36\">36<\/a><\/sup><\/p><p>Die literarische Struktur vieler der in der ersten Kommentartranche behandelten Suren hat in\n    j\u00fcngerer Zeit auch Michel Cuypers untersucht,<sup><a href=\"#footnote_1_37\" id=\"to_footnote_1_37\">37<\/a><\/sup> der als Grundprinzip koranischer Textkomposition einen der psalmischen\n    Literatur verwandten <em>parallelismus membrorum<\/em> postuliert: In\n    aller Regel gliedert er die betreffenden Suren in zwei parallele, komplement\u00e4re oder kontr\u00e4re\n    H\u00e4lften, die ihrerseits zumeist aus einander chiastisch entsprechenden Teilst\u00fccken aufgebaut\n    sind, etwa nach dem Schema A-B-B\u2019-A\u2019 (<a data-type=\"koran\" data-start=\"099:000\" data-end=\"099:008\">Sure\n     99<\/a>) oder A-B-C-C\u2019-B\u2019-A\u2019 (<a data-type=\"koran\" data-start=\"101:000\" data-end=\"101:011\">Sure\n    101<\/a>). H\u00e4ufig ergeben sich so konzentrische Textstrukturen, in deren Mitte Cuypers Ansicht\n    nach inhaltlich besonders gewichtige Scharnierverse stehen (in <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:000\" data-end=\"099:008\">Sure 99<\/a> etwa <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:005\" data-end=\"099:005\">V. 5<\/a>). Obwohl seine Arbeiten wertvolle Einzelbeobachtungen enthalten und\n    seine Gliederungen in vielen F\u00e4llen durchaus denen Neuwirths bzw. des vorliegenden Kommentars\n    entsprechen, macht Cuypers Vorgehen doch insgesamt den Eindruck, als w\u00fcrde das vielf\u00e4ltige\n    koranische Textmaterial in ein vorgegebenes konzentrisches Korsett gepresst.<sup><a href=\"#footnote_1_38\" id=\"to_footnote_1_38\">38<\/a><\/sup>Der\n    vorliegende Kommentar verzichtet deshalb darauf, seine Textgliederungen in allen F\u00e4llen\n    ausf\u00fchrlich zu diskutieren und verweist nur auf besonders triftig erscheinende\n     Einzelaspekte.<sup><a href=\"#footnote_1_39\" id=\"to_footnote_1_39\">39<\/a><\/sup><\/p><p>Da inhaltliche und strukturelle Z\u00e4suren zumindest in den fr\u00fchmekkanischen Texten h\u00e4ufig mit\n    Reimwechseln koinzidieren,<sup><a href=\"#footnote_1_40\" id=\"to_footnote_1_40\">40<\/a><\/sup> werden parallel zu den verwendeten Textsorten auch Reimwechsel verzeichnet. Sie wurden\n    in aller Regel aus den beiden umfangreichen Tabellen in Neuwirths Studien \u00fcbernommen und\n    gebrauchen ein urspr\u00fcnglich von Anton Spitaler entwickeltes Zeichensystem. Zur Orientierung\n    seien hier die entsprechenden Erl\u00e4uterungen aus <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirths\n     Studien<\/a><\/span> zitiert:<sup><a href=\"#footnote_1_41\" id=\"to_footnote_1_41\">41<\/a><\/sup><\/p><p><em>2<\/em> bezeichnet die beiden alternativ vorkommenden Langvokale\n    <em>\u016b\/\u012b<\/em>. \u2014 Wie im poetischen ist auch im koranischen Reim ein\n    Wechsel zwischen <em>\u016b<\/em> und <em>\u012b<\/em>\n    statthaft, hier sogar sehr verbreitet. \u2014 Dagegen bleibt <em>\u0101<\/em> ohne\n    Chiffre, da es \u2014 wie im Versreim \u2014 nicht beliebig mit einem der anderen Langvokale wechseln\n    kann. <em>3<\/em> bezeichnet die drei alternativen Kurzvokale\n    <em>u\/i\/a<\/em>, die im koranischen Reim \u2014 wie in der Poesie \u2014\n    austauschbar gebraucht werden. <em>K<\/em> = Konsonant <em>(K)K<\/em>\n    = fakultative Doppelkonsonanz <em>GG<\/em> = Geminatenpaar (Sonderfall der\n    Doppelkonsonanz)<\/p><p>Auf die Textgliederung folgt eine allgemeine Beschreibung von Aufbau und Inhalt der\n    betreffenden Sure, die vor allem die thematische und formale Koh\u00e4renz des Textes vor Augen\n    f\u00fchren soll und insofern die Neuwirthsche These, dass zumindest die mekkanischen Suren als\n    einheitliche Kompositionen intendiert sind, st\u00fctzt. Hieran schlie\u00dft sich ein ausf\u00fchrlicher\n    kursorischer Kommentar an, der den Text abschnittsweise behandelt und insbesondere an\n    thematischen und literarischen Zusammenh\u00e4ngen zwischen den einzelnen Ges\u00e4tzen interessiert ist.\n    Dabei werden durchg\u00e4ngig die in den Anmerkungen gebotenen Detailanalysen vorausgesetzt. Die f\u00fcr\n    die Gliederung des Kommentars zentrale Unterscheidung von \u00bbAnmerkungen\u00ab und \u00bbAnalyse\u00ab hat u. a.\n    den Vorteil, dass auf diese Weise durch philologische Daten untermauerte Aussagen zur Bedeutung\n    einzelner Termini und Wendungen o.\u00c4. von der zwangsl\u00e4ufig subjektiveren Unternehmung einer\n    genuinen Textlekt\u00fcre getrennt werden kann, welche die im Hintergrund des Textes stehenden\n    Debatten und Fragestellungen zu rekonstruieren versucht und auch die literarische Qualit\u00e4t des\n    Textes angemessen ber\u00fccksichtigt. Die \u00bbAnmerkungen\u00ab bieten also philologische Nebenrechnungen,\n    die recht trocken sein k\u00f6nnen, daf\u00fcr jedoch einen vergleichsweise hohen intersubjektiven\n    Geltungsanspruch erheben k\u00f6nnen, die \u00bbAnalyse\u00ab hingegen entwickelt einen thematischen\n    Lekt\u00fcrevorschlag unter anderen m\u00f6glichen.<\/p><p><h3 id=\"danksagungen\">Danksagungen<\/h3><\/p><p>Wie der Titelzusatz \u00bbUnter Verwendung von Vorarbeiten Angelika Neuwirths\u00ab zum Ausdruck bringen\n    soll, lagen mir bei der Arbeit an diesem Kommentar Typoskripte Angelika Neuwirths zu fast allen\n    fr\u00fchmekkanischen Suren vor. Diese sind seither in \u00fcberarbeiteter Fassung als erster Band eines\n    koranischen Handkommentars erschienen (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X6J8ZZSZ\">Angelika Neuwirth, Der\n     Koran, Bd. 1: Poetische Prophetie. Fr\u00fchmekkanische Suren, Berlin 2011<\/a><\/span>). Stellen, an\n    denen ich mich auf Neuwirths Kommentarvorlagen st\u00fctze oder sie kritisch hinterfrage, wurden\n    nachtr\u00e4glich um Verweise auf diesen Band erg\u00e4nzt und ggf. als Zitate gekennzeichnet, so dass f\u00fcr\n    die im vorliegenden Kommentar ge\u00e4u\u00dferten Ansichten (und Fehler) allein ich haftbar gemacht\n    werden sollte. Allerdings konnte die Druckfassung von Neuwirths Werk aus Zeitgr\u00fcnden nur noch\n    punktuell eingesehen werden. Zu ihrem Ansatz, der in verschiedenen Punkten (etwa im Hinblick auf\n    die Binnenchronologie der fr\u00fchmekkanischen Suren) von dem hier vertretenen abweicht, s.\n    ausf\u00fchrlich <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/6I96FAXT\">dies., Koran als Text der Sp\u00e4tantike<\/a><\/span> sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X6J8ZZSZ\">Fr\u00fchmekkanische Suren, 15\u201372<\/a><\/span>.<\/p><p>F\u00fcr die Mithilfe beim Abgleichen innerkoranischer Parallelen, bei der Auswertung von\n    Sekund\u00e4rliteratur und bei Formatierungsarbeiten schulde ich Veronika Roth und Nora Katharina\n    Schmid Dank. Letztere hat mir dar\u00fcberhinaus in besonderer Weise dabei assistiert, das\n    formkritische Register (hoffentlich) einigerma\u00dfen konsequent zu halten und die \u00e4u\u00dferst\n    arbeitsaufwendige Umwandlung meiner Texte in eine in Zusammenarbeit mit Markus Schn\u00f6pf und\n    Tobias J. Jocham konzipierte XML-Datenstruktur betreut. F\u00fcr \u00e4u\u00dferst wertvolle Kommentare zur\n    Gesamtform des Kommentars sowie zur Behandlung einzelner Textpassagen danke ich Thomas Bauer,\n    Frank-Lothar Hossfeld, David Kiltz, Hannelies Koloska, Michael Marx, Veronika Roth, Nora\n    Katharina Schmid, Arno Schmitt, Gregor Schoeler, Tilman Seidensticker, Stefan Wild und Erich\n    Zenger. Ellen Scholz hat mich auf einen fatalen Dreher in der \u00dcbersetzung von <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:021\" data-end=\"053:021\">Q 53:21<\/a> aufmerksam gemacht, der durch mehrere\n    Korrekturdurchg\u00e4nge hindurch unentdeckt geblieben ist.<\/p><p><em>Nicolai Sinai<\/em><\/p><h3 id=\"footnotes_1\">Fussnoten<\/h3><ul class=\"footnotes\"><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_1\" id=\"footnote_1_1\">1<\/a><\/sup>\u00a0Der\n     folgende Text wurde bereits 2009 verfasst und konnte nicht mehr um eine Diskussion der neuesten\n     einschl\u00e4gigen Ver\u00f6ffentlichungen \u2014 insbesondere zum Problem der koranischen Chronologie, aber\n     auch zur zeitlichen und geographischen Herkunft des Korans \u2014 erg\u00e4nzt werden.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_2\" id=\"footnote_1_2\">2<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. die verschiedenen\n     Beitr\u00e4ge in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/N5R8T23V\">Dirk Hartwig u. a. (Hg.), \u00bbIm vollen Licht der\n      Geschichte\u00ab: Die Wissenschaft des Judentums und die Anf\u00e4nge der kritischen Koranforschung,\n      W\u00fcrzburg 2008<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_3\" id=\"footnote_1_3\">3<\/a><\/sup>\u00a0Zur Frage nach dem genauen\n     Erscheinungsdatum und -ort von Speyers Werks vgl. den in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/N5R8T23V\">Hartwig\n      (Hg.), \u00bbIm vollen Licht der Geschichte\u00ab<\/a><\/span> (s. die vorangehende Fu\u00dfnote) neu abgedruckten\n     Aufsatz Franz Rosenthals.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_4\" id=\"footnote_1_4\">4<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. als exemplarisches Beispiel Walid Salehs\n     kritischen \u00dcberblick \u00fcber die Auslegungsgeschichte des Gottesnamens\n     <em>a\u1e63-\u1e63amad<\/em> in <a data-type=\"koran\" data-start=\"112:002\" data-end=\"112:002\">Q 112:2<\/a> in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/I2PQFWBB\">Angelika Neuwirth, Nicolai\n      Sinai, Michael Marx (Hg.), The Qur\u02be\u0101n in Context: Literary and Historical Investigations into\n      the Qur\u2019\u0101nic Milieu, Leiden 2010<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_5\" id=\"footnote_1_5\">5<\/a><\/sup>\u00a0<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X9T7RF7R\">Rudi Paret, Der Koran. Kommentar und Konkordanz, Stuttgart 2 1980,\n      6<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_6\" id=\"footnote_1_6\">6<\/a><\/sup>\u00a0Zum Verh\u00e4ltnis des vorliegenden\n     Kommentars zu Neuwirths Handkommentar s.u.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_7\" id=\"footnote_1_7\">7<\/a><\/sup>\u00a0Zu\n     Wansbrough und der anschlie\u00dfenden Forschungsgeschichte vgl. ausf\u00fchrlicher die Einleitung in\n      <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/NWSGCCQN\">Neuwirth \/ Sinai \/ Marx (Hg.), The Qur\u02be\u0101n in Context (Anm.\n      3)<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_8\" id=\"footnote_1_8\">8<\/a><\/sup>\u00a0Eine moderate Skepsis gegen\u00fcber\n     dem fr\u00fchislamischen Quellenbestand charakterisiert z. B. bereits Ignaz Goldzihers\n     epochemachende Arbeit zum <em>\u1e24ad\u012b\u1e6f<\/em> (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/PJMKSNW3\">Goldziher, \u00bbUeber die Entwickelung des \u1e24ad\u00eeth\u00ab, in: ders., Muhammedanische Studien, Bd. 2,\n      Halle 1888<\/a><\/span>) oder <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4956PWTC\">Josef Schachts Origins of Muhammadan\n      Jurisprudence, Oxford 1950<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_9\" id=\"footnote_1_9\">9<\/a><\/sup>\u00a0Zu Wansbroughs Sichtweise auf die Korangenese und ihrer\n     Bewertung vgl. mit ausf\u00fchrlicheren Argumenten und Literaturverweisen <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X2D52XFD\">Sinai, Fortschreibung und Auslegung, Wiesbaden 2009, 23\u201357<\/a><\/span>; zum\n     historischen Ort des Korans im Allgemeinen siehe auch \u2014 f\u00fcr ein allgemeines Lesepublikum\n     bestimmt, aber mit Bezugnahme auf neuere Literatur und Behandlung zus\u00e4tzlicher Gesichtspunkte \u2014\n      <span class=\"bibl\">Sinai, Die heilige Schrift des Islam, Freiburg 2012 (im Erscheinen)<\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_10\" id=\"footnote_1_10\">10<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. <span class=\"bibl\">Fred Donner, Narratives of Islamic Origins: The Beginnings of Islamic\n      Historical Writing, Princeton 1998, 27<\/span> : \u00bbThe sceptical school asks us to believe that\n     these unnamed \u203aauthorities\u2039, whoever they were, could have tracked down every book and\n     tradition contained in every manuscript in the whole Islamic community, from India to Spain, so\n     that no view dissenting from the standard orthodox position was allowed to survive. Even if,\n     for the sake of argument, we grant the existence of a \u203astandard orthodoxy\u2039, such comprehensive\n     control is simply unbelievable, given the nature of society and the state of communications in\n     the early Islamic world.\u00ab<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_11\" id=\"footnote_1_11\">11<\/a><\/sup>\u00a0Zum Stand der Leben-Mu\u1e25ammad-Forschung vgl. den von Harald Motzki herausgegebenen\n      <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/NI4BJEXW\">Sammelband The Biography of Mu\u1e25ammad: The Issue of the Sources,\n      Leiden 2000<\/a><\/span>. Als j\u00fcngstes Beispiel f\u00fcr eine umfassende\n     <em>\u02beisn\u0101d<\/em>-<em>cum<\/em>-<em>matn<\/em>-Analyse,\n     wie sie im Folgenden umrissen wird, s. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DNPJIPVE\">Andreas G\u00f6rke und Gregor\n      Schoeler, Die \u00e4ltesten Berichte \u00fcber das Leben Mu\u1e25ammads. Das Korpus \u02bfUrwa ibn az-Zubair,\n      Princeton 2009<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_12\" id=\"footnote_1_12\">12<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/VQ7HIC6K\">Michael Cook, Early\n      Muslim Dogma: A source-critical study, Cambridge 1981<\/a><\/span>, 107\u2013116.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_13\" id=\"footnote_1_13\">13<\/a><\/sup>\u00a0Diese\n     methodologische Skizze ist eine Zusammenfassung von <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DNPJIPVE\">G\u00f6rke \/\n      Schoeler, Die \u00e4ltesten Berichte, 20f.<\/a><\/span><\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_14\" id=\"footnote_1_14\">14<\/a><\/sup>\u00a0Diese Argumentation ist inspiriert von <span class=\"bibl\">Patricia Crone, \u00bbTwo legal problems bearing on\n      the early history of the Qur\u02be\u0101n\u00ab, Jerusalem Studies in Arabic and Islam 18 (1994),\n     1\u201337<\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_15\" id=\"footnote_1_15\">15<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/BDAWJB73\">Donner, Narratives, 35\u201361<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_16\" id=\"footnote_1_16\">16<\/a><\/sup>\u00a0Zu dieser charakteristischen Differenz vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DNJ2DGQ5\">Daniel Madigan, \u00bbReflections on some current directions in Qur\u02be\u0101nic\n      studies\u00ab, Muslim World 85 (1995), 345\u2013362<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_17\" id=\"footnote_1_17\">17<\/a><\/sup>\u00a0<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien zur Komposition der mekkanischen Suren, Berlin\n      1981, 178<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_18\" id=\"footnote_1_18\">18<\/a><\/sup>\u00a0In Einzelf\u00e4llen wird dieses Anordnungsprinzip jedoch\n     suspendiert, um Suren mit identischen Anfangssiglen nicht trennen zu m\u00fcssen, vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/ZIKX6GB4\">Hans Bauer, \u00bb\u00dcber die Anordnung der Suren und \u00fcber die geheimnisvollen\n      Buchstaben im Qoran, Zeitschrift der Deutschen Morgenl\u00e4ndischen Gesellschaft 75 (1921),\n      1\u201320<\/a><\/span>. Neal Robinson hat dar\u00fcberhinaus zu zeigen versucht, dass zumindest zwischen\n     einzelnen aufeinanderfolgenden Suren auch Stichwortverkettungen nachweisbar sind (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Discovering the Qur\u2019an. A Contemporary Approach to a Veiled Text.\n      Second edition. Washington D. C., 2003, 266\u2013269<\/a><\/span>).<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_19\" id=\"footnote_1_19\">19<\/a><\/sup>\u00a0Damit ist\n     keinesfalls der Anspruch erhobenen, die kanonische Surenanordnung durch eine neue, gleichsam\n     \u203awissenschaftlich richtige\u2039 Textfolge zu revidieren: Das Rearrangement dient einzig und allein\n     dazu, eine spezifische Leseerfahrung unter anderen zu erm\u00f6glichen und zudem eine tranchenweise\n     Publikation der nach chronologischen Gesichtspunkten ablaufenden Kommentararbeit zu\n     erleichtern.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_20\" id=\"footnote_1_20\">20<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. zu die ausf\u00fchrliche Er\u00f6rterung von\n     N\u00f6ldekes Ansatz und dagegen erhobenen Einw\u00e4nden in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X2D52XFD\">Sinai,\n      Fortschreibung und Auslegung, 59\u201373<\/a><\/span>, sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/5WBR28R6\">ders., \u00bbThe\n      Qur\u2019an as Process\u00ab, in: Neuwirth u. a., The Qur\u02be\u0101n in Context (s. Anm. 3)<\/a><\/span>; siehe\n     demn\u00e4chst auch <span class=\"bibl\">ders., Die heilige Schrift des Islam, Freiburg 2012 (im\n     Erscheinen)<\/span>; in j\u00fcngeren Ver\u00f6ffentlichungen erhobene Einw\u00e4nde plane ich in einem eigenen\n     Aufsatz zu diskutieren, der voraussichtlich 2014 im Oxford Handbook of Qur\u2019anic Studies\n     erscheinen wird.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_21\" id=\"footnote_1_21\">21<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. exemplarisch <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/JCUX32ZQ\">Daniel Madigan, The Qur\u02be\u00e2n\u2019s Self-Image: Writing and Authority in Islam\u2019s Scripture,\n      Princeton 2001, 86<\/a><\/span>, sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DA7SV9SC\">Alford Welch, \u00bb\u1e32ur\u02be\u0101n\u00ab, EI2, Bd.\n      5, 400a ff.<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_22\" id=\"footnote_1_22\">22<\/a><\/sup>\u00a0<a data-type=\"koran\" data-start=\"112:000\" data-end=\"112:004\">Sure 112<\/a> etwa ist sicherlich kein\n     fr\u00fchmekkanischer, sondern ein medinensischer Text, und auch die Gemeindegebete <a data-type=\"koran\" data-start=\"001:000\" data-end=\"001:007\">Q 1<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"113:000\" data-end=\"113:005\">113<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"114:000\" data-end=\"114:006\">114<\/a>\n     d\u00fcrften nicht mehr fr\u00fchmekkanisch sein (vgl. allerdings die Qualifikationen N\u00f6ldekes in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/RF8JH6HZ\"><em>GdQ <sup>I<\/sup><\/em>, 107<\/a><\/span>);\n     sie erscheinen deshalb nicht unter den in der ersten Kommentartranche behandelten Texten. Auch\n     die <a data-type=\"koran\" data-start=\"109:000\" data-end=\"109:006\">Suren 109<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"110:000\" data-end=\"110:003\">110<\/a>, die sich aus stilistischer und terminologischer\n     Perspektive ebenfalls nicht eindeutig einer bestimmten Textperiode zuordnen lassen, wurden\n     zun\u00e4chst ausgespart. Im Falle von <a data-type=\"koran\" data-start=\"110:000\" data-end=\"110:003\">Sure\n      110<\/a> etwa, die N\u00f6ldeke mit einigem Z\u00f6gern als medinensisch ansieht, k\u00f6nnen ebensogut Gr\u00fcnde\n     f\u00fcr eine mittelmekkanische Datierung beigebracht werden (s. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 80\u201382<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_23\" id=\"footnote_1_23\">23<\/a><\/sup>\u00a0Die hier\n     angesetzte Unterteilung der fr\u00fchmekkanischen Suren in vier aufeinanderfolgende Subgruppen wird\n     weiter unten noch in einem eigenen Kapitel behandelt; inwiefern eine \u00e4hnliche\n     Binnenklassifikationen auch bei den \u00fcbrigen drei N\u00f6ldekeschen Perioden machbar ist, muss sich\n     im Verlaufe der Kommentararbeit erst noch zeigen.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_24\" id=\"footnote_1_24\">24<\/a><\/sup>\u00a0Auch Neuwirths Kommentar zu den fr\u00fchmekkanischen Suren (s.\n     zusammenfassend <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X6J8ZZSZ\">Fr\u00fchmekkanische Suren, 44\u201361<\/a><\/span>) untergliedert\n     die fr\u00fchmekkanischen Texte in verschiedene Binnengruppen, kommt allerdings teilweise zu\n     abweichenden Ergebnissen, auf die in den einzelnen Surenkommentaren eingegangen\n    wird.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_25\" id=\"footnote_1_25\">25<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. insb. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/8HPTGAWR\">Christoph Luxenberg, Die Syro-Aram\u00e4ische Lesart des\n      Koran: Ein Beitrag zur Entschl\u00fcsselung der Koransprache, Berlin 2000<\/a><\/span>, sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/FWGI8VRK\">Karl-Heinz Ohlig und Gert-R. Puin (Hg.), Die dunklen Anf\u00e4nge. Neue\n      Forschungen zur Entstehung der fr\u00fchen Geschichte des Islam, Berlin 2005<\/a><\/span>. Zu Luxenberg\n     vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/I2PQFWBB\">Walid Saleh, \u00bbThe Etymological Fallacy and Qur\u2019anic Studies:\n      Muhammad, Paradise, and Late Antiquity\u00ab<\/a><\/span> sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/6XDZERHX\">Stefan Wild,\n      \u00bbLost in Philology? The Virgins of Paradise and the Luxenberg Hypothesis\u00ab, beide in: Neuwirth\n      u. a. (Hg.), The Qur\u2019an in Context<\/a><\/span>; zu dem <span class=\"bibl\">von Ohlig und Puin herausgegebenen\n      Sammelband<\/span> s. meine <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/V4P33J87\">Rezension in Bibliotheca Orientalis,\n      64 (2007), 481\u2013485<\/a><\/span>, sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X2D52XFD\">Sinai, Fortschreibung und\n      Auslegung, 28 f.<\/a><\/span> \u2014 Obwohl die von Luxenberg angewandte Methodik freier Emendation bei\n     subjektiver Unzufriedenheit mit der Bedeutung einer Koranstelle grunds\u00e4tzlich fragw\u00fcrdig ist,\n     werden die wichtigsten seiner syrisch-aram\u00e4ischen Reinterpretationen doch in den Anmerkungen zu\n     den jeweiligen Versen kritisch diskutiert. <\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_26\" id=\"footnote_1_26\">26<\/a><\/sup>\u00a0F\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Analyse der Verwendung\n     narrativer Interpretationsformen in der fr\u00fchen Koranexegese s. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X2D52XFD\">Sinai, Fortschreibung und Auslegung, Kap. 10 und 11<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_27\" id=\"footnote_1_27\">27<\/a><\/sup>\u00a0<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4W3DBNVE\">Andrew Rippin, \u00bbThe Function of asb\u0101b\n      al-nuz\u016bl in Qur\u02be\u0101nic Exegesis\u00ab, in: Bulletin of the School of Oriental and African Studies 51\n      (1988), 1\u201320, hier S. 8<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_28\" id=\"footnote_1_28\">28<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/D47Z4IMQ\">Muq\u0101til b. Sulaim\u0101n, Tafs\u012br, hg. von \u02bfAbdall\u0101h\n      Ma\u1e25m\u016bd \u0160i\u1e25\u0101ta, 5 Bde., Beirut 1423\/2002 (Nachdruck der niemals ausgelieferten \u00e4gyptischen\n      Erstausgabe), zu 75:3 (Bd. 4, 509 f.)<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_29\" id=\"footnote_1_29\">29<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. etwa <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:019\" data-end=\"070:021\">70:19\u201321<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:015\" data-end=\"089:016\">89:15.16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:004\" data-end=\"090:004\">90:4<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"095:004\" data-end=\"095:005\">95:4.5<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:006\" data-end=\"096:007\">96:6.7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:006\" data-end=\"100:008\">100:6\u20138<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"103:002\" data-end=\"103:002\">103:2<\/a>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_30\" id=\"footnote_1_30\">30<\/a><\/sup>\u00a0Zu dem von Alfred Bloch auf die altarabische Dichtung\n     angewandten und dann von Neuwirth f\u00fcr den Koran adaptierten Begriff des Ges\u00e4tzes vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien zur Komposition der mekkanischen Studien,\n     177<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_31\" id=\"footnote_1_31\">31<\/a><\/sup>\u00a0Zu der durch die Arbeiten des Alttestamentlers Wolfgang Richter\n     angeregten Anwendung des Begriff des Kolons auf den Koran s. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 121 ff.<\/a><\/span> , sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4ZMFISDR\">Lutz Edzard,\n      \u00bbPerspektiven einer computergest\u00fctzten Analyse der qur\u02be\u0101nischen Morpho-Syntax und Satz-Syntax\n      in kolometrischer Darstellung\u00ab, Arabica 50\/3 (2003), 350\u2013380 (insb. 358 ff. mit einer\n      Aufstellung der verschiedenen Arten von Kola)<\/a><\/span>. \u2014 Eine informationstechnologisch\n     verarbeitbare Konsequenz der kolometrischen Gliederung, wie sie Edzards Ziel ist, wird hier\n     nicht angestrebt, so dass es im Laufe der Kommentararbeit zu geringf\u00fcgigen Inkonsistenzen in\n     der Handhabung des Kolonbegriffs kommen k\u00f6nnte.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_32\" id=\"footnote_1_32\">32<\/a><\/sup>\u00a0<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4ZMFISDR\">Edzard, \u00bbPerspektiven\u00ab, 355<\/a><\/span>. Eine Ausnahme davon besteht in\n     \u00bbEinzelsyntagmen \u2329\u2026\u232a, soweit sie gen\u00fcgend Umfang und semantisches Gewicht besitzen\u00ab (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 122<\/a><\/span>).<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_33\" id=\"footnote_1_33\">33<\/a><\/sup>\u00a0Sofern nicht ein ganzes Satzgef\u00fcge, sondern nur ein einzelnes\n     Wort zitiert wird, werden nominale Endungen (auch pausales <em>-h<\/em>) nicht\n     transkribiert (also z.B.: <em>al-q\u0101ri\u02bfa<\/em>); eine Ausnahme stellen die\n     Lemmata in den Anmerkungen dar. <\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_34\" id=\"footnote_1_34\">34<\/a><\/sup>\u00a0<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/WQ5AUCXJ\">Mu\u02bf\u01e7am al-qir\u0101\u02be\u0101t, hg. von \u02bfAbdalla\u1e6d\u012bf Al-\u1e2aa\u1e6d\u012bb, 10 Bde., Damaskus\n      2002<\/a><\/span> , sowie den \u00e4lteren <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/N5624TR4\">Mu\u02bf\u01e7am al-qir\u0101\u02be\u0101t al-Qur\u02be\u0101niyya,\n      hg. von A\u1e25mad Mu\u1e2bt\u0101r \u02bfUmar und \u02bfAbd al-\u02bf\u0100l S\u0101lim Makram, 8 Bde., Kuwait 1988<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_35\" id=\"footnote_1_35\">35<\/a><\/sup>\u00a0Dieses Register bietet\n     jeweils eine allgemeine Bestimmung der in den Gliederungsschemata verwendeten Begrifflichkeiten\n     wie \u00bbSchwur\u00ab, \u00bbOffenbarungsbest\u00e4tigung\u00ab, \u00bbDrohwort\u00ab etc. sowie eine Auflistung aller unter die\n     betreffende Kategorie fallenden Textstellen an. Das im Rahmen der ersten Kommentartranche\n     vorgelegte Register ber\u00fccksichtigt zun\u00e4chst nur die fr\u00fchmekkanischen Texte.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_36\" id=\"footnote_1_36\">36<\/a><\/sup>\u00a0Die kurzen fr\u00fchmekkanischen\n     Suren lassen sich lediglich in kurze Versgruppen gliedern, die aufgrund ihrer engen\n     inhaltlichen und z.T. sprachlichen Verkn\u00fcpfung h\u00e4ufig noch nicht als genuine Ges\u00e4tze gelten\n     k\u00f6nnen. \u2014 Zur Ges\u00e4tzgliederung sei noch bemerkt: Antithesen werden, sofern nicht l\u00e4nger als 10\n     Verse, in der Regel als ein Ges\u00e4tz gewertet. Einzelverse werden generell nicht als\n     eigenst\u00e4ndige Ges\u00e4tze gez\u00e4hlt: Einversige Schlussrufe wie in <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:000\" data-end=\"096:019\">Q 96<\/a> werden zum vorangehenden Ges\u00e4tz gez\u00e4hlt;\n     einversige Schwuraussagen werden als Teil des Schwurgesetzes angesehen; eine Lehrfrage wird wie\n     in <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:000\" data-end=\"104:009\">Q 104<\/a> in der Regel zum\n     Antwortges\u00e4tz gez\u00e4hlt; einversige Fragen am Surenbeginn (z.B. <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:000\" data-end=\"088:026\">Q 88<\/a>) werden zum folgenden Ges\u00e4tz gezogen.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_37\" id=\"footnote_1_37\">37<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/TWPKV5E5\">Michel Cuypers, \u00bbStructures rh\u00e9toriques des sourates 99 \u00e0 104\u201d, Annales Islamologiques 33\n      (1999), 31\u201362<\/a><\/span>; <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/SBVMAM5Z\">ders., \u00bbStructures rh\u00e9toriques des sourates\n      92 \u00e0 98\u201d, Annales Islamologiques 34\/1 (2000), 95\u2013138<\/a><\/span>; <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/JADDCP8K\">ders., \u00bbStructures rh\u00e9toriques des sourates 85 \u00e0 90\u201d, Annales Islamologiques 35\/1 (2001),\n      27\u201399<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_38\" id=\"footnote_1_38\">38<\/a><\/sup>\u00a0Deutlich wird dies etwa an Cuypers Analyse von <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:000\" data-end=\"102:008\">Sure 102<\/a>, die er ganz in \u00dcbereinstimmung mit dem vorliegenden Kommentar\n     in drei Textst\u00fccke (<a data-type=\"koran\" data-start=\"102:001\" data-end=\"102:002\">V. 1.2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:003\" data-end=\"102:005\">V. 3\u20135<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:006\" data-end=\"102:008\">V. 6\u20138<\/a>) gliedert. Um dennoch eine parallelistische\n     Grundstruktur auf die Sure projizieren zu k\u00f6nnen, fasst er dann jedoch <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:003\" data-end=\"102:008\">V. 3\u20138<\/a> zu einem \u00fcbergreifenden Abschnitt zusammen,\n     dem er <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:001\" data-end=\"102:002\">V. 1.2<\/a> gegen\u00fcberstellt. Die\n     angebliche Korrespondenzbeziehung zwischen <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:001\" data-end=\"102:002\">V. 1.2<\/a> einerseits und <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:003\" data-end=\"102:008\">V. 3\u20138<\/a> andererseits beschr\u00e4nkt sich dabei jedoch auf die lose\n     semantische N\u00e4he von <em>tak\u0101\u1e6fur<\/em> (\u00bbdas Bestreben, mehr zu haben\u00ab\n     bzw. die Untugend der \u00bbHabgier\u00ab) in <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:001\" data-end=\"102:001\">V.\n      1<\/a> und <em>na\u02bf\u012bm<\/em> (das diesseitige \u00bbWohlleben\u00ab der S\u00fcnder) in <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:008\" data-end=\"102:008\">V. 8<\/a>, die beide mit dem negativen\n     Lebenswandel der Verdammten assoziiert sind (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/TWPKV5E5\">Cuypers,\n      \u00bbStructures rh\u00e9toriques des sourates 99 \u00e0 104\u201d, a.a.O., 45\u201347<\/a><\/span>). \u00c4hnlich bem\u00fcht wirkt\n     es, wenn Cuypers in <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:000\" data-end=\"104:009\">Sure 104<\/a><a data-type=\"koran\" data-start=\"104:002\" data-end=\"104:002\">V. 2<\/a>\n     (<em>alla\u1e0f\u012b \u01e7ama\u02bfa m\u0101lan wa-\u02bfaddadah<\/em>) und <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:007\" data-end=\"104:007\">V. 7<\/a>\n     (<em>allat\u012b ta\u1e6d\u1e6dali\u02bfu \u02bfal\u0103 l-af\u02beidah<\/em>) als miteinander\n     korrespondierende Verse versteht, weil es sich in beiden F\u00e4llen um Relativs\u00e4tze mit einem auf\n     <em>\u02bfAin<\/em> endenden Verb handelt (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/TWPKV5E5\">ebd.,\n      51<\/a><\/span>). Auf der Basis derartig abseitiger Indizien ist es nat\u00fcrlich so gut wie immer\n     m\u00f6glich, in einem beliebigen Korantext eine parallelistische bzw. konzentrische Struktur zu\n     entdecken. \u2014 F\u00fcr eine angemessene Einordnung von Cuypers Ansatz signifikant, aber im Rahmen\n     dieser Einleitung nicht ersch\u00f6pfend thematisierbar ist die Tatsache, dass sein Vorgehen\n     unterstellt, dass es sich bei den koranischen Verk\u00fcndigungen in erster Linie um Texte handelt,\n     die literarisch f\u00fcr eine Rezeption durch Leser und nicht f\u00fcr H\u00f6rer optimiert sind: Dass ein\n     betreffender Vers genau die Mitte zwischen zwei einander chiastisch korrespondierenden\n     Textfl\u00fcgeln darstellt, ist eine Beobachtung, die sich eigentlich nur an Texten machen l\u00e4sst,\n     die in schriftlicher Gestalt vorliegen \u2014 denn die behauptete Prominenz eines Scharnierverses im\n     literarischen Ganzen ist ja nicht nur durch die (f\u00fcr den Rezepienten einer m\u00fcndlichen\n     Rezitation allein ma\u00dfgeblichen) vorangehenden Verse bestimmt, sondern auch durch den restlichen\n     Text; der Rezipient muss insofern die M\u00f6glichkeit haben, sich nach Belieben in der jeweiligen\n     Sure hin- und herzubewegen. Cuypers \u00bbrhetorische\u00ab Korananalyse beruht damit auf \u2014\n     unausgesprochen bleibenden! \u2014 historischen Pr\u00e4missen (der Koran als Buch, nicht als\n     Rezitationstext), die erst einmal eingehend zu benennen und zu pr\u00fcfen w\u00e4ren.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_39\" id=\"footnote_1_39\">39<\/a><\/sup>\u00a0Exemplarische Kritiken an Cuypers Vorgehen, die sich \u00e4hnlich\n     f\u00fcr viele weitere F\u00e4lle durchkonjugieren lie\u00dfen, finden sich noch in den Kommentaren zu <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:000\" data-end=\"096:019\">Q 96<\/a> und zu <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:000\" data-end=\"104:009\">Q 104<\/a> (s. Abschnitt <a data-type=\"aufbauinhalt\" data-start=\"096:000\" data-end=\"096:019\">Aufbau und Inhalt zu Q 96<\/a> und <a data-type=\"aufbauinhalt\" data-start=\"104:000\" data-end=\"104:009\">Q 104<\/a>).<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_40\" id=\"footnote_1_40\">40<\/a><\/sup>\u00a0Im manchen F\u00e4llen antizipiert ein Reimwechsel auch\n     ein erst im n\u00e4chsten oder \u00fcbern\u00e4chsten Vers auftretendes Ges\u00e4tzende oder folgt ihm nach\n     (retardierter Reimwechsel). Vgl. die ausf\u00fchrliche Behandlung der Thematik Reimkontinuit\u00e4t und\n     Reimwechsel in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 91 ff.<\/a><\/span><\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_1_41\" id=\"footnote_1_41\">41<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien\n      zur Komposition der mekkanischen Suren, 77<\/a><\/span>. \u2014 Eine triviale Differenz besteht darin,\n     dass Neuwirth als Chiffre f\u00fcr Konsonanten den Buchstaben <em>C<\/em> verwendet,\n     hier dagegen ein <em>K<\/em> gebraucht wird.<\/li><\/ul>"},{"title":"Versuch einer chronologischen Binnenklassifikation der fr\u00fchmekkanischen Suren","id":"versuch_einer_chronologischen_binnenklassifikation_der_fr\u00fchmekkanischen_suren","content":"<p><h3 id=\"vorbemerkungen_2\">Vorbemerkungen<\/h3><\/p><p><sup><a href=\"#footnote_2_1\" id=\"to_footnote_2_1\">1<\/a><\/sup><\/p><p>Der vorliegende Kommentar geht, wie bereits in der Einleitung angemerkt, von der prinzipiellen\n    Haltbarkeit von Theodor N\u00f6ldekes Einteilung der koranischen Suren in vier aufeinanderfolgende\n    Perioden (fr\u00fch-, mittel- und sp\u00e4tmekkanisch sowie medinensisch) aus, die ich andernorts\n    ausf\u00fchrlicher zu begr\u00fcnden versucht habe.<sup><a href=\"#footnote_2_2\" id=\"to_footnote_2_2\">2<\/a><\/sup> Obwohl die Reihenfolge, in der N\u00f6ldeke die verschiedenen Suren einer\n    bestimmten Periode behandelt, h\u00e4ufig als chronologisches Nacheinander verstanden wird, ist zu\n    betonen, dass N\u00f6ldeke selbst ausdr\u00fccklich darauf verzichtet, chronologische\n    Binnendifferenzierungen innerhalb der einzelnen Perioden vorzunehmen: \u00bbDa\u00df sich unter den\n    mekkanischen S\u016bren zwar einzelne Gruppen [n\u00e4mlich die von ihm unterschiedenen fr\u00fch-, mittel- und\n    sp\u00e4tmekkanischen Texte, N.S.] ausscheiden lassen, nicht aber eine im einzelnen irgend genaue\n    chronologische Anordnung aufgestellt werden kann, ist mir immer klarer geworden, je genauer ich\n    im Lauf vieler Jahre den Qor\u0101n untersucht habe. Manches Indicium, das ich mir zu diesem Zwecke\n    gemerkt hatte, hat sich als unzuverl\u00e4ssig herausgestellt, und manche Behauptung, die ich fr\u00fcher\n    als ziemlich gewi\u00df ausgab, erwies sich bei wiederholter und sorgf\u00e4ltigerer Pr\u00fcfung als\n     unsicher.\u00ab<sup><a href=\"#footnote_2_3\" id=\"to_footnote_2_3\">3<\/a><\/sup><\/p><p>Trotz N\u00f6ldekes Skepsis soll im Rahmen des vorliegenden Kommentars versucht werden, auch zu\n    chronologischen Aussagen \u00fcber die Surenreihenfolge innerhalb der vier N\u00f6ldekeschen Textperioden\n    zu kommen. Wie andernorts ausf\u00fchrlicher dargelegt, hat sich dabei eine Untergliederung des\n    Materials in vier fr\u00fchmekkanische Subgruppen als sinnvoll erwiesen.<sup><a href=\"#footnote_2_4\" id=\"to_footnote_2_4\">4<\/a><\/sup>Als\n    grundlegender Parameter einer solchen Binnenchronologie bietet sich in erster Linie das auch f\u00fcr\n    N\u00f6ldeke zentrale Kriterium der durchschnittlichen Versl\u00e4nge an. Dem durchaus triftigen Einwand,\n    die Versl\u00e4nge der koranischen Verk\u00fcndigungen m\u00fcsse sich im Laufe der Zeit keineswegs\n    kontinuierlich und in eine einzige Richtung ver\u00e4ndert haben, l\u00e4sst sich durch die Heranziehung\n    flankierender und sich mit wachsender Versl\u00e4nge ebenfalls kontinuierlich ver\u00e4ndernder Parameter\n    begegnen. Je gr\u00f6\u00dfer dabei die Anzahl der kumulierten formalen, terminologischen und inhaltlichen\n    Kriterien ist, desto wahrscheinlich d\u00fcrfte es sein, dass die resultierende Surenfolge in der Tat\n    als chronologisches Nacheinander zu deuten ist. Ein zumindest weitgehend mit der Versl\u00e4nge\n    parallel laufender Parameter ist derjenige der Gesamtl\u00e4nge: Suren mit l\u00e4ngeren Versen tendieren\n    dazu, auch insgesamt umfangreicher zu sein. Dieser Sachverhalt ist jedoch kein rein\n    quantitativer. Denn zumindest f\u00fcr die mekkanischen Suren gilt: Je l\u00e4nger die Texte sind, desto\n    komplexer ist auch ihre literarische Struktur. W\u00e4hrend aus wenigen und kurzen Versen bestehende\n    Suren wie <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:000\" data-end=\"093:011\">93<\/a> oder <a data-type=\"koran\" data-start=\"105:000\" data-end=\"105:005\">105<\/a> allenfalls eine Unterteilung in kleinere\n    Versgruppen erlauben, lassen sich sp\u00e4tere mekkanische Texte wie die mittelmekkanische <a data-type=\"koran\" data-start=\"054:000\" data-end=\"054:055\">Sure 54<\/a> in l\u00e4ngere, thematisch und\n    formal voneinander abgesetzte <em>Ges\u00e4tze<\/em> gliedern, aus denen dann\n    \u00fcbergreifende Suren<em>teile<\/em> aufgebaut sind.<sup><a href=\"#footnote_2_5\" id=\"to_footnote_2_5\">5<\/a><\/sup>Letztere Suren weisen also\n    einen h\u00f6heren Grad an literarischer Komplexit\u00e4t auf, der sich naheliegenderweise als Resultat\n    eines \u00fcber weniger komplexe Vorstufen verlaufenden Entwicklungsprozesses erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Eine\n    deutliche Zunahme an literarischer Komplexit\u00e4t l\u00e4sst sich jedoch bereits <em>innerhalb<\/em> der Texte der fr\u00fchmekkanischen Periode beobachten: Vergleicht man eine kurze\n    Sure wie <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:000\" data-end=\"093:011\">Q 93<\/a> mit einem bereits\n    dreiteiligen Text wie <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:000\" data-end=\"051:060\">Q 51<\/a> d\u00fcrfte\n    unmittelbar deutlich werden, dass sich bereits innerhalb der von N\u00f6ldeke als fr\u00fchmekkanisch\n    zusammengefassten Suren gravierende Ver\u00e4nderungen der literarischen Form und Struktur\n    vollziehen.<\/p><p>Im Folgenden soll dem eigentlichen Kommentar ein kurzer \u00dcberblick \u00fcber die vier anhand\n    formaler Kriterien unterscheidbaren fr\u00fchmekkanischen Surengruppen vorangestellt werden. W\u00e4hrend\n    die Parameter Versl\u00e4nge und Gesamtl\u00e4nge leicht zu quantifizieren sind, wird die wachsende\n    strukturelle Komplexit\u00e4t der Texte in der mit \u00bbProportionen\u00ab \u00fcbertitelten Spalte durch eine\n    Bauformel repr\u00e4sentiert: Eine Zahlenfolge wie \u00bb5+3+3\u00ab (<a data-type=\"koran\" data-start=\"093:000\" data-end=\"093:011\">Sure 93<\/a>) bedeutet, dass der betreffende Text sich in drei Versgruppen\n    gliedern l\u00e4sst, von denen die erste f\u00fcnf Verse und die zweite und dritte jeweils drei Verse\n     umfasst;<sup><a href=\"#footnote_2_6\" id=\"to_footnote_2_6\">6<\/a><\/sup> sofern sich mehrere Ges\u00e4tze zu einem \u00fcbergreifenden\n    Hauptteil zusammenschlie\u00dfen, wird dies durch eckige Klammern markiert. Die mit \u00bbProportionen\u00ab\n    \u00fcberschriebene Spalte bietet also eine Aufreihung der einzelnen Versgruppen bzw. (bei den Suren\n    von Gruppe II und III) der einzelnen Ges\u00e4tze, aus denen sich die jeweilige Sure zusammensetzt;\n    jedes Ges\u00e4tz bzw. jede Versgruppe wird dabei durch die Anzahl der zugeh\u00f6rigen Einzelverse\n     repr\u00e4sentiert.<sup><a href=\"#footnote_2_7\" id=\"to_footnote_2_7\">7<\/a><\/sup>In der rechten Spalte schlie\u00dflich wird noch einmal die\n    Gesamtzahl der einzelnen Versgruppen einer Sure angegeben.<sup><a href=\"#footnote_2_8\" id=\"to_footnote_2_8\">8<\/a><\/sup><\/p><p>Die folgende Unterteilung der fr\u00fchmekkanischen Suren in vier aufeinanderfolgende Textgruppen\n    wird auch dadurch gest\u00fctzt, dass die vier Gruppen h\u00e4ufig <em>cluster<\/em> von\n    formal, terminologisch und inhaltlich zusammengeh\u00f6rigen Suren enthalten. In Gruppe I wird ein\n    solches <em>cluster<\/em> von <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:000\" data-end=\"099:008\">Q 99<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:000\" data-end=\"100:011\">100<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:000\" data-end=\"101:011\">101<\/a> gebildet, in Gruppe II von <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:000\" data-end=\"081:029\">Q 81<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:000\" data-end=\"082:019\">82<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:000\" data-end=\"084:025\">84<\/a> sowie\n    von <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:000\" data-end=\"091:015\">Q 91<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:000\" data-end=\"092:021\">92<\/a>, in Gruppe IIIa von <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:000\" data-end=\"077:050\">Q 77<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:000\" data-end=\"078:040\">78<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:000\" data-end=\"079:046\">79<\/a>.<sup><a href=\"#footnote_2_9\" id=\"to_footnote_2_9\">9<\/a><\/sup>Auch sonst zeichnen sich\n    zahlreiche terminologische und inhaltliche Gemeinsamkeiten der einzelnen Gruppen ab: F\u00fcr Gruppe\n    II etwa sind kosmische Schwurserien charakteristisch,<sup><a href=\"#footnote_2_10\" id=\"to_footnote_2_10\">10<\/a><\/sup>f\u00fcr\n    Gruppe IIIb die Beschreibung der koranischen Offenbarungen als \u00bbKunde\u00ab\n    (<em>\u1e25ad\u012b\u1e6f<\/em>) und der Rekurs auf die dem Verk\u00fcnder von Gott verliehene\n    \u00bbVollmacht\u00ab (<em>sul\u1e6d\u0101n<\/em>),<sup><a href=\"#footnote_2_11\" id=\"to_footnote_2_11\">11<\/a><\/sup>f\u00fcr IIIa und IIIb gemeinsam die Bezeichnung\n    des Weltendes durch Ableitungen von der Wurzel <em>w-q-\u02bf<\/em>.<sup><a href=\"#footnote_2_12\" id=\"to_footnote_2_12\">12<\/a><\/sup>Auch die Verteilung der vereinzelt ab Gruppe II auftretenden und sich dann in\n    den Gruppen IIIa und IIIb h\u00e4ufenden Kollektivbezeichnung \u00bbdie Ungl\u00e4ubigen\u00ab\n    (<em>al-k\u0101fir\u016bn<\/em> o.\u00c4.),<sup><a href=\"#footnote_2_13\" id=\"to_footnote_2_13\">13<\/a><\/sup>die nach einer kurzen Anspielung in Gruppe IIIa (<a data-type=\"koran\" data-start=\"078:033\" data-end=\"078:033\">78:33<\/a>) nur in IIIb zu findenden ausf\u00fchrlicheren\n    Schilderungen der Paradiesjungfrauen<sup><a href=\"#footnote_2_14\" id=\"to_footnote_2_14\">14<\/a><\/sup> sowie die\n    Tatsache, dass in fr\u00fchmekkanischer Zeit nur in den Gruppen IIIa und IIIb explizit zur Frage der\n    Existenz anderer G\u00f6tter als All\u0101h Stellung genommen wird und nur dort herausfordernde R\u00fcckfragen\n    nach dem Zeitpunkt des bereits in fr\u00fcheren Suren angek\u00fcndigten Weltendes referiert werden,<sup><a href=\"#footnote_2_15\" id=\"to_footnote_2_15\">15<\/a><\/sup> best\u00e4tigen die im Folgenden vorgelegte\n    Binnenchronologie: Die vier fr\u00fchmekkanischen Subgruppen zeichnen sich jeweils nicht nur durch\n    stilistisch-strukturelle Homogenit\u00e4t aus, sondern ergeben auch in terminologisch-inhaltlicher\n    Hinsicht konsistente und organisch aneinander anschlie\u00dfende Stadien eines sich entwickelnden \u2014\n    und, wie gerade die zuletzt genannten Punkte zeigen, sich in mancher Hinsicht radikalisierenden\n    und eskalierenden \u2014 religi\u00f6sen Diskurses.<\/p><p><h3 id=\"gruppe_i\">Gruppe I<\/h3><\/p><p><h4 id=\"allgemeine_charakterisierung\">Allgemeine Charakterisierung<\/h4><\/p><p>Suren der Gruppe I sind sehr kurz (Gesamtl\u00e4nge bis 10 Verse) und weisen entweder keine interne\n    Gliederung auf (sind also einges\u00e4tzig) oder setzen sich aus wenigen sehr kurzen Versgruppen (2\n    oder 3 Verse) zusammen; sie sind deshalb weitgehend monothematisch, d. h. enthalten keine\n    thematischen Z\u00e4suren oder \u00dcberg\u00e4nge (zumindest sofern man nicht zwischen Schwur und\n    Schwuraussage immer auch eine solche thematische \u00bbZ\u00e4sur\u00ab ansetzen will). Die durchschnittliche\n    Versl\u00e4nge betr\u00e4gt typischerweise zwischen 8 und 11 Silben. <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:000\" data-end=\"099:008\">Sure 99<\/a> f\u00e4llt mit einer durchschnittlichen Versl\u00e4nge von 12,6 Silben aus\n    dem Rahmen, doch geh\u00f6rt sie von ihrem Aufbau und ihrer L\u00e4nge (drei kurze Versgruppen, insgesamt\n    8 Verse) her zweifellos zu Gruppe I. Auch <a data-type=\"koran\" data-start=\"105:000\" data-end=\"105:005\">Q 105<\/a> (5 Verse) hat mit durchschnittlich 12 Silben pro Vers recht lange Einzelverse; doch\n    ist dieser Durschnittswert bei sehr kurzen Texten \u2014 zu denen etwa auch <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:000\" data-end=\"106:004\">Q 106<\/a> (durchschnittlich 11 Silben, 4 Verse) oder auch\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"103:000\" data-end=\"103:003\">Q 103<\/a> (durchschnittlich 5 Silben, 2\n    Verse) geh\u00f6ren \u2014 nicht besonders aussagekr\u00e4ftig. Denn auch in Suren mit insgesamt niedrigem\n    Silbendurchschnitt pro Vers kommen durchaus einzelne Verse mit 12, 13 oder sogar 14 Silben vor\n    (z.B. <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:006\" data-end=\"089:006\">89:6<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"089:008\" data-end=\"089:009\">8.9<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"089:013\" data-end=\"089:013\">13<\/a>; Durchschnittswert ist dabei 10,1), werden jedoch durch k\u00fcrzere Verse\n    aufgewogen; eine solche Balance kann sich jedoch bei sehr kurzen Suren naturgem\u00e4\u00df nicht\n    einstellen.<\/p><p><h4 id=\"tabellarische_&#xFC;bersicht\">Tabellarische \u00dcbersicht<\/h4><table><tr><td>Sure<\/td><td>durchschnittliche Versl\u00e4nge (in Silben pro Vers)<\/td><td>Gesamtl\u00e4nge<\/td><td>Proportionen<\/td><td>Anzahl der Versgruppen<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"093:000\" data-end=\"093:011\">93<\/a><\/td><td>10,4<\/td><td>11<\/td><td>2+3+3+3<\/td><td>4<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"094:000\" data-end=\"094:008\">94<\/a><\/td><td>8,1<\/td><td>8<\/td><td>4+2+2<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"095:000\" data-end=\"095:008\">95<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"095:006\" data-end=\"095:006\">V. 6<\/a>)<\/td><td>8,5<\/td><td>7<\/td><td>3+2+2<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"097:000\" data-end=\"097:005\">97<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:004\" data-end=\"097:004\">V. 4<\/a>)<\/td><td>10,8<\/td><td>4<\/td><td\/><td>1<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"099:000\" data-end=\"099:008\">99<\/a><\/td><td>12,6<\/td><td>8<\/td><td>3+2+3<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"100:000\" data-end=\"100:011\">100<\/a><\/td><td>10<\/td><td>11<\/td><td>5+3+3<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"101:000\" data-end=\"101:011\">101<\/a><\/td><td>8,5<\/td><td>11<\/td><td>3+2+4+2<\/td><td>4<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"102:000\" data-end=\"102:008\">102<\/a><\/td><td>9,5<\/td><td>8<\/td><td>2+3+3<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"103:000\" data-end=\"103:003\">103<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"103:003\" data-end=\"103:003\">V. 3<\/a>)<\/td><td>5<\/td><td>2<\/td><td\/><td>1<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"104:000\" data-end=\"104:009\">104<\/a><\/td><td>8,9<\/td><td>9<\/td><td>4+5<\/td><td>2<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"105:000\" data-end=\"105:005\">105<\/a><\/td><td>12<\/td><td>5<\/td><td\/><td>1<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"106:000\" data-end=\"106:004\">106<\/a><\/td><td>11<\/td><td>4<\/td><td\/><td>1<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"107:000\" data-end=\"107:007\">107<\/a><\/td><td>9,9<\/td><td>7<\/td><td>3+4<\/td><td>2<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"108:000\" data-end=\"108:003\">108<\/a><\/td><td>9<\/td><td>3<\/td><td\/><td>1<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"111:000\" data-end=\"111:005\">111<\/a><\/td><td>10,4<\/td><td>5<\/td><td\/><td>1<\/td><\/tr><\/table><\/p><p><h4 id=\"thematische_klassifikation_der_suren_aus_gruppe_i\">Thematische Klassifikation der Suren aus Gruppe I<\/h4><\/p><p>Innerhalb von Gruppe I zeichnen sich folgende thematische Unterabteilungen ab, die ihrerseits\n    wiederum einen durchaus plausiblen Entwicklungsverlauf ergeben<sup><a href=\"#footnote_2_16\" id=\"to_footnote_2_16\">16<\/a><\/sup>:<\/p><p><ul><li>\u2014 Mekkasuren (<a data-type=\"koran\" data-start=\"105:000\" data-end=\"105:005\">Q 105<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:000\" data-end=\"106:004\">106<\/a>): Gott tritt prim\u00e4r als Schirmherr\n      Mekkas auf, nicht als universaler Sch\u00f6pfer und Richter. W\u00e4hrend die Beziehung zwischen Gott\n      und Mensch in anderen fr\u00fchmekkanischen Suren massiv gest\u00f6rt scheint (vgl. die im n\u00e4chsten\n      Absatz aufgef\u00fchrten Gerichtsansagen), finden sich hier noch keine allgemeinen R\u00fcgen des\n      Menschen (<em>al-\u02beins\u0101n<\/em>). Ebenso \u00fcberraschend ist angesichts der\n      f\u00fcr sp\u00e4tere Suren charakteristischen Verunglimpfungen der mekkanischen Zeitgenossen Mu\u1e25ammads\n      als \u00bbUngl\u00e4ubige\u00ab der grunds\u00e4tzlich positive Bezug beider Texte auf das mekkanische\n      Gemeinwesen. Nicht auszuschlie\u00dfen ist, dass es sich bei <a data-type=\"koran\" data-start=\"105:000\" data-end=\"105:005\">Q 105<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:000\" data-end=\"106:004\">106<\/a>\n      um \u203aVerdichtungen\u2039 mekkanischer Lokaltraditionen handelt, die u.U. wesentlich \u00e4lter als die\n      \u00fcbrigen Korantexte sind.<\/li><li>\u2014 Gerichtsansagen (<a data-type=\"koran\" data-start=\"095:000\" data-end=\"095:008\">Q 95<\/a>,\n       <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:000\" data-end=\"102:008\">102<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"103:000\" data-end=\"103:003\">103<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:000\" data-end=\"104:009\">104<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"107:000\" data-end=\"107:007\">107<\/a>): Im\n      Gegensatz zu <a data-type=\"koran\" data-start=\"105:000\" data-end=\"105:005\">Q 105<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:000\" data-end=\"106:004\">106<\/a> konstatieren diese Texte eine\n      fundamentale St\u00f6rung und Krise im Gott-Mensch-Verh\u00e4ltnis. In formaler Hinsicht handelt es sich\n      um kurze Droh- und Scheltworte, Wehspr\u00fcche und\n      <em>\u02beins\u0101n<\/em>-Spr\u00fcche.<\/li><li>\u2014 K\u00fcrzere eschatologische Bilder (<a data-type=\"koran\" data-start=\"099:000\" data-end=\"099:008\">Q 99<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:000\" data-end=\"100:011\">100<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:000\" data-end=\"101:011\">101<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"111:000\" data-end=\"111:005\">111<\/a>): <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:000\" data-end=\"099:008\">Q 99<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:000\" data-end=\"100:011\">100<\/a> und\n       <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:000\" data-end=\"101:011\">101<\/a> malen bestimmte Elemente des\n      bereits in b) thematisierten J\u00fcngsten Gerichts und\/oder der anschlie\u00dfenden Bestrafung der\n      Verdammten weiter aus; mit <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:000\" data-end=\"101:011\">Q 101<\/a>\n      liegt dabei die fr\u00fcheste, noch sehr kurze koranische Antithese von Seligen und Verdammten vor.\n      Die einzelnen Versgruppen der drei genannten Suren haben bereits Ges\u00e4tzcharakter, auch wenn\n      sie zumeist sehr kurz sind und eine enge thematische und syntaktische Verflechtung aufweisen,\n      die in genuin mehrges\u00e4tzigen Suren h\u00e4ufig nicht vorhanden ist. Wahrscheinlich ist auch <a data-type=\"koran\" data-start=\"111:000\" data-end=\"111:005\">Sure 111<\/a> in dieser Gruppe einzuordnen,\n      da auch sie vor allem eine bildhafte Schilderung der ewigen Verdammnis darstellt; in ihrer\n      Darstellung des H\u00f6llenfeuers ber\u00fchrt sie sich zudem mit dem Ende von <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:000\" data-end=\"101:011\">Q 101<\/a>.<\/li><li>\u2014 Trostsuren (<a data-type=\"koran\" data-start=\"093:000\" data-end=\"093:011\">Q 93<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"094:000\" data-end=\"094:008\">94<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"108:000\" data-end=\"108:003\">108<\/a>): Alle drei Suren richten sich in der 2. Person\n      Singular an den Verk\u00fcnder und sind strukturell aus den beiden Momenten (i) Vergegenw\u00e4rtigung\n      erwiesener Wohltaten (z.T. erg\u00e4nzt um Verhei\u00dfungen und Zuspr\u00fcche) und (ii) ethisch-religi\u00f6se\n      Folgerungen daraus aufgebaut; sie lassen sich insofern als biographische Adaptionen des\n      Aufrisses von <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:000\" data-end=\"106:004\">Q 106<\/a> beschreiben. Die\n      Tatsache, dass der Verk\u00fcnder einer individuellen Zusprache Gottes gew\u00fcrdigt wird,\n      unterstreicht seine herausgehobene Stellung und seine N\u00e4he zu Gott.<\/li><li>\u2014 <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:000\" data-end=\"097:005\">Q 97<\/a>: Es handelt sich\n      um die fr\u00fcheste, hier noch nicht in einen \u00fcbergreifenden literarischen Zusammenhang\n      integrierte koranische Offenbarungsbest\u00e4tigung (zur Datierung s. im Einzelnen den <a data-type=\"kommentar\" data-start=\"097:000\" data-end=\"097:005\">Kommentar zu Q 97<\/a>).<\/li><\/ul><\/p><p><h3 id=\"gruppe_ii\">Gruppe II<\/h3><\/p><p><h4 id=\"allgemeine_charakterisierung\">Allgemeine Charakterisierung<\/h4><\/p><p>Die meisten Suren der Gruppe II bestehen aus drei oder vier Ges\u00e4tzen, d.h. 4 bis 10 Verse\n    umfassenden Abschnitten, die sich z.T. wiederum in distinkte Versgruppen gliedern (<a data-type=\"koran\" data-start=\"081:000\" data-end=\"081:029\">Q 81<\/a> ist mit sieben Ges\u00e4tzen, von denen\n    drei aus lediglich drei Versen bestehen, eine Ausnahme). Zwischen einzelnen Ges\u00e4tzen sind dabei\n    schon deutliche Attraktionsbeziehungen erkennbar, welche die Surenhauptteile sp\u00e4terer Texte\n    pr\u00e4figurieren. In der Versl\u00e4nge entsprechen diese Suren denen der ersten Gruppe (ca. 8 bis 11\n    Silben). Die Gesamtl\u00e4nge dieser Texte liegt typischerweise zwischen 15 und 25 Versen. <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:000\" data-end=\"073:020\">Q 73<\/a> f\u00e4llt mit einer durchschnittlichen\n    Versl\u00e4nge von 17,4 Silben stark aus dem Rahmen, steht jedoch in L\u00e4nge und Aufbau den \u00fcbrigen\n    Texten der zweiten Gruppe nahe.<\/p><p>Inhaltlich f\u00e4llt auf, dass in Gruppe II erstmals umfangreiche Antithesen (<a data-type=\"koran\" data-start=\"082:000\" data-end=\"082:019\">Q 82<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:000\" data-end=\"084:025\">84<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:000\" data-end=\"088:026\">88<\/a>) sowie\n    die ersten Straflegenden (<a data-type=\"koran\" data-start=\"085:000\" data-end=\"085:022\">Q 85<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:000\" data-end=\"089:030\">89<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:000\" data-end=\"091:015\">91<\/a>) auftreten; in beiderlei Hinsicht gilt, dass sich hierin f\u00fcr die\n    weitere Korangenese folgenschwere literarische Weichenstellungen vollziehen.<\/p><p><h4 id=\"tabellarische_&#xFC;bersicht\">Tabellarische \u00dcbersicht<\/h4><table><tr><td>Sure<\/td><td>durchschnittliche Versl\u00e4nge (in Silben pro Vers)<\/td><td>Gesamtl\u00e4nge<\/td><td>Proportionen<\/td><td>Anzahl der Versgruppen<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"081:000\" data-end=\"081:029\">81<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:029\" data-end=\"081:029\">V. 29<\/a>)<\/td><td>9<\/td><td>28<\/td><td>[6+3+5]+[4+3+3+4]<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"081:082\" data-end=\"081:082\">82<\/a><\/td><td>10,7<\/td><td>19<\/td><td>5+3+4+4+3<\/td><td>5<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"084:000\" data-end=\"084:025\">84<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:025\" data-end=\"084:025\">V. 25<\/a>)<\/td><td>11,9<\/td><td>24<\/td><td>[6+9]+[4+5]<\/td><td>4<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"085:000\" data-end=\"085:022\">85<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:007\" data-end=\"085:011\">V. 7\u201311<\/a>)<\/td><td>7,8<\/td><td>17<\/td><td>3+4+4+6<\/td><td>4<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"086:000\" data-end=\"086:017\">86<\/a> (ohne Verstrenner zwischen <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:015\" data-end=\"086:016\">V. 15.16<\/a>)<\/td><td>8,7<\/td><td>16<\/td><td>4+6+6<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"087:000\" data-end=\"087:019\">87<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:007\" data-end=\"087:007\">V. 7<\/a>)<\/td><td>10<\/td><td>19<\/td><td>7+7+4<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"088:000\" data-end=\"088:026\">88<\/a><\/td><td>9,5<\/td><td>26<\/td><td>[7+9]+4+6<\/td><td>4<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"089:000\" data-end=\"089:030\">89<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:015\" data-end=\"089:016\">V. 15.16<\/a> sowie <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:023\" data-end=\"089:024\">23.24<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"089:027\" data-end=\"089:030\">27\u201330<\/a>)<\/td><td>10,1<\/td><td>22<\/td><td>5+9+[4+4]<\/td><td>4<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"090:000\" data-end=\"090:020\">90<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:017\" data-end=\"090:020\">V. 17\u201320<\/a>)<\/td><td>9<\/td><td>16<\/td><td>4+6+6<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"091:000\" data-end=\"091:015\">91<\/a> (mit Verstrenner in <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:014\" data-end=\"091:014\">V. 14<\/a>)<\/td><td>9,9<\/td><td>16<\/td><td>[4+6]+[3+3]<\/td><td>2<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"092:000\" data-end=\"092:021\">92<\/a><\/td><td>9,8<\/td><td>21<\/td><td>4+[3+4+2]+[3+5]<\/td><td>6<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"096:000\" data-end=\"096:019\">96<\/a><\/td><td>9,4<\/td><td>19<\/td><td>5+3+[6+5]<\/td><td>4<\/td><\/tr><\/table><\/p><p><h3 id=\"gruppe_iiia_und_iiib\">Gruppe IIIa und IIIb<\/h3><\/p><p><em>Allgemeine Charakterisierung<\/em><\/p><p>Suren der Gruppe III enthalten mehr Ges\u00e4tze (typischerweise zwischen 5 und 8), die ihrerseits\n    h\u00e4ufig auch mehr Verse enthalten; diese Suren sind deshalb insgesamt umfangreicher als die Texte\n    aus Gruppe II (in der Regel \u00fcber 40 Verse). Zugleich weisen sie auch deutlich l\u00e4ngere\n    Einzelverse auf (durchschnittlich zwischen 11 und 16 Silben).<\/p><p>Suren wie <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:000\" data-end=\"074:056\">Q 74<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:000\" data-end=\"077:050\">77<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:000\" data-end=\"078:040\">78<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:000\" data-end=\"080:042\">80<\/a>\n    stehen eigentlich zwischen der zweiten und dritten Gruppe: Von der Versl\u00e4nge her (zwischen 8,7\n    und 10,5 Silben) geh\u00f6ren sie noch zu Gruppe II, sind dabei jedoch bereits merklich l\u00e4nger.\n    Zusammen mit einigen weiteren Texten bilden sie eine relativ konsistente Subklasse:\n    Durchschnittliche Versl\u00e4nge zwischen 8,7 und 11,2 Silben, Surenl\u00e4nge zwischen 36 und 54 Versen,\n    die sich in 7 bis 11 Ges\u00e4tze gliedern. M\u00f6glicherweise markieren die genannten Suren den \u00dcbergang\n    von der zweiten zur dritten Gruppe; sie sind deshalb in der folgenden Tabelle als Gruppe IIIa\n    den \u00fcbrigen Suren der dritten Gruppe (IIIb) vorangestellt.<\/p><p><h4 id=\"tabellarische_&#xFC;bersicht_zu_gruppe_iiia\">Tabellarische \u00dcbersicht zu Gruppe IIIa<\/h4><table><tr><td>Sure<\/td><td>durchschnittliche Versl\u00e4nge (in Silben pro Vers)<\/td><td>Gesamtl\u00e4nge<\/td><td>Proportionen<\/td><td>Anzahl der Versgruppen<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"053:000\" data-end=\"053:062\">53<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:023\" data-end=\"053:023\">V. 23<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:026\" data-end=\"053:032\">26\u201332<\/a>)<\/td><td>10,4<\/td><td>54<\/td><td>[12+6+6]+[5+5+7+7]+6<\/td><td>8<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"074:000\" data-end=\"074:056\">74<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:031\" data-end=\"074:031\">V. 31<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:056\" data-end=\"074:056\">56<\/a>)<\/td><td>8,7<\/td><td>54<\/td><td>[7+3]+[7+9+4+6+11]+7<\/td><td>8<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"075:000\" data-end=\"075:040\">75<\/a><\/td><td>11,2<\/td><td>40<\/td><td>6+[9+4+6]+[5+5+59]<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"077:000\" data-end=\"077:050\">77<\/a> (mit Verstrenner in <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:027\" data-end=\"077:027\">V. 27<\/a>; Sure enth\u00e4lt einen\n       Refrain)<\/td><td>10,5<\/td><td>51<\/td><td>[7+8]+[4+5+5]+[6+6+5+5]<\/td><td>9<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"078:000\" data-end=\"078:040\">78<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:037\" data-end=\"078:040\">V. 37\u201340<\/a>)<\/td><td>10,2<\/td><td>36<\/td><td>5+11+[4+6+4+6]<\/td><td>6<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"079:000\" data-end=\"079:046\">79<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:033\" data-end=\"079:033\">V. 33<\/a>, mit Verstrenner in <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:040\" data-end=\"079:040\">V. 40<\/a>)<\/td><td>10,9<\/td><td>45<\/td><td>[5+9]+[6+6+6]+[8+5]<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"080:000\" data-end=\"080:042\">80<\/a><\/td><td>8,9<\/td><td>42<\/td><td>[4+6+6]+[7+9]+[5+5]<\/td><td>7<\/td><\/tr><\/table><\/p><p><h4 id=\"tabellarische_&#xFC;bersicht_zu_gruppe_iiib\">Tabellarische \u00dcbersicht zu Gruppe IIIb<\/h4><table><tr><td>Sure<\/td><td>durchschnittliche Versl\u00e4nge (in Silben pro Vers)<\/td><td>Gesamtl\u00e4nge<\/td><td>Proportionen<\/td><td>Anzahl der Versgruppen<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"051:000\" data-end=\"051:060\">51<\/a><\/td><td>15,8<\/td><td>60<\/td><td>[6+3+5+5+4]+[7+7+3+2+4]+[9+5]<\/td><td>12<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"052:000\" data-end=\"052:049\">52<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:021\" data-end=\"052:021\">V. 21<\/a>)<\/td><td>15,8<\/td><td>48<\/td><td>8+[4+4+11]+[15+4+2]<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"055:000\" data-end=\"055:078\">55<\/a> (enth\u00e4lt einen Refrain)<\/td><td>13,9<\/td><td>78<\/td><td>[6+7]+[17+6]+[9+16+17]<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"056:000\" data-end=\"056:096\">56<\/a> (<a data-type=\"koran\" data-start=\"056:008\" data-end=\"056:009\">V. 8.9<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"056:027\" data-end=\"056:027\">27<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"056:041\" data-end=\"056:041\">41<\/a>\n       jeweils geteilt)<\/td><td>11,1<\/td><td>100<\/td><td>[7+7+14+15+17]+[6+5+3+4]+[6+7+7+2]<\/td><td>13<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"068:000\" data-end=\"068:052\">68<\/a><\/td><td>15,4<\/td><td>52<\/td><td>[7+9]+[9+9]+[9+4+5]<\/td><td>7<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"069:000\" data-end=\"069:052\">69<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:007\" data-end=\"069:007\">V. 7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:017\" data-end=\"069:017\">V. 17<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"069:019\" data-end=\"069:019\">19<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"069:025\" data-end=\"069:025\">25<\/a> jeweils geteilt)<\/td><td>12,6<\/td><td>54<\/td><td>[3+6+4]+[7+7+6+8]+[6+3]<\/td><td>9<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"070:000\" data-end=\"070:044\">70<\/a> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:004\" data-end=\"070:004\">V. 4<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:022\" data-end=\"070:035\">V. 22\u201335<\/a>)<\/td><td>13,3<\/td><td>29<\/td><td>6+[7+7]+[3+6]<\/td><td>5<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"073:000\" data-end=\"073:020\">73<\/a><sup><a href=\"#footnote_2_17\" id=\"to_footnote_2_17\">17<\/a><\/sup> (ohne <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:020\" data-end=\"073:020\">V. 20<\/a>)<\/td><td>17,5<\/td><td>18<\/td><td>10+[4+5]<\/td><td>3<\/td><\/tr><tr><td><a data-type=\"koran\" data-start=\"083:000\" data-end=\"083:036\">83<\/a><\/td><td>12,6<\/td><td>36<\/td><td>6+[3+8+4+7]+8<\/td><td>6<\/td><\/tr><\/table><\/p><p><h3 id=\"anhang_korrelation_von_gesamtl&#xE4;nge_und_versl&#xE4;nge_bei_den_fr&#xFC;hmekkanischen_suren\">Anhang: Korrelation von Gesamtl\u00e4nge und Versl\u00e4nge bei den fr\u00fchmekkanischen\n     Suren<\/h3><\/p><p>Die Tatsache, dass sich die fr\u00fchmekkanischen Texte in vier relativ distinkte Subgruppen\n    einteilen lassen, l\u00e4\u00dft sich besonders gut in Form einer graphischen Darstellung\n    veranschaulichen, welche die Gesamtl\u00e4nge der jeweiligen Sure auf der x-Achse und die\n    durchschnittliche Versl\u00e4nge auf der y-Achse abbildet. Das folgende Diagramm wurde von Nora K.\n    Schmid erstellt.<\/p><p>Graphikverkn\u00fcpfung einf\u00fcgen, ggf. das Schaubild zuvor konvertieren!<\/p><h3 id=\"footnotes_2\">Fussnoten<\/h3><ul class=\"footnotes\"><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_1\" id=\"footnote_2_1\">1<\/a><\/sup>\u00a0Wie die Einleitung in den Kommentar insgesamt wurde auch dieser Text bereits\n     2009 fertiggestellt und seitdem nur noch geringf\u00fcgig modifiziert.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_2\" id=\"footnote_2_2\">2<\/a><\/sup>\u00a0<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X2D52XFD\">Nicolai Sinai, Fortschreibung und Auslegung, Wiesbaden 2009,\n      59\u201373<\/a><\/span>; siehe demn\u00e4chst auch <span class=\"bibl\">ders., Die heilige Schrift des Islam, Freiburg 2012\n      (im Erscheinen)<\/span>; in j\u00fcngeren Ver\u00f6ffentlichungen erhobene Einw\u00e4nde plane ich in einem\n     eigenen Aufsatz zu diskutieren, der voraussichtlich 2014 im Oxford Handbook of Qur\u2019anic Studies\n     erscheinen wird.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_3\" id=\"footnote_2_3\">3<\/a><\/sup>\u00a0<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/RF8JH6HZ\"><em>GdQ<sup>I<\/sup><\/em>,\n     74<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_4\" id=\"footnote_2_4\">4<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. mit\n     leichten Abweichungen (insb. bei der Datierung von <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:000\" data-end=\"073:020\">Q 73<\/a>) <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/PHS7AJKH\">Nicolai Sinai, \u00bbThe Qur\u2019an as\n      Process\u00ab, in: The Qur\u02be\u0101n in Context: Literary and Historical Investigations into the Qur\u02be\u0101nic\n      Milieu, hg. v. A. Neuwirth, N. Sinai, M. Marx, Leiden 2010, 417\u2013425<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_5\" id=\"footnote_2_5\">5<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. die\n     grunds\u00e4tzliche Kl\u00e4rung der Begriffe Versgruppe, Ges\u00e4tz und Hauptteil in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 175\u2013178<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_6\" id=\"footnote_2_6\">6<\/a><\/sup>\u00a0Die Kriterien f\u00fcr die Abgrenzung von Versgruppen bzw. Ges\u00e4tzen werden\n     summarisch in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 176<\/a><\/span> benannt; sofern die\n     Ges\u00e4tzgliederung im Einzelfall irgendwie fraglich ist, wird sie auch im jeweiligen\n     Surenkommentar thematisiert.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_7\" id=\"footnote_2_7\">7<\/a><\/sup>\u00a0Solche Bauformeln werden nur angegeben, sofern eine\n     Unterteilung des betreffenden Textes \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, was bei manchen Suren der ersten\n     Gruppe nicht der Fall ist.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_8\" id=\"footnote_2_8\">8<\/a><\/sup>\u00a0Weitere Hinweise zu\n     den folgenden Tabellen: Sp\u00e4tere Einsch\u00fcbe, deren Identifikation gesichert scheint (vgl. den\n     Kommentar), sind nicht ber\u00fccksichtigt; die Versl\u00e4nge wird als durchschnittliche Silbenzahl pro\n     Vers angegeben und wurde jeweils von Nora K. Schmid berechnet, vgl. ihren Aufsatz <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/QPQURR62\">\u00bbQuantitative Text Analysis and Its Application ot the Qur\u02bean: Some\n      Preliminary Considerations\u00ab, in: The Qur\u02be\u0101n in Context<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_9\" id=\"footnote_2_9\">9<\/a><\/sup>\u00a0Auf die zwischen den genannten Texten vorliegenden formalen und strukturellen\n     Gemeinsamkeiten weisen im Einzelnen die Surenkommentare hin.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_10\" id=\"footnote_2_10\">10<\/a><\/sup>\u00a0S. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"093:001\" data-end=\"093:002\">Anmerkung zu 93:1.2<\/a>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_11\" id=\"footnote_2_11\">11<\/a><\/sup>\u00a0Zu\n     <em>\u1e25ad\u012b\u1e6f<\/em> s. die Anmerkung zu 77:50 mit weiteren Stellen; zu\n     <em>sul\u1e6d\u0101n<\/em> s. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"052:038\" data-end=\"052:038\">Anmerkung zu 52:38<\/a>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_12\" id=\"footnote_2_12\">12<\/a><\/sup>\u00a0S. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"077:007\" data-end=\"077:007\">Anmerkung zu\n      77:7<\/a>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_13\" id=\"footnote_2_13\">13<\/a><\/sup>\u00a0S. ausf\u00fchrlicher die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"084:022\" data-end=\"084:022\">Anmerkung zu 84:22<\/a>; vgl. a. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"073:011\" data-end=\"073:011\">Anmerkung zu 73:11<\/a> \u00fcber den\n     Gebrauch von <em>al-muka\u1e0f\u1e0fib\u016bn<\/em>, \u00bbdie Leugner\u00ab. Zum sukzessiven\n     Auftreten dieser und anderer Kollektivbezeichnungen\n     (<em>\u02bealla\u1e0f\u012bna \u02be\u0101man\u016b<\/em>, <em>al-muttaq\u016bn<\/em>)\n     s. die ausf\u00fchrliche <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"069:033\" data-end=\"069:033\">Anmerkung zu\n      69:33<\/a>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_14\" id=\"footnote_2_14\">14<\/a><\/sup>\u00a0Zu den Paradiesjungfrauen s. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"078:033\" data-end=\"078:033\">Anmerkungen zu 78:33<\/a> und <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"056:022\" data-end=\"056:022\">zu 56:22<\/a>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_15\" id=\"footnote_2_15\">15<\/a><\/sup>\u00a0Zur alleinigen Existenz All\u0101hs s. <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:019\" data-end=\"053:025\">53:19 ff.<\/a> (IIIa) sowie <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:009\" data-end=\"073:009\">73:9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:039\" data-end=\"052:039\">52:39<\/a>\n     und <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:051\" data-end=\"051:051\">51:51<\/a> (IIIb), zu gegnerischen\n     Fragen nach dem Zeitpunkt des Weltendes s. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"079:042\" data-end=\"079:042\">Anmerkung zu 79:42<\/a>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_16\" id=\"footnote_2_16\">16<\/a><\/sup>\u00a0Vgl. im\n     Einzelnen <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/PHS7AJKH\">Sinai, \u00bbThe Qur\u02bean as Process\u00ab,\n    425\u2013429<\/a><\/span>.<\/li><li><sup><a href=\"#to_footnote_2_17\" id=\"footnote_2_17\">17<\/a><\/sup>\u00a0S. o. Anm. 3.<\/li><\/ul>"},{"title":"Register der in den fr\u00fchmekkanischen Suren erscheinenden Textsorten","id":"register_der_in_den_fr\u00fchmekkanischen_suren_erscheinenden_textsorten","content":"<p><h3 id=\"vorbemerkungen_3\">Vorbemerkungen<\/h3><\/p><p>Die Erkenntnis, dass auch literarische Texte \u2014 zumal solche, die in oral gepr\u00e4gten Kulturen\n    wie denen der Alten Welt entstanden sind \u2014 auf konventionalisierten Sprachformen beruhen und\n    dass die m\u00f6glichst pr\u00e4zise Erfassung dieser Formen eine wesentliche Voraussetzung sachgem\u00e4\u00dfer\n    Interpretation darstellt, verdankt sich im Wesentlichen den Arbeiten des Alttestamentlers\n    Hermann Gunkel (1862\u20131932). W\u00e4hrend sich das Interesse an form- und gattungsgeschichtlichen\n    Fragestellungen in der Biblistik allerdings zu einem eigenst\u00e4ndigen Teilbereich\n    historisch-kritischer Forschung ausgewachsen hat, liegt dem vorliegenden Register ein wesentlich\n    bescheidenerer Anspruch zugrunde: Es soll als Basis und Kontrollinstanz f\u00fcr die in den\n    Surenkommentaren verwendete Klassifikation koranischer Texttypen dienen und die dort verwendete\n    Terminologie soweit pr\u00e4zisieren, dass sich ihre Anwendung nicht an subjektiven Intuitionen des\n    Kommentierenden, sondern an allgemein nachvollziehbaren Kritierien orientiert. Zu\n    ber\u00fccksichtigen ist \u00fcberdies, dass die im Folgenden entwickelten Kategorien keine eigenst\u00e4ndigen\n    und fest in einem bestimmten \u00bbSitz im Leben\u00ab verankerten <em>Gattungen<\/em> im\n    Sinne Gunkels darstellen, sondern lediglich in unterschiedlichen Koransuren rekurrierende <em>Texttypen<\/em>, die in der Regel nur aus einzelnen Versen oder Versgruppen\n    bestehen. Das Register inventarisiert insofern das Repertoire literarischer Formen, derer sich\n    die einzelnen Korantexte bedienen. Da dieses Formenrepertoire jedoch von den individuellen Suren\n    nicht nur gebraucht, sondern auch variiert und weiterentwickelt wird und im Verlaufe der\n    koranischen Textgenese folglich entscheidende Ver\u00e4nderungen durchmacht, empfiehlt es sich,\n    jeweils ein eigenes Register zu den einzelnen koranischen Textperioden anzulegen.<\/p><p>Die spezifische Problematik einer formkritischen Klassifikation literarischer Texte l\u00e4sst sich\n    erhellend mit der von Ludwig Wittgenstein gepr\u00e4gten Metapher der \u00bbFamilien\u00e4hnlichkeiten\u00ab\n    beschreiben: Im Kontext der Frage danach, was unterschiedlichen Spielen gemeinsam ist, gelangt\n    Wittgenstein zu der Einsicht, dass es nicht ein einziges identisches Merkmal (bzw. eine\n    identische Menge von Merkmalen) gibt, das allen Spielen zukommt, sondern dass \u00fcberlappende\n    Teilgruppen von Spielen jeweils bestimmte Eigenschaften gemeinsam haben, von denen jedoch keine\n    einzige als unabdingbare Voraussetzung daf\u00fcr angesehen werden kann, dass eine T\u00e4tigkeit ein\n    \u00bbSpiel\u00ab darstellt. Der Gehalt des Begriffs \u00bbSpiel\u00ab beruht insofern auf einem \u00bbNetz von\n    \u00c4hnlichkeiten, die einander \u00fcbergreifen und kreuzen\u00ab und die Wittgenstein mit den \u00c4hnlichkeiten\n    vergleicht, \u00bbdie zwischen den Gliedern einer Familie bestehen: Wuchs, Gesichtsz\u00fcge, Augenfarbe,\n    Gang Temperament, etc. etc.\u00ab (Philosophische Untersuchungen, \u00a7\u00a7 66 f.) Genauso gilt f\u00fcr manche\n    Klassen der hier entwickelten Typologie literarischer Formen, dass nicht alle der ihnen jeweils\n    zugeordneten Textstellen jedes einzelne der zur Bestimmung der jeweiligen Klasse verwendeten\n    Kriterien erf\u00fcllen. Besonders deutlich werden die Grenzen einer taxonomischen Herangehensweise\n    etwa bei den Kategorien \u00bbWarnspr\u00fcche\u00ab (vgl. als Beispiel <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:017\" data-end=\"078:017\">78:17<\/a>: <em>\u02beinna yauma l-fa\u1e63li k\u0101na m\u012bq\u0101t\u0101<\/em>,\n    \u00bbDer Tag der Trennung ist ein festgesetzter Termin\u00ab) und \u00bbtheologische Pr\u00e4dikationen\u00ab (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a>:\n    <em>\u02beinna rabbaka la-bi-l-mir\u1e63\u0101d<\/em>, \u00bbDein Herr liegt auf der Lauer\u00ab).\n    Denn ein Gutteil der weiter unten als theologische Pr\u00e4dikationen beschriebenen Stellen \u2014\n    darunter der gerade zitierte <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">Vers\n     89:14<\/a> \u2014 sind durch <em>\u02beinna<\/em> eingeleitete warnende Nominals\u00e4tze\n    und k\u00f6nnten insofern mit Fug und Recht zu den Warnspr\u00fcchen gez\u00e4hlt werden. Daneben gibt es\n    jedoch auch als Nominals\u00e4tze formulierte Feststellungen \u00fcber Gott, die keinen warnenden\n    Charakter haben (<a data-type=\"koran\" data-start=\"053:032\" data-end=\"053:032\">53:32<\/a>:\n    <em>\u02beinna rabbaka w\u0101si\u02bfu l-ma\u0121firati<\/em>, \u00bbdein Herr ist weit in seiner\n    Barmherzigkeit\u00ab), gleichwohl aber eine offensichtliche sachliche und formale N\u00e4he zu Stellen wie\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a> aufweisen. Setzt man nun <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:017\" data-end=\"078:017\">78:17<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a> in eine Klasse und <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:032\" data-end=\"053:032\">53:32<\/a> in eine andere, so verunklart die\n    Klassifikation die zwischen <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a> und\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:032\" data-end=\"053:032\">53:32<\/a> bestehende \u00c4hnlichkeit; setzt\n    man jedoch <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:032\" data-end=\"053:032\">53:32<\/a> in eine Klasse und <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:017\" data-end=\"078:017\">78:17<\/a> in eine andere, wie dies weiter unten\n    geschieht, so setzt sich die Klassifikation \u00fcber die zwischen <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:017\" data-end=\"078:017\">78:17<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a> vorliegende Gemeinsamkeit hinweg. Da eine formale Taxonomie\n    literarischer Texte immer ein <em>post-hoc-<\/em>Konstrukt ist, l\u00e4uft\n    prinzipiell jeder Klassifikationsversuch Gefahr, zugunsten einer s\u00e4uberlichen Abgrenzung der\n    einzelnen Kategorien reale Kontinuit\u00e4ten und Gemeinsamkeiten zwischen einzelnen Textstellen zu\n    ignorieren. Sofern es jedoch \u2014 wie beim Koran \u2014 offensichtlich ist, dass das betreffende Korpus\n    feststehende Formen und Muster gebraucht, d\u00fcrfte eine Taxonomie wie die folgende im Zweifelsfall\n    gleichwohl mehr nutzen als schaden, selbst wenn die Grenzen zwischen den einzelnen Textgruppen\n    in Einzelf\u00e4llen durchaus auch anders h\u00e4tten gezogen werden k\u00f6nnten.<\/p><p>Eine weitere Beschr\u00e4nkung der im Folgenden entwickelten Klassifikation \u2014 die bei nicht am\n    Rei\u00dfbrett konstruierten Texten ebenfalls unvermeidlich sein d\u00fcrfte \u2014 besteht darin, dass viele\n    der zur Bestimmung der einzelnen Formen verwendeten Kriterien nicht auf derselben konzeptuellen\n    Ebene stehen und sich insofern nicht auschlie\u00dfen. So beruht die Beschreibung eines Abschnitts\n    als \u00bbAntithese\u00ab auf seiner \u00fcbergreifenden kompositionellen Gestaltung (der makrostrukturellen\n    Entgegensetzung von Passagen \u00fcber Selige und solchen \u00fcber Verdammte), w\u00e4hrend andere Kategorien\n    (z.B. die des <em>\u02beins\u0101n<\/em>-Spruchs oder Wehspruchs) durch\n    terminologische Merkmale auf der Satzebene definiert sind. Aus diesem Grund ergibt sich eine\n    relativ gro\u00dfe Anzahl von Stellen, die mehr als einer Form zugeordnet werden mussten. Antithesen\n    etwa enthalten als Gliedformen h\u00e4ufig Lehrfragen, Wehspr\u00fcche, Tugend- und Lasterkataloge etc.,\n    und die meisten R\u00fcckblenden sind zugleich auch Tugend- oder Lasterkataloge. In derartigen F\u00e4llen\n    wurden die betreffenden Stellen mehrfach in das Register aufgenommen, wobei Genaueres jeweils\n    dem betreffenden Surenkommentar zu entnehmen ist.<\/p><p>Eine systematische Durchsicht der mekkanischen Texte unter formkritischem Gesichtspunkt ist\n    erstmals in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Angelika Neuwirths Studien zur Komposition der\n     mekkanischen Suren<\/a><\/span> unternommen worden, deren Analyse Neal Robinson dann in seiner\n    Einleitung in den Koran <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Discovering the Qur\u2019an: A Contemporary\n     Approach to a Veiled Text (London, 2003)<\/a><\/span> adaptiert hat. Die hier und im Kommentar\n    verwendete formkritische Terminologie st\u00fctzt sich in wesentlichen Teilen auf Neuwirth, wobei\n    jedoch im Zuge der Kommentierung der fr\u00fchmekkanischen Suren die Einf\u00fchrung einer Reihe\n    zus\u00e4tzlicher Begrifflichkeiten (wie \u00bbScheltwort\u00ab, \u00bbDrohwort\u00ab, \u00bbtheologische Pr\u00e4dikation\u00ab,\n    \u00bbWerkaffirmation\u00ab) und auch eine teilweise Modifikation bereits von ihr gepr\u00e4gter Termini\n    geboten schien. Um dem Leser einen bequemen Vergleich der drei Taxonomien zu erm\u00f6glichen, wird\n    im Zusammenhang mit den einzelnen Texttypen jeweils auf die entsprechenden Stellen bei Neuwirth\n    und Robinson verwiesen. Dabei beschr\u00e4nken sich die Literaturhinweise auf deren allgemeine\n    formkritische \u00dcbersichten; die von beiden im Anschlu\u00df daran vorgelegten Analysen von Einzelsuren\n     (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 204\u2013235<\/a><\/span>; <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 126\u2013146<\/a><\/span>) werden nicht eigens angef\u00fchrt, da sie sich die\n    relevanten Passagen ohne weiteres lokalisieren lassen.<\/p><p><h3 id=\"alphabetischer_&#xFC;berblick_&#xFC;ber_die_fr&#xFC;hmekkanischen_textsorten\">Alphabetischer \u00dcberblick \u00fcber die fr\u00fchmekkanischen Textsorten<\/h3><\/p><p>abmildernde Zus\u00e4tze: \u2192Zus\u00e4tze.<\/p><p>akkumulative Schwurserien: \u2192Schw\u00fcre.<\/p><p>Anreden der Verdammten, der Seligen und der H\u00f6llenw\u00e4chter: Anreden der\n    Verdammten oder Seligen durch Gott sind ein weder von Neuwirth noch von Robinson gesondert\n    behandeltes, jedoch au\u00dferordentlich charakteristisches Element fr\u00fchmekkanischer Jenseitsbilder,\n    das zum szenischen Charakter vieler koranischer Jenseitsschilderungen beitr\u00e4gt. Sie werden\n    deshalb hier als eigenst\u00e4ndige Kategorie neben den \u2192Paradies- und \u2192H\u00f6llenbeschreibungen erfasst.\n    Oft stehen solche Anreden als Nachsatz \u2192eschatologischer Temporals\u00e4tze. An einer Stelle begegnet\n    auch eine g\u00f6ttliche Anrede der f\u00fcr die Bestrafung der Verdammten zust\u00e4ndigen H\u00f6llenw\u00e4chter.\n    Stellen: a) Anrede der Verdammten: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:014\" data-end=\"051:014\">51:14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:014\" data-end=\"052:016\">52:14\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"054:048\" data-end=\"054:048\">54:48<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:043\" data-end=\"055:043\">55:43<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:042\" data-end=\"074:042\">74:42<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:029\" data-end=\"077:031\">77:29\u201331<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:038\" data-end=\"077:039\">77:38.39<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:030\" data-end=\"078:030\">78:30<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:017\" data-end=\"083:017\">83:17<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:027\" data-end=\"089:030\">89:27\u201330<\/a>; b) Anrede der Seligen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:024\" data-end=\"069:024\">69:24<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:043\" data-end=\"077:043\">77:43<\/a>; c) Anrede der H\u00f6llenw\u00e4chter: <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:030\" data-end=\"069:037\">69:30\u201337<\/a>.<\/p><p>Anreden des Verk\u00fcnders: Robinson bezeichnet einen Gro\u00dfteil der hier\n    subsumierten Passagen als \u00bbmessenger sections\u00ab, s. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Discovering,\n     120\u2013122<\/a><\/span>. Sie bestehen zu einem wesentlichen Teil aus verschiedenen Aufrufen in der 2.\n    Person Singular, die den Verk\u00fcnder zu Gotteslob und Rezitation, zur Verk\u00fcndigungst\u00e4tigkeit, zu\n    tugendhaftem Verhalten oder zur Geduld und Meidung der Ungl\u00e4ubigen anhalten. Besonders h\u00e4ufig\n    stehen solche Aufrufe am Surenanfang oder -schluss. Bei der Interpretation ist dabei zu\n    ber\u00fccksichtigen, dass viele singularische Aufrufe, in denen es nicht um die eigentliche\n    Verk\u00fcndigungst\u00e4tigkeit geht (etwa Aufrufe zum Gotteslob oder zu ethischem Verhalten), sich nicht\n    allein auf den Verk\u00fcnder beziehen, sondern eine \u00fcber dessen Person hinausgehende, allgemeine\n    Relevanz besitzen (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 196<\/a><\/span>, die von\n    Aufrufen an \u00bbden einzelnen Gl\u00e4ubigen\u00ab spricht). Beide Bez\u00fcge, der auf den Verk\u00fcnder und der auf\n    den gew\u00f6hnlichen Gl\u00e4ubigen, stehen dabei nicht im Widerspruch, insofern der Verk\u00fcnder auch als\n    exemplarischer Gl\u00e4ubiger auftritt. Dies zeigt sich auch daran, dass in <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:062\" data-end=\"053:062\">53:62<\/a> statt der sonst \u00fcblichen singularischen\n    Schlussrufe ein im Plural formulierter \u2192Aufruf zur Gottesanbetung steht; auch f\u00fcr die meisten\n    singularischen Aufrufe ist deshalb ein pluralischer Sinn in Rechnung zu stellen. Weitere Anreden\n    des Verk\u00fcnders sind Tr\u00f6stungen, Verhei\u00dfungen, Aussagen \u00fcber seine Rolle und Kompetenz\n    (\u00bbVerk\u00fcnderpr\u00e4dikationen\u00ab) u.a. An den Verk\u00fcnder gerichtete \u2192polemische Fragen \u00fcber die\n    Ungl\u00e4ubigen werden hier nicht eigens behandelt. Literatur: <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 196<\/a><\/span> (\u00bbAufrufe zur Askese und \u00dcbung der\n    <em>qur\u02be\u0101n<\/em>-Rezitation\u00ab, \u00bbTrostreden\u00ab), <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">200 f.<\/a><\/span> (\u00bbSchlu\u00dfrufe bzw. Schlu\u00dfimperative\u00ab); <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson,\n     Discovering, 109 f.<\/a><\/span> (\u00bbbiddings\u00ab), 121 (\u00bbwords of solace\u00ab), <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">122<\/a><\/span> (\u00bbconcluding directives\u00ab). \u2014 liturgische Aufrufe: Aufrufe zu Gotteslob,\n    Gottesdienst und Koranrezitation, die h\u00e4ufig am Surenanfang und Surenschluss begegnen (in der\n    fr\u00fchen <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:001\" data-end=\"106:003\">Sure 106:1\u20133<\/a> steht ein\n    vergleichbarer Aufruf in der 3. Person Plural und richtet sich an das Kollektiv der Qurai\u0161;\n    \u2192Aufrufe). Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:048\" data-end=\"052:049\">52:48.49<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:074\" data-end=\"056:074\">56:74<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:096\" data-end=\"056:096\">56:96<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:052\" data-end=\"069:052\">69:52<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:001\" data-end=\"073:004\">73:1\u20134<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:008\" data-end=\"073:009\">73:8.9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:003\" data-end=\"074:003\">74:3<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:001\" data-end=\"087:001\">87:1<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:001\" data-end=\"096:001\">96:1<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"096:003\" data-end=\"096:003\">3<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:019\" data-end=\"096:019\">96:19<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"108:002\" data-end=\"108:002\">108:2<\/a>. \u2014\n    Aufrufe zur Verk\u00fcndigung: halten den Verk\u00fcnder an, seine H\u00f6rer zu \u00bbwarnen\u00ab o. \u00e4.; in <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:016\" data-end=\"075:016\">75:16<\/a> findet sich ein negativer Aufruf,\n    der im Verbot der \u00fcbereilten Rezitation besteht und dem dann in <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:018\" data-end=\"075:018\">V. 18<\/a> ein positiver Aufruf folgt. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:055\" data-end=\"051:055\">51:55<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:029\" data-end=\"052:029\">52:29<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:001\" data-end=\"074:002\">74:1.2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:016\" data-end=\"075:016\">75:16<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:018\" data-end=\"075:018\">75:18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:024\" data-end=\"084:024\">84:24<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:009\" data-end=\"087:009\">87:9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:021\" data-end=\"088:021\">88:21<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:011\" data-end=\"093:011\">93:11<\/a>. \u2014 ethische Aufrufe: halten den\n    Verk\u00fcnder (und implizit auch seine Anh\u00e4nger) zu gottgef\u00e4lligem moralischen Handeln an. Stellen:\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:004\" data-end=\"074:006\">74:4\u20136<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:009\" data-end=\"093:010\">93:9.10<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"094:007\" data-end=\"094:008\">94:7.8<\/a>. \u2014 Mahnungen zur Standhaftigkeit und zur Abkehr von den\n    Ungl\u00e4ubigen: ermahnen den Verk\u00fcnder zur Geduld, Standhaftigkeit und zur Abkehr von den\n    Ungl\u00e4ubigen. Eine Unterkategorie von gro\u00dfer formaler Koh\u00e4renz wird durch\n    <em>\u1e0farn\u012b<\/em> eingeleitet; hier figuriert Gott stets in der 1. Person\n    Singular und ein exemplarischer S\u00fcnder in der 3. Person Singular (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 199 f.<\/a><\/span>). Stellen: a) durch\n    <em>\u1e0farn\u012b\/-hum<\/em> eingeleitet: <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:045\" data-end=\"052:045\">52:45<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:044\" data-end=\"068:044\">68:44<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:042\" data-end=\"070:042\">70:42<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:011\" data-end=\"073:011\">73:11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:011\" data-end=\"074:015\">74:11\u201315<\/a> (mit polemischer Werkliste); b) sonstige: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:054\" data-end=\"051:054\">51:54<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:048\" data-end=\"052:048\">52:48<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:029\" data-end=\"053:030\">53:29.30<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:008\" data-end=\"068:009\">68:8.9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:010\" data-end=\"068:010\">68:10<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:048\" data-end=\"068:051\">68:48\u201351<\/a> (mit integrierter Reminiszenz in <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:049\" data-end=\"068:050\">V. 49.50<\/a>), <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:005\" data-end=\"070:007\">70:5\u20137<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:010\" data-end=\"073:010\">73:10<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:007\" data-end=\"074:007\">74:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:017\" data-end=\"086:017\">86:17<\/a>. \u2014\n    <em>qul<\/em>-Anweisungen: sind in fr\u00fchmekkanischer Zeit noch selten,\n    werden aber sp\u00e4ter zu einem au\u00dferordentlich h\u00e4ufigen Mittel, um die in vielen mittel- und\n    sp\u00e4tmekkanischen Texten dominierende Aufeinanderfolge von \u2192gegnerischen Einw\u00e4nden und\n    koranischen Antworten darauf zu strukturieren. Bemerkenswert ist, dass die wohl fr\u00fcheste\n    <em>qul<\/em>-Anweisung in <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:018\" data-end=\"079:018\">79:18<\/a> innerhalb einer Mose-Erz\u00e4hlung steht und sich gerade nicht an\n    Mu\u1e25ammad richtet: Moses wird von Gott zu Pharaoh gesandt und soll diesen zur L\u00e4uterung\n    auffordern. In <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:049\" data-end=\"056:049\">56:49<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:031\" data-end=\"052:031\">52:31<\/a> wird dann erstmals Mu\u1e25ammad\n    angeredet, die Form der <em>qul<\/em>-Anweisung wird also gleichsam in die\n    Gegenwart importiert. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:031\" data-end=\"052:031\">52:31<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:049\" data-end=\"056:049\">56:49<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:018\" data-end=\"079:018\">79:18<\/a>. \u2014 Verk\u00fcnderpr\u00e4dikationen: charakterisieren in\n    Gestalt von Nominals\u00e4tzen der 2. Person Singular Aufgabe und Rolle des Verk\u00fcnders bzw. wehren\n    gegnerische Unterstellungen ab, er sei ein Dichter, Wahrsager o.\u00e4. Positive\n    Verk\u00fcnderpr\u00e4dikationen werden durch <em>\u02beinnam\u0101<\/em> eingeleitet (<a data-type=\"koran\" data-start=\"088:021\" data-end=\"088:021\">88:21<\/a>:\n    <em>\u02beinnam\u0101 \u02beanta mu\u1e0fakkir<\/em>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:045\" data-end=\"079:045\">79:45<\/a>:\n    <em>\u02beinnam\u0101 \u02beanta mun\u1e0firu man ya\u1e2b\u0161\u0101ha<\/em>), w\u00e4hrend negative\n    Pr\u00e4dikationen durch die Pr\u00e4positionalgruppe <em>bi-ni\u02bfmati rabbika<\/em>\n    und ein dem Pr\u00e4dikat vorausgehendes <em>bi-<\/em> charakterisiert sind.\n    Neuwirth und Robinson grenzen diese Kategorie nicht eigens ab, doch empfiehlt es sich, sie von\n    den eigentlichen Zuspr\u00fcchen zu unterscheiden. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:029\" data-end=\"052:029\">52:29<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:049\" data-end=\"056:049\">56:49<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:002\" data-end=\"068:002\">68:2<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"068:004\" data-end=\"068:004\">4<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:045\" data-end=\"079:045\">79:45<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:021\" data-end=\"088:022\">88:21.22<\/a>. \u2014 Tr\u00f6stungen des Verk\u00fcnders (Zuspr\u00fcche, Verhei\u00dfungen und R\u00fcckblicke): tr\u00f6sten den\n    Verk\u00fcnder \u00fcber den von ihm erfahrenen Widerstand hinweg, vergewissern ihn des g\u00f6ttlichen\n    Wohlwollens und verhei\u00dfen ihm diesseitige und jenseitige Erleichterung. <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:000\" data-end=\"093:011\">Q 93<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"094:000\" data-end=\"094:008\">94<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"108:000\" data-end=\"108:003\">108<\/a>\n    enthalten \u00fcberdies R\u00fcckblicke auf dem Verk\u00fcnder erwiesene g\u00f6ttliche Wohltaten. Verhei\u00dfungen\n    m\u00fcssen sich nicht notwendigerweise an den Verk\u00fcnder richten, sondern k\u00f6nnen auch den\n    individuellen Gl\u00e4ubigen betreffen (\u2192Verhei\u00dfungen und Paradiesbeschreibungen). Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:048\" data-end=\"052:048\">52:48<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:003\" data-end=\"068:003\">68:3<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:008\" data-end=\"087:008\">87:8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:003\" data-end=\"093:008\">93:3\u20138<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"094:001\" data-end=\"094:006\">94:1\u20136<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"108:001\" data-end=\"108:001\">108:1<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"108:003\" data-end=\"108:003\">3<\/a>. Anmerkung: Neuwirth klassifiziert <a data-type=\"koran\" data-start=\"094:005\" data-end=\"094:006\">94:5.6<\/a> als \u00bbtr\u00f6stende Gnome\u00ab, doch ist die Stelle angesichts der\n    Struktur\u00e4hnlichkeit von <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:000\" data-end=\"093:011\">Q 93<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"094:000\" data-end=\"094:008\">Q 94<\/a> wohl wie <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:004\" data-end=\"093:005\">93:4.5<\/a> als Verhei\u00dfung einzuordnen. \u2014 Sonstige (Tadel\n    und Offenbarungsank\u00fcndigungen): In <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:001\" data-end=\"080:010\">80:1\u201310<\/a> wird der Verk\u00fcnder getadelt (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson,\n     Discovering, 122<\/a><\/span>), w\u00e4hrend <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:005\" data-end=\"073:005\">73:5<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:006\" data-end=\"087:006\">87:6<\/a> (<a data-type=\"koran\" data-start=\"087:007\" data-end=\"087:007\">V. 7<\/a> ist eine sp\u00e4tere Einschr\u00e4nkung) ihm eine\n    bevorstehende Offenbarung ank\u00fcndigen.<\/p><p>Antithesen: Antithesen \u2014 von <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth\n     (Studien, 191)<\/a><\/span> und im Anschluss an sie auch von Robinson (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Discovering, 105f.<\/a><\/span>) als \u00bbDoppelbilder\u00ab bzw. \u00bbdiptychs\u00ab bezeichnet \u2014 sind\n    Gegen\u00fcberstellungen von Verdammten und Seligen, insbesondere ihres jenseitigen Loses (Paradies-\n    und H\u00f6llenbeschreibungen), aber auch ihrer charakteristischen Verdienste und Verfehlungen; sie\n    sind ein zentrales Merkmal aller drei mekkanischen Textperioden, wobei ihr Umfang in sp\u00e4teren\n    Texten immer weiter anw\u00e4chst. Antithesen sind eine literarische Form mit ausgepr\u00e4gter\n    makrostruktureller Potenz, d. h. sie k\u00f6nnen verschiedene Teilformen wie \u2192Wehspr\u00fcche,\n    \u2192R\u00fcckblenden oder \u2192Tugend- und Lasterkataloge enthalten. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:010\" data-end=\"051:019\">51:10\u201319<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:013\" data-end=\"052:028\">52:13\u201328<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:041\" data-end=\"055:077\">55:41\u201377<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:010\" data-end=\"056:056\">56:10b\u201356<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:088\" data-end=\"056:094\">56:88\u201394<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:019\" data-end=\"069:037\">69:19\u201337<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:022\" data-end=\"075:025\">75:22\u201325<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:029\" data-end=\"077:045\">77:29\u201345<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:021\" data-end=\"078:036\">78:21\u201336<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:038\" data-end=\"080:042\">80:38\u201342<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:013\" data-end=\"082:016\">82:13\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:007\" data-end=\"083:028\">83:7\u201328<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:029\" data-end=\"083:036\">83:29\u201336<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:007\" data-end=\"084:015\">84:7\u201315<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:010\" data-end=\"085:011\">85:10.11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:010\" data-end=\"087:013\">87:10\u201313<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:002\" data-end=\"088:016\">88:2\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:017\" data-end=\"090:020\">90:17\u201320<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:009\" data-end=\"091:010\">91:9.10<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:005\" data-end=\"092:011\">92:5\u201311<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:014\" data-end=\"092:021\">92:14\u201321<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:007\" data-end=\"099:008\">99:7.8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:006\" data-end=\"101:009\">101:6\u20139<\/a>.<\/p><p>Aufrufe: Zu an den Verk\u00fcnder gerichteten Aufrufen s. die verschiedenen\n    Rubriken, die unter den \u2192Anreden des Verk\u00fcnders behandelt werden. Par\u00e4netische oder normative\n    Aufrufe an die H\u00f6rer stehen im Unterschied dazu in der 2. Person Plural; sie sind in\n    fr\u00fchmekkanischer Zeit noch selten, sp\u00e4ter aber h\u00e4ufiger. In der fr\u00fchen <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:001\" data-end=\"106:003\">Sure 106:1\u20133<\/a> begegnet ein in der 3. Person Plural\n    formulierter Aufruf an die Qurai\u0161 zur Gottesanbetung, der den sonst an den Verk\u00fcnder gerichteten\n    liturgischen Aufrufen \u00e4hnelt. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:050\" data-end=\"051:051\">51:50.51<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:032\" data-end=\"053:032\">53:32<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:062\" data-end=\"053:062\">53:62<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:008\" data-end=\"055:009\">55:8.9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:001\" data-end=\"106:003\">106:1\u20133<\/a>.<\/p><p>\u02be\u0101y\u0101t: \u2192Werkaffirmationen.<\/p><p>Beglaubigungen des Verk\u00fcnders: \u2192Offenbarungsbest\u00e4tigungen und\n    Beglaubigungen des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Doppelbilder: \u2192Antithesen.<\/p><p>Drohworte und H\u00f6llenbeschreibungen: Drohworte sind gegen ein bestimmtes\n    Kollektiv oder Individuum gerichtete Ansagen einer als unausweichlich pr\u00e4sentierten g\u00f6ttlichen\n    Strafe; manchmal sind sie enigmatisch-unbestimmt (<a data-type=\"koran\" data-start=\"078:004\" data-end=\"078:004\">78:4<\/a>: <em>kall\u0101 sa-ya\u02bflam\u016bn<\/em>), k\u00f6nnen die\n    bevorstehende Strafe jedoch auch pr\u00e4ziser benennen (vgl. etwa <a data-type=\"koran\" data-start=\"111:003\" data-end=\"111:003\">111:3<\/a>). Grammatisch handelt es sich in der Regel um\n    imperfektive Verbals\u00e4tze (vgl. aber <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:059\" data-end=\"051:059\">51:59<\/a>), deren Subjekt Gott (in der ersten Person Plural oder der dritten Person Singular)\n    oder die Bedrohten selbst (in der dritten Person Plural oder Singular) sind. Inhaltlich und\n    funktional stehen Drohworte den \u2192Wehspr\u00fcchen nahe, sind jedoch formal problemlos von ihnen\n    abzugrenzen; zum Unterschied zwischen Drohworten und \u2192Warnspr\u00fcchen s. ebd. Wie \u2192Wehspr\u00fcche\n    k\u00f6nnen auch Drohworte \u2192Lasterkataloge enthalten (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:023\" data-end=\"088:024\">88:23.24<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:010\" data-end=\"091:010\">91:10<\/a>) und selbst wiederum in \u00fcbergreifende \u2192Antithesen integriert sein (so in <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:010\" data-end=\"091:010\">91:10<\/a>). H\u00f6llenbeschreibungen sind\n    l\u00e4ngere Schilderungen insbesondere der den Verdammten im Jenseits zugef\u00fcgten Qualen, die wie\n    Paradiesbeschreibungen (\u2192Verhei\u00dfungen und Paradiesbeschreibungen) in aller Regel in \u2192Antithesen\n    eingebettet sind; wie bei Verhei\u00dfungen und Paradiesbeschreibungen ist auch die Abgrenzung\n    zwischen Drohworten und k\u00fcrzeren H\u00f6llenbeschreibungen gelegentlich schwierig.\n    H\u00f6llenbeschreibungen sind h\u00e4ufig mit \u2192Anreden der Verdammten oder Seligen durch Gott verbunden,\n    die hier als gesonderte Kategorie erfasst werden.<\/p><p>Stellen: a) Drohworte: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:059\" data-end=\"051:059\">51:59<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:042\" data-end=\"052:042\">52:42<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:047\" data-end=\"052:047\">52:47<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:031\" data-end=\"055:031\">55:31<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:035\" data-end=\"055:035\">55:35<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:092\" data-end=\"056:094\">56:92\u201394<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:005\" data-end=\"068:006\">68:5.6<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:016\" data-end=\"068:016\">68:16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:033\" data-end=\"068:033\">68:33<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:044\" data-end=\"068:045\">68:44.45<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:026\" data-end=\"074:026\">74:26<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:048\" data-end=\"074:048\">74:48<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:017\" data-end=\"077:017\">77:17<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:004\" data-end=\"078:005\">78:4.5<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:015\" data-end=\"083:016\">83:15.16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:010\" data-end=\"084:012\">84:10\u201312<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:019\" data-end=\"084:019\">84:19<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:010\" data-end=\"085:010\">85:10<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:015\" data-end=\"086:016\">86:15.16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:023\" data-end=\"088:024\">88:23.24<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:010\" data-end=\"091:010\">91:10<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:010\" data-end=\"092:011\">92:10.11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:014\" data-end=\"092:015\">92:14.15<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:015\" data-end=\"096:018\">96:15\u201318<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:008\" data-end=\"099:008\">99:8<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:008\" data-end=\"101:009\">101:8.9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:003\" data-end=\"102:005\">102:3\u20135<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:006\" data-end=\"102:008\">102:6\u20138<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:004\" data-end=\"104:004\">104:4<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"108:003\" data-end=\"108:003\">108:3<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"111:002\" data-end=\"111:002\">111:2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"111:003\" data-end=\"111:005\">111:3\u20135<\/a>; b) H\u00f6llenbeschreibungen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:041\" data-end=\"055:045\">55:41\u201345<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:051\" data-end=\"056:056\">56:51\u201356<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:035\" data-end=\"069:037\">69:35\u201337<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:015\" data-end=\"070:018\">70:15\u201318<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:012\" data-end=\"073:013\">73:12.13<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:032\" data-end=\"077:033\">77:32.33<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:021\" data-end=\"078:026\">78:21\u201326<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:014\" data-end=\"082:016\">82:14\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:004\" data-end=\"088:007\">88:4\u20137<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:006\" data-end=\"104:009\">104:6\u20139<\/a>.<\/p><p>eingeschobene Ges\u00e4tze: \u2192Zus\u00e4tze.<\/p><p>einschr\u00e4nkende Zus\u00e4tze: \u2192Zus\u00e4tze.<\/p><p>erg\u00e4nzende Zus\u00e4tze: \u2192Zus\u00e4tze.<\/p><p>erkl\u00e4rende Zus\u00e4tze: \u2192Zus\u00e4tze.<\/p><p>Erz\u00e4hlungen (Straflegenden, Reminiszenzen, Straflisten): Zu den\n    koranischen Erz\u00e4hlungen liegt eine ausf\u00fchrliche Studie von Josef Horovitz vor, welche die\n    einzelnen Passagen detailliert behandelt (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/TJNE7TP3\">Koranische\n     Untersuchungen, Berlin \/ Leipzig, 1926, 1\u201377<\/a><\/span>; vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 192<\/a><\/span>, und <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering,\n     107f.<\/a><\/span>). L\u00e4ngere Erz\u00e4hlungen begegnen vor allem in den mittel- und sp\u00e4tmekkanischen\n    Koransuren, wo sie h\u00e4ufig als Mittelteil fungieren, doch enthalten bereits die fr\u00fchmekkanischen\n    Texte eine Reihe von narrativen Abschnitten. Dazu geh\u00f6ren einerseits mehrversige Erz\u00e4hlungen,\n    die zumeist Gottes Bestrafung fr\u00fcherer V\u00f6lker schildern (Straflegenden); von Anfang an treten\n    aber auch ein- oder zweiversige Reminiszenzen auf, die das Schicksal dieser V\u00f6lker nur kurz\n    evozieren. Narrative Abschnitte werden h\u00e4ufig durch Fragen eingeleitet: zu\n    <em>hal \u02beat\u0101ka \u1e25ad\u012b\u1e6f \u2026<\/em> (\u00bbIst die Nachricht von \u2026 zu dir gekommen?\u00ab)\n    vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"038:012\" data-end=\"038:012\">38:12<\/a> (Mekka II), <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:024\" data-end=\"051:024\">51:24<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:015\" data-end=\"079:015\">79:15<\/a> (s.a. <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:001\" data-end=\"088:001\">88:1<\/a>, dort allerdings als Einleitung einer eschatologischen Schilderung); alternativ wird\n    in derselben Zeit auch die Formel\n    <em>\u02bea-lam-tara kaifa fa\u02bfala rabbuka bi-\u2026<\/em> (\u00bbHast du nicht gesehen,\n    wie dein Herr mit \u2026 verfahren ist?\u00ab) verwendet (<a data-type=\"koran\" data-start=\"089:006\" data-end=\"089:006\">89:6<\/a>, vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"105:001\" data-end=\"105:001\">105:1<\/a>). Bereits in Gruppe II begegnen Auflistungen von mehreren Strafgerichten (<a data-type=\"koran\" data-start=\"089:006\" data-end=\"089:013\">89:6\u201313<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:017\" data-end=\"085:018\">85:17.18<\/a>, vgl. noch <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:004\" data-end=\"069:012\">69:4\u201312<\/a> aus Gruppe IIIb), aus denen dann beginnend\n    mit <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:024\" data-end=\"051:046\">51:24\u201346<\/a> (Gruppe IIIb) regelrechte\n    Erz\u00e4hlzyklen erwachsen. Auff\u00e4llig ist, dass biblische Erz\u00e4hlstoffe in fr\u00fchmekkanischer Zeit noch\n    selten sind: Sie beschr\u00e4nken sich auf eine Schilderungen der an Abraham ergangenen\n    Sohnesverhei\u00dfung in <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:024\" data-end=\"051:036\">51:24\u201336<\/a> und die\n    Berufung des Mose und seine Auseinandersetzung mit Pharao in <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:015\" data-end=\"079:026\">79:15\u201326<\/a>.<\/p><p>Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:024\" data-end=\"051:046\">51:24\u201346<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:050\" data-end=\"053:054\">53:50\u201354<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:017\" data-end=\"068:032\">68:17\u201332<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:048\" data-end=\"068:050\">68:48\u201350<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:004\" data-end=\"069:012\">69:4\u201312<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:015\" data-end=\"073:016\">73:15.16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:016\" data-end=\"076:016\">77:16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:015\" data-end=\"079:026\">79:15\u201326<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:017\" data-end=\"085:018\">85:17.18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:006\" data-end=\"089:013\">89:6\u201313<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:011\" data-end=\"091:015\">91:11\u201315<\/a> (gegen Robinson ist <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:004\" data-end=\"085:004\">85:4 ff.<\/a> nicht als erz\u00e4hlerische\n    Reminiszenz zu werten, sondern als Verfluchung der Verdammten aufzufassen, s. den <a data-type=\"kommentar\" data-start=\"085:000\" data-end=\"085:022\">Kommentar zu Q 85<\/a>); <a data-type=\"koran\" data-start=\"105:002\" data-end=\"105:005\">105:2\u20135<\/a> (l\u00e4sst sich nicht ohne weiteres an sp\u00e4tere\n    Straferz\u00e4hlungen assimilieren, s. den <a data-type=\"kommentar\" data-start=\"105:000\" data-end=\"105:005\">Kommentar zu Q 105<\/a>).<\/p><p>eschatologische Szenerien und Vorg\u00e4nge: \u2192eschatologische\n    Temporals\u00e4tze.<\/p><p>eschatologische Temporals\u00e4tze: F\u00fcr durch\n    <em>\u02bei\u1e0f\u0101<\/em> oder <em>yauma<\/em> eingeleitete\n    Temporals\u00e4tze, welche die dem J\u00fcngsten Gericht vorausgehende Desintegration des Kosmos oder die\n    Vorbereitungen zum J\u00fcngsten Gericht schildern; sie stehen fast immer im Passiv. In der Regel\n    folgt ihnen ein \u2014 zumeist durch <em>yauma\u02bei\u1e0fin<\/em> eingeleiteter \u2014\n    Nachsatz, der das folgende Gerichtsgeschehen beschreibt. Neuwirth hat f\u00fcr Vorder- und Nachsatz\n    die Begriffe \u00bbeschatologische Szenerie\u00ab und \u00bbeschatologischer Vorgang\u00ab gepr\u00e4gt (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Studien, 191<\/a><\/span>). Obwohl eschatologische Nachs\u00e4tze sich wie in <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:014\" data-end=\"081:014\">81:14<\/a> auf einen einzigen Vers\n    beschr\u00e4nken k\u00f6nnen, sind sie gelegentlich auch zu umfangreicheren \u2192Antithesen ausgestaltet (<a data-type=\"koran\" data-start=\"101:006\" data-end=\"101:009\">101:6\u20139<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:002\" data-end=\"088:016\">88:2\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:007\" data-end=\"084:015\">84:7\u201315<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:037\" data-end=\"079:041\">79:37\u201341<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:022\" data-end=\"075:025\">75:22\u201325<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:019\" data-end=\"069:029\">69:19\u201329<\/a>). Anstatt eines eigentlichen\n    Nachsatzes k\u00f6nnen jedoch auch andere Texttypen wie \u2192Anreden der Verdammten (<a data-type=\"koran\" data-start=\"051:014\" data-end=\"051:014\">51:14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:014\" data-end=\"052:016\">52:14\u201316<\/a>) oder \u2192Wehspr\u00fcche (<a data-type=\"koran\" data-start=\"052:011\" data-end=\"052:012\">52:11.12<\/a>) stehen. In sp\u00e4teren Texten der fr\u00fchmekkanischen Periode \u2014 also\n    zu einem Zeitpunkt, wo die Form des eschatologischen Temporalsatzes bereits fest etabliert ist \u2014\n    begegnet gelegentlich nur ein isolierter Vordersatz (<a data-type=\"koran\" data-start=\"068:042\" data-end=\"068:043\">68:42.43<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:014\" data-end=\"073:014\">73:14<\/a>). Andererseits gibt es F\u00e4lle, in denen ein eschatologischer Nachsatz ohne\n    vorangehenden Vordersatz auftritt (<a data-type=\"koran\" data-start=\"088:002\" data-end=\"088:002\">88:2\n     ff.<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:022\" data-end=\"075:025\">75:22\u201325<\/a>). Zwei formal als\n    eschatologische Temporals\u00e4tze gestaltete Passagen beziehen sich nicht auf den J\u00fcngsten Tag,\n    sondern beschreiben den Todeskampf des einzelnen (<a data-type=\"koran\" data-start=\"052:013\" data-end=\"052:016\">52:13\u201316<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:083\" data-end=\"056:085\">56:83\u201385<\/a>) und schildern die \u203aletzten Dinge\u2039 gewisserma\u00dfen aus individueller\n    Perspektive.<\/p><p>Sprachlich bemerkenswert ist, dass sich die in l\u00e4ngeren\n    <em>\u02bei\u1e0f\u0101<\/em>-Serien anzutreffende Wortstellung\n    <em>\u02bei\u1e0f\u0101<\/em> + Subjekt + Verb (vgl. die Einleitungen von <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:000\" data-end=\"081:029\">Q 81<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:000\" data-end=\"082:019\">82<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:000\" data-end=\"084:025\">84<\/a>; s.a.\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:008\" data-end=\"077:011\">77:8\u201311<\/a>) von derjenigen in\n    gew\u00f6hnlichen Verbals\u00e4tzen unterscheidet, wo das Verb voransteht (nicht so in <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:001\" data-end=\"099:003\">99:1\u20133<\/a>; auch alleinstehende\n    <em>\u02bei\u1e0f\u0101<\/em>-S\u00e4tze wie <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:021\" data-end=\"089:022\">89:21.22<\/a> weisen die \u00fcbliche Wortstellung auf). Das Ph\u00e4nomen ist als\n    solches nicht auf den Koran begrenzt, sondern auch in der altarabischen Dichtung nachweisbar (s.\n     <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/8XQBRPBZ\">Alfred Bloch, Vers und Sprache im Altarabischen, Basel 1946,\n     104f.<\/a><\/span>).<\/p><p>Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:013\" data-end=\"051:014\">51:13.14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:009\" data-end=\"052:012\">52:9\u201312<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:013\" data-end=\"052:016\">52:13\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:037\" data-end=\"055:042\">55:37\u201342<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:001\" data-end=\"056:003\">56:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:004\" data-end=\"056:010\">56:4\u201310a<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:083\" data-end=\"056:085\">56:83\u201385<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:042\" data-end=\"068:043\">68:42.43<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:013\" data-end=\"069:018\">69:13\u201318<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:019\" data-end=\"069:029\">69:19a\u201329<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:008\" data-end=\"070:014\">70:8\u201314<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:043\" data-end=\"070:044\">70:43.44<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:014\" data-end=\"073:014\">73:14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:008\" data-end=\"074:010\">74:8\u201310<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:007\" data-end=\"075:015\">75:7\u201315<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:022\" data-end=\"075:025\">75:22\u201325<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:026\" data-end=\"075:030\">75:26\u201330<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:008\" data-end=\"077:011\">77:8\u201311<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:018\" data-end=\"078:020\">78:18\u201320<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:038\" data-end=\"078:030\">78:38<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:040\" data-end=\"078:040\">78:40<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:006\" data-end=\"079:009\">79:6\u20139<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:034\" data-end=\"079:041\">79:34\u201341<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:046\" data-end=\"079:046\">79:46<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:033\" data-end=\"080:037\">80:33\u201337<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:038\" data-end=\"080:042\">80:38\u201342<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:001\" data-end=\"081:014\">81:1\u201314<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:001\" data-end=\"082:005\">82:1\u20135<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:019\" data-end=\"082:019\">82:19<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:001\" data-end=\"084:015\">84:1\u201315<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:002\" data-end=\"088:016\">88:2\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:021\" data-end=\"089:026\">89:21\u201326<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:001\" data-end=\"099:008\">99:1\u20138<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:009\" data-end=\"100:011\">100:9\u201311<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:004\" data-end=\"101:009\">101:4\u20139<\/a>.<\/p><p>ethische Aufrufe: \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Eulogien: In fr\u00fchmekkanischer Zeit begegnet lediglich eine einzige\n    Eulogie (<a data-type=\"koran\" data-start=\"055:078\" data-end=\"055:078\">55:78<\/a>:\n    <em>tab\u0101raka smu rabbika \u1e0fi l-\u01e7al\u0101li wa-l-\u02beikr\u0101m<\/em>).<\/p><p>f\u0101\u02bfil\u0101t-Serien: \u2192Schw\u00fcre.<\/p><p>gegnerische Fragen und Einw\u00e4nde: Die betreffenden Stellen referieren\n    allesamt einen Einwand oder eine Frage der koranischen H\u00f6rer oder Gegner (bzw. verweigern eine\n    solche Antwort, vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:042\" data-end=\"079:044\">79:42\u201344<\/a>); durch\n    Formulierungen wie <em>yas\u02beal\u016bna<\/em>,\n    <em>sa\u02beala s\u0101\u02beilun<\/em>, <em>(k\u0101n\u016b) yaq\u016bl\u016bn<\/em>\n    o.\u00e4. sind sie explizit als Zitate markiert. Die Antworten bzw. Entgegnungen k\u00f6nnen ganz\n    unterschiedlich sein: In <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:005\" data-end=\"070:005\">70:5 ff.<\/a>\n    folgt eine \u2192Mahnung zur Standhaftigkeit, in <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:013\" data-end=\"051:013\">51:13<\/a> steht als Antwort ein \u2192eschatologischer Temporalsatz, in <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:004\" data-end=\"078:005\">78:4.5<\/a> ein \u2192Drohwort. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:012\" data-end=\"051:012\">51:12<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:047\" data-end=\"056:048\">56:47.48<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:001\" data-end=\"070:003\">70:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:006\" data-end=\"075:006\">75:6<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:001\" data-end=\"078:003\">78:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:010\" data-end=\"079:012\">79:10\u201312<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:042\" data-end=\"079:042\">79:42<\/a>.<\/p><p>H\u00f6llenbeschreibungen: \u2192Drohworte und H\u00f6llenbeschreibungen.<\/p><p>\u02bei\u1e0f\u0101-Serie: \u2192eschatologische\n    Temporals\u00e4tze.<\/p><p>\u02beins\u0101n-Spr\u00fcche: \u2192Scheltworte und\n    <em>\u02beins\u0101n<\/em>-Spr\u00fcche.<\/p><p>Lasterkataloge: \u2192Tugend-\/Lasterkataloge.<\/p><p>Lehrfragen: Als \u00bbLehrfragen\u00ab bezeichnen Neuwirth (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Studien, 132<\/a><\/span>) und <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson\n     (Discovering, 119 f.)<\/a><\/span> nur solche Fragen, die mit der Formel\n    <em>m\u0101 \u02beadr\u0101ka m\u0101 \u2026<\/em> gebildet sind, doch empfiehlt es sich, den\n    Begriff auch auf die h\u00e4ufig als Einleitungen von \u2192Erz\u00e4hlungen stehende Frageformel\n    <em>hal \u02beat\u0101ka \u1e25ad\u012b\u1e6f<\/em> + <em>nomen rectum<\/em>\n    auszudehnen, die genau dieselbe Funktion hat: Beide Fragetypen leiten eine Belehrung der H\u00f6rer\n    \u00fcber eschatologische oder innergeschichtliche Begebenheiten ein. Anders als \u2192polemische Fragen\n    haben sie also eine prim\u00e4r informationsvermittelnde Funktion (Ausnahme: die durch\n    <em>hal \u02beat\u0101ka<\/em> eingeleitet narrative Reminiszenz in <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:017\" data-end=\"085:018\">85:17.18<\/a>, auf die keine regelrechte Antwort folgt,\n    die jedoch nicht von den \u00fcbrigen <em>hal \u02beat\u0101ka<\/em>-Stellen isoliert\n    werden sollte). Neben der in der Regel eschatologischen Sachverhalten vorbehaltenen Formel\n    <em>m\u0101 \u02beadr\u0101ka m\u0101 \u2026<\/em> (Ausnahmen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:002\" data-end=\"086:002\">86:2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:012\" data-end=\"090:012\">90:12<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:002\" data-end=\"097:002\">97:2<\/a>) und der zumeist am Anfang\n    narrativer Passagen stehenden Einleitung <em>hal \u02beat\u0101ka \u1e25ad\u012b\u1e6f \u2026<\/em>\n    (Ausnahme: <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:001\" data-end=\"088:001\">88:1<\/a>) kommen auch noch\n    andere Bildungen vor, etwa in <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:012\" data-end=\"077:012\">77:12<\/a>\n    oder <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:018\" data-end=\"080:018\">80:18<\/a>. \u2014 Da die Antworten auf\n    Lehrfragen z. T. sehr umfangreich sein k\u00f6nnen (in <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:000\" data-end=\"088:026\">Q 88<\/a> etwa die gesamte von <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:002\" data-end=\"088:015\">V. 2\u201315<\/a> reichende \u2192Antithese) wurden bei den folgenden Stellenangaben nur\n    die Fragen selbst ber\u00fccksichtigt. <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:003\" data-end=\"080:004\">80:3.4<\/a> (<em>wa-m\u0101 yudr\u012bka la\u02bfallah\u016b yazzakk\u0101 \u2026<\/em>) wird \u2014 trotz\n    der an <em>m\u0101 \u02beadr\u0101ka m\u0101 \u2026<\/em> anklingenden Einleitungsformel \u2014 nicht\n    als Lehrfrage klassifiziert, da der Frage keine positive Belehrung des Adressaten folgt.<\/p><p>Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:024\" data-end=\"051:024\">51:24<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:008\" data-end=\"056:009\">56:8b.9b<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:027\" data-end=\"056:027\">56:27a.b<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:041\" data-end=\"056:041\">56:41a.b<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:001\" data-end=\"069:003\">69:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:027\" data-end=\"074:027\">74:27<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:012\" data-end=\"077:012\">77:12<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:014\" data-end=\"077:014\">77:14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:015\" data-end=\"079:015\">79:15<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:018\" data-end=\"080:018\">80:18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:017\" data-end=\"082:018\">82:17.18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:008\" data-end=\"083:008\">83:8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:019\" data-end=\"083:019\">83:19<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:017\" data-end=\"085:018\">85:17.18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:002\" data-end=\"086:002\">86:2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:001\" data-end=\"088:001\">88:1<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:012\" data-end=\"090:012\">90:12<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:002\" data-end=\"097:002\">97:2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:001\" data-end=\"101:003\">101:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:010\" data-end=\"101:010\">101:10<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:005\" data-end=\"104:005\">104:5<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"105:001\" data-end=\"105:001\">105:1<\/a>.<\/p><p>liturgische Aufrufe: \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Mahnungen zur Standhaftigkeit oder zur Abkehr von den Ungl\u00e4ubigen:\n    \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Nachsatz: \u2192eschatologische Temporals\u00e4tze.<\/p><p>Offenbarungsank\u00fcndigungen: \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Offenbarungsbest\u00e4tigungen und Beglaubigungen des Verk\u00fcnders: Die hier\n    subsumierten Passagen stehen zumeist in polemischen Kontexten und weisen polemische Einw\u00fcrfe\n    oder Zwischenfragen auf (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:013\" data-end=\"053:013\">53:13<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:041\" data-end=\"069:042\">69:41b.42b<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:026\" data-end=\"081:026\">81:26<\/a>; \u2192Polemik). Sie lassen sich jedoch aufgrund\n    ihrer inhaltlichen und funktionalen Koh\u00e4renz als eigenst\u00e4ndige Formgruppe behandeln (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 200<\/a><\/span>, wo allerdings nur\n    Offenbarungsbest\u00e4tigungen aufgef\u00fchrt werden; vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson,\n     Discovering, 112\u2013114<\/a><\/span>: \u00bbaffirmations concerning the status of the message\u00ab).<\/p><p>\u2014 Offenbarungsbest\u00e4tigungen und weitere selbstreferentielle Kommentare:\n    Offenbarungsbest\u00e4tigungen explizieren die g\u00f6ttliche Provenienz der koranischen Offenbarungen;\n    sie weisen typischerweise einen frei schwebenden pronominalen R\u00fcckbezug auf (\u00bbEs ist \u2026\u00ab) oder\n    sind deiktisch formuliert (<em>\u1e0f\u0101lika \u2026<\/em>, \u00bbDies ist \u2026\u00ab). Neben diesen\n    eigentlichen Offenbarungsbest\u00e4tigungen treten auch weitere selbstreferentielle Kommentare auf,\n    die nicht auf die Herkunft der Korantexte Bezug nehmen, sondern auf die ihnen zugedachte\n    kommunikative Funktion (z.B. <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:026\" data-end=\"079:026\">79:26<\/a>:\n    <em>\u02beinna f\u012b \u1e0f\u0101lika la-\u02bfibratan li-man ya\u1e2b\u0161\u0101<\/em>, \u00bbDarin liegt eine\n    Lehre f\u00fcr den Gottesf\u00fcrchtigen\u00ab). Zu Offenbarungsank\u00fcndigungen \u2192Anreden des Verk\u00fcnders. Stellen:\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:023\" data-end=\"051:023\">51:23<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:004\" data-end=\"053:006\">53:4\u20136<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:056\" data-end=\"053:056\">53:56<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:077\" data-end=\"056:080\">56:77\u201380<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:052\" data-end=\"068:052\">68:52<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:040\" data-end=\"069:043\">69:40\u201343<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:048\" data-end=\"069:048\">69:48<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"069:050\" data-end=\"069:051\">50.51<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:019\" data-end=\"073:019\">73:19<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:054\" data-end=\"074:055\">74:54.55<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:026\" data-end=\"079:026\">79:26<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:011\" data-end=\"080:016\">80:11\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:019\" data-end=\"081:021\">81:19\u201321<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:025\" data-end=\"081:028\">81:25\u201328<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:021\" data-end=\"085:022\">85:21.22<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:013\" data-end=\"086:014\">86:13.14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:018\" data-end=\"087:019\">87:18.19<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:001\" data-end=\"097:001\">97:1<\/a>. Anmerkung: <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth (Studien, 194)<\/a><\/span> beschreibt <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:000\" data-end=\"097:005\">Q 97<\/a> als \u00bb\u203aFestlegende\u2039 in nuce\u00ab (gegen Richter, der\n    die Sure als Hymnus verstehen will). Die \u00c4hnlichkeit von <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:001\" data-end=\"097:001\">V. 1<\/a> zu den ansonsten im Schlu\u00dfteil der Suren stehenden\n    Offenbarungsbest\u00e4tigungen ist jedoch un\u00fcbersehbar, vgl. insb. das charakteristische\n    \u203afreischwebende\u2039 Akkusativsuffix <em>-h\u016b<\/em>. Der Vers ist deshalb als\n    Offenbarungsbest\u00e4tigung zu werten (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering,\n     113<\/a><\/span>, der <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:001\" data-end=\"097:001\">V. 1<\/a> zu den\n    \u00bbaffirmations concerning the status of the message\u00ab z\u00e4hlt), die dann durch Anschluss einer\n    Lehrfrage (<a data-type=\"koran\" data-start=\"097:002\" data-end=\"097:002\">V. 2<\/a>) ausgebaut wird.<\/p><p>\u2014 Beglaubigungen des Verk\u00fcnders und Visionsberichte: Beglaubigungen sind in der 3. Person\n    formulierte Authorisierungen des Verk\u00fcnders und Bekr\u00e4ftigungen seiner besonderen Gottesn\u00e4he\n    (\u2192Verk\u00fcnderpr\u00e4dikationen sind dagegen stets in der 2. Person gehalten); <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:050\" data-end=\"051:051\">51:50b.51b<\/a> enthalten eine in der 1. Person\n    formulierte Selbstbeglaubigung des Verk\u00fcnders. Als Beglaubigungen sind auch die in <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:000\" data-end=\"053:062\">Q 53<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:000\" data-end=\"081:029\">Q 81<\/a> enthaltenen Visionsbeschreibungen zu werten.\n    Ihrer thematischen Ausrichtung nach (Person und Glaubw\u00fcrdigkeit des Verk\u00fcnders, nicht Herkunft,\n    Authorit\u00e4t und Funktion der Botschaft) sind solche Beglaubigungen von Offenbarungsbest\u00e4tigungen\n    zu unterscheiden, auch wenn beide aufgrund ihrer sachlichen N\u00e4he eng ineinander verflochten sein\n    k\u00f6nnen (vgl. etwa <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:002\" data-end=\"053:006\">53:2\u20136<\/a>). W\u00e4hrend\n    Neuwirth nicht zwischen Offenbarungsbest\u00e4tigungen und Beglaubigungen unterscheidet, ordnet\n    Robinson die hier als Beglaubigungen klassifizierten Stellen den Kategorien \u00bbaccounts of the\n    Prophet\u2019s visions\u00ab und \u00bbrebuttals of accusations\u00ab zu (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Discovering,\n     114<\/a><\/span>), wobei letztere auch Passagen enthalten, die Neuwirth als regelrechte\n    Offenbarungsbest\u00e4tigungen klassifiziert. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:050\" data-end=\"051:051\">51:50b.51b<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:002\" data-end=\"053:003\">53:2.3<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:022\" data-end=\"081:024\">81:22\u201324<\/a> (mit\n    Visionsbericht).<\/p><p>Paradiesbeschreibungen: \u2192Verhei\u00dfungen und Paradiesbeschreibungen.<\/p><p>Polemik: Polemische Passagen sind allgemein gekennzeichnet durch den\n    Bezug auf ein entweder direkt angesprochenes oder aber in der 3. Person Plural eingef\u00fchrtes\n    Kollektiv von Widersachern. In Gestalt von \u2192Schelt- und \u2192Drohworten, \u2192Warnspr\u00fcchen oder\n    \u2192Verfluchungen sind sie von Anfang an ein wichtiger Bestandteil der koranischen Verk\u00fcndigungen\n    und nehmen ab Ende der fr\u00fchmekkanischen Periode zunehmend argumentativen Charakter an: Die\n    koranischen Texte versuchen jetzt, die Realit\u00e4t des J\u00fcngsten Gerichts, Alleinverehrung Gottes\n    oder die Wahrhaftigkeit des Verk\u00fcnders und die g\u00f6ttliche Provenienz der koranischen\n    Verk\u00fcndigungen durch Argumente bzw. durch die Widerlegung von \u2192gegnerischen Einw\u00e4nden \u2014 die z.T.\n    zitiert werden \u2014 zu begr\u00fcnden. Aufgrund ihres argumentierenden Charakters k\u00f6nnen die\n    ausgedehnten polemischen Passagen sp\u00e4terer Suren h\u00e4ufig nicht festen Formen zugewiesen werden\n    und allenfalls in thematischer Hinsicht n\u00e4her bestimmt werden: vgl. etwa die von <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 200<\/a><\/span>, gesondert herausgegriffenen Polemiken\n    \u00bbgegen die Ablehnung des qur\u02be\u0101n\u00ab, zu denen sie <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:059\" data-end=\"053:061\">53:59\u201361<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:044\" data-end=\"068:052\">68:44\u201352<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:036\" data-end=\"070:044\">70:36\u201344<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:049\" data-end=\"074:055\">74:49\u201355<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:026\" data-end=\"081:028\">81:26\u201328<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:020\" data-end=\"084:023\">84:20\u201323<\/a> rechnet (hinzuf\u00fcgen lie\u00dfe sich u.a. <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:030\" data-end=\"052:044\">52:30\u201344<\/a>), sowie die\n    \u00bb<em>\u02be\u0101y\u0101t<\/em> in polemischer Funktion\u00ab (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Studien, 195<\/a><\/span>; \u2192Werkaffirmationen). Prinzipiell empfiehlt es sich jedoch, mit der\n    Einf\u00fchrung solcher lediglich durch inhaltliche Gesichtspunkte zusammengehaltenen Unterkategorien\n    vorsichtig zu sein.<\/p><p>polemische Fragen: Neben \u2192Lehrfragen, die prim\u00e4r einer Unterrichtung der\n    H\u00f6rer \u00fcber bestimmte geschichtliche oder eschatologische Sachverhalte dienen, begegnen\n    rhetorische Fragen auch im Kontext polemischer Auseinandersetzungen mit Widersachern und lassen\n    sich dann als \u00bbpolemische Fragen\u00ab beschreiben (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson,\n     Discovering, 119<\/a><\/span>: \u00bbapostrophes addressed to unbelievers\u00ab). H\u00e4ufig richten sie sich an\n    die Ungl\u00e4ubigen oder handeln von ihnen; Ausnahmen sind die formal in der 2. Person Singular\n    stehenden Fragen <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:055\" data-end=\"053:055\">53:55<\/a>\n    (<em>fa-bi-ayyi \u0101l\u0101\u02bei rabbika tatam\u0101r\u0101<\/em>) und <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:043\" data-end=\"079:043\">79:43<\/a>\n    (<em>f\u012b-ma anta min \u1e0fikr\u0101h\u0101<\/em>), die sich jedoch ihrer Intention nach\n    ebenfalls an gegnerische H\u00f6rer wenden (<a data-type=\"koran\" data-start=\"079:043\" data-end=\"079:043\">79:43<\/a> wirft nicht dem Verk\u00fcnder vor, sich die Kompetenz zu einer genauen zeitlichen\n    Vorhersage des Weltendes angema\u00dft zu haben, sondern kritisiert die Annahme seiner Gegner, ihm\n    m\u00fcsse eine solche Vorhersagekompetenz zukommen). Polemische Fragen k\u00f6nnen sich zu regelrechten\n    Frageserien auswachsen. \u2014 Formal als Fragen gestaltet sind auch manche \u2192polemischen\n    Schilderungen des B\u00f6sen (<a data-type=\"koran\" data-start=\"053:033\" data-end=\"053:034\">53:33 ff.<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:009\" data-end=\"096:014\">96:9 ff.<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"107:001\" data-end=\"107:001\">107:1<\/a>).<\/p><p>Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:021\" data-end=\"051:021\">51:21<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:053\" data-end=\"051:053\">51:53<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:030\" data-end=\"052:043\">52:30\u201343<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:019\" data-end=\"053:022\">53:19\u201322<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:024\" data-end=\"053:025\">53:24.25<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:033\" data-end=\"053:037\">53:33\u201337<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:055\" data-end=\"053:055\">53:55<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:013\" data-end=\"055:013\">55:13<\/a> (im weiteren Verlauf der Sure als Refrain), <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:057\" data-end=\"056:059\">56:57\u201359<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:062\" data-end=\"056:062\">56:62<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:063\" data-end=\"056:064\">56:63.64<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:068\" data-end=\"056:070\">56:68\u201370b<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:071\" data-end=\"056:072\">56:71.72<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:081\" data-end=\"056:082\">56:81.82<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:083\" data-end=\"056:087\">56:83\u201387<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:035\" data-end=\"068:041\">68:35\u201341<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:046\" data-end=\"068:047\">68:46.47<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:036\" data-end=\"070:038\">70:36\u201338<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:017\" data-end=\"073:017\">73:17<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:049\" data-end=\"074:051\">74:49\u201351<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:003\" data-end=\"075:003\">75:3<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:036\" data-end=\"075:040\">75:36\u201340<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:016\" data-end=\"077:017\">77:16.17<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:020\" data-end=\"077:022\">77:20\u201322<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:025\" data-end=\"077:027\">77:25\u201327<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:050\" data-end=\"077:050\">77:50<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:006\" data-end=\"078:016\">78:6\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:027\" data-end=\"079:027\">79:27<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:043\" data-end=\"079:043\">79:43<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:018\" data-end=\"080:018\">80:18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:026\" data-end=\"081:026\">81:26<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:006\" data-end=\"082:006\">82:6<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:004\" data-end=\"083:006\">83:4\u20136<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:036\" data-end=\"083:036\">83:36<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:020\" data-end=\"084:021\">84:20.21<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:017\" data-end=\"088:020\">88:17\u201320<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:006\" data-end=\"089:013\">89:6\u201313<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:005\" data-end=\"090:010\">90:5\u201310<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"095:007\" data-end=\"095:008\">95:7.8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:009\" data-end=\"096:014\">96:9\u201314<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:003\" data-end=\"104:003\">104:3<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"107:001\" data-end=\"107:001\">107:1<\/a>.<\/p><p>polemische Raisonnements: Als \u00bbpolemische Raisonnements\u00ab sollen hier\n    argumentative Entgegnungen auf gegnerische Fragen oder Einw\u00e4nde bezeichnet werden. In\n    fr\u00fchmekkanischer Zeit f\u00e4llt nur eine einzige Stelle (<a data-type=\"koran\" data-start=\"069:044\" data-end=\"069:047\">69:44\u201347<\/a>) in diese Rubrik, doch nimmt die Zahl der einschl\u00e4gigen Stellen\n    in sp\u00e4teren Texten deutlich zu.<\/p><p>polemische Schilderungen des B\u00f6sen: \u2192Tugend-\/Lasterkataloge und\n    polemische Schilderungen des B\u00f6sen.<\/p><p>qul-Anweisungen: \u2192Anreden des\n    Verk\u00fcnders.<\/p><p>Reminiszenzen: \u2192Erz\u00e4hlungen.<\/p><p>R\u00fcckblenden: R\u00fcckblenden rekapitulieren aus der Perspektive des bereits\n    erfolgten Gerichts die Verdienste der Seligen bzw. die Missetaten der Verdammten; gelegentlich\n    sind sie dabei als in der 1. Person formulierte Selbstbezichtigungen der Verdammten dramatisiert\n    (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:043\" data-end=\"074:047\">74:43\u201347<\/a>), stehen aber zumeist\n    in der 3. Person. Sprachlich zeichnen sie sich durch die Verwendung von\n    <em>k\u0101na<\/em> + Imperfekt (bzw. Partizip) aus. Obwohl R\u00fcckblenden h\u00e4ufig\n    als \u2192Tugend- oder Lasterkataloge gestaltet sind (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:016\" data-end=\"051:019\">51:16b\u201319<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:043\" data-end=\"074:047\">74:43\u201347<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:031\" data-end=\"075:033\">75:31\u201333<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:027\" data-end=\"078:028\">78:27.28<\/a>), sind nicht alle Tugend- oder\n    Lasterkataloge R\u00fcckblenden. Anders als in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien,\n     191<\/a><\/span> (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 106<\/a><\/span>) werden beide\n    Kategorien deshalb hier unterschieden, ggf. werden Passagen doppelt aufgef\u00fchrt.<\/p><p>Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:016\" data-end=\"051:019\">51:16\u201319<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:045\" data-end=\"056:048\">56:45\u201348<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:020\" data-end=\"069:020\">69:20<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:033\" data-end=\"069:034\">69:33.34<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:043\" data-end=\"074:047\">74:43\u201347<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:031\" data-end=\"075:033\">75:31\u201333<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:027\" data-end=\"078:028\">78:27.28<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:029\" data-end=\"083:033\">83:29\u201333<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:013\" data-end=\"084:015\">84:13\u201315<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:008\" data-end=\"085:009\">85:8.9<\/a>. Neuwirth\n    nennt, wohl versehentlich, auch <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:088\" data-end=\"056:094\">56:88\u201394<\/a> als R\u00fcckblende; der Passus ist jedoch offensichtlich eine Antithese.<\/p><p>R\u00fcckblicke: \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Scheltworte und \u02beins\u0101n-Spr\u00fcche:\n    Scheltworte (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 117f.<\/a><\/span>:\n    \u00bbreproaches\u00ab) sind zumeist in der 2. Person Plural formulierte Anprangerungen von kollektivem\n    Fehlverhalten. <em>\u02beIns\u0101n<\/em>-Spr\u00fcche sind in der 3. Person formulierte\n    kategorische Aussagen \u00fcber den Menschen (<em>\u02beins\u0101n<\/em>) bzw. \u2014 seltener\n    \u2014 in der 2. Person formulierte Anreden desselben (<a data-type=\"koran\" data-start=\"082:006\" data-end=\"082:008\">82:6\u20138<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:006\" data-end=\"084:006\">84:6<\/a>).\n    Sie stehen fast immer den Scheltworten nahe, wobei diese jedoch charakteristischerweise die 2.\n    oder 3. Person Plural verwenden. Neuwirth spricht von \u00bbkategorischen R\u00fcgen des\n    <em>\u02beins\u0101n<\/em>\u00ab (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Studien, 199<\/a><\/span>; vgl.\n     <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 117<\/a><\/span>), doch sind zu den von ihr\n    aufgef\u00fchrten Stellen auch noch <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:004\" data-end=\"090:011\">90:4\u201311<\/a>\n    und <a data-type=\"koran\" data-start=\"095:004\" data-end=\"095:005\">95:4.5<\/a> zu stellen (ebenfalls in\n    der 3. Person gehaltene Aussagen \u00fcber den <em>\u02beins\u0101n<\/em>), welche keinen\n    r\u00fcgenden, sondern eher einen anthropologisch-konstatierenden Unterton haben; die neutralere\n    Beschreibung \u00bb<em>\u02beins\u0101n<\/em>-Spr\u00fcche\u00ab ist deshalb vorzuziehen.<\/p><p>Stellen: a) Scheltworte: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:008\" data-end=\"051:009\">51:8.9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:052\" data-end=\"051:052\">51:52<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:033\" data-end=\"052:033\">52:33<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:036\" data-end=\"052:036\">52:36<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:047\" data-end=\"052:047\">52:47<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:023\" data-end=\"053:023\">53:23<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:027\" data-end=\"053:028\">53:27.28<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:049\" data-end=\"069:049\">69:49<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:015\" data-end=\"074:016\">74:15.16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:052\" data-end=\"074:053\">74:52.53<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:020\" data-end=\"075:021\">75:20.21<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:048\" data-end=\"077:048\">77:48<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:023\" data-end=\"080:023\">80:23<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:009\" data-end=\"082:009\">82:9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:014\" data-end=\"083:014\">83:14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:022\" data-end=\"084:022\">84:22<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:019\" data-end=\"085:019\">85:19<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:016\" data-end=\"087:017\">87:16.17<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:017\" data-end=\"089:020\">89:17\u201320<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:011\" data-end=\"090:011\">90:11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:004\" data-end=\"092:004\">92:4<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"102:001\" data-end=\"102:002\">102:1.2<\/a>; b) <em>\u02beins\u0101n<\/em>-Spr\u00fcche in der 3.\n    Person: <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:019\" data-end=\"070:021\">70:19\u201321<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:003\" data-end=\"075:003\">75:3<\/a> (als Frage), <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:005\" data-end=\"075:005\">75:5<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:014\" data-end=\"075:015\">75:14.15<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:015\" data-end=\"089:016\">89:15.16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:004\" data-end=\"090:004\">90:4<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"095:004\" data-end=\"095:005\">95:4.5<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:006\" data-end=\"096:007\">96:6.7<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:006\" data-end=\"100:008\">100:6\u20138<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"103:002\" data-end=\"103:002\">103:2<\/a>; c)\n    <em>\u02beins\u0101n<\/em>-Spr\u00fcche in der 2. Person: <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:006\" data-end=\"082:006\">82:6<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:006\" data-end=\"084:006\">84:6<\/a>. \u2014 Anmerkung: <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:015\" data-end=\"089:016\">89:15.16<\/a>, wo die gegens\u00e4tzlichen Reaktionen des Menschen auf g\u00f6ttliche Gnadenerweise und\n    Pr\u00fcfungen beschrieben werden, wird weder von Neuwirth noch von Robinson als\n    <em>\u02beins\u0101n<\/em>-Spruch angef\u00fchrt, sollte jedoch inhaltlich und formal mit\n    den anderen Passagen zusammengestellt werden. Dasselbe gilt auch f\u00fcr <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:014\" data-end=\"075:015\">75:14.15<\/a>.<\/p><p>Schw\u00fcre: Ein besonders am Surenanfang auftretendes Charakteristikum\n    fr\u00fchmekkanischer Koransuren sind Schw\u00fcre (arab. <em>qasam<\/em>) und\n    l\u00e4ngere Schwurserien. Sie nennen Gegenst\u00e4nde oder Ph\u00e4nomene, welche die anschlie\u00dfende\n    \u00bbSchwuraussage\u00ab (arab. <em>\u01e7aw\u0101b al-qasam<\/em>) beglaubigen oder\n    prototypisch antizipieren sollen. (Obwohl der Begriff \u00bbSchwur\u00ab im Deutschen eigentlich auch die\n    folgende Schwuraussage umfasst und sich insofern nicht mit dem von arabischen Grammatikern\n    gebrauchten Terminus <em>qasam<\/em> deckt, wird \u00bbSchwur\u00ab hier analog zu\n    <em>qasam<\/em> verwendet.) Bei solchen Schw\u00fcren d\u00fcrfte es sich um eine\n    aus dem altarabischen Orakelwesen \u00fcbernommene Redeform handeln, auch wenn eine kritische\n    Sichtung der vorislamischen Wahrsagern (<em>kuhh\u0101n<\/em>) zugeschriebenen\n    Spr\u00fcche noch aussteht; vgl. vorl\u00e4ufig <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/MC299B53\">Angelika Neuwirth, \u00bbDer\n     historische Muhammad im Spiegel des Koran \u2014 Prophetentypus zwischen Seher und Dichter?\u00ab, in:\n     Wolfgang Zwickel (Hg.), Biblische Welten. Festschrift f\u00fcr Martin Metzger zu seinem 65.\n     Geburtstag, Freiburg (Schweiz) \/ G\u00f6ttingen 1993, 83\u2013108<\/a><\/span>, sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/HS38H4D6\">Robert Hoyland, Arabia and the Arabs: From the Bronze Age to the coming\n     of Islam, London 2001, 220\u2013222<\/a><\/span>.<\/p><p>Die fr\u00fchmekkanischen Schw\u00fcre lassen sich in zwei Gro\u00dfgruppen einteilen, n\u00e4mlich in\n    <em>f\u0101\u02bfil\u0101t<\/em>-Serien und akkumulative Schwurserien bzw. Einzelschw\u00fcre\n    (vgl. den systematischen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen Schwurtypen in <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/8BMDDSSC\">Neuwirth, \u00bbHorizont\u00ab<\/a><\/span>; s. auch Lamya Kandils auf Neuwirth\n    aufbauende <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/3A44PMK9\">Untersuchungen zu den Schw\u00fcren im Koran unter besonderer\n     Ber\u00fccksichtigung ihrer literarischen Relevanz f\u00fcr die Surenkomposition, Dissertation Bonn\n     1996<\/a><\/span>). <em>F\u0101\u02bfil\u0101t<\/em>-Passagen sind Folgen von durch\n    <em>wa-<\/em> (im Fortgang auch durch\n    Progress-<em>fa<\/em>, s. <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:002\" data-end=\"100:003\">Q 100:2.3<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:002\" data-end=\"051:004\">51:2.3.4<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:002\" data-end=\"077:002\">77:2<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"077:004\" data-end=\"077:005\">4.5<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:003\" data-end=\"079:004\">79:3.4<\/a>) eingeleiteten Schw\u00fcren bei enigmatischen Wesenheiten, die in der\n    Regel durch weibliche Partizipien Plural des Bildungsschemas\n    <em>f\u0101\u02bfil\u0101t<\/em> umschrieben werden (<a data-type=\"koran\" data-start=\"079:005\" data-end=\"079:005\">79:5<\/a> verwendet ein Partizip Aktiv des II. Stammes; <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:004\" data-end=\"100:005\">100:4.5<\/a> stellen satzwertige Fortf\u00fchrungen der\n    Schwurserie dar, sind jedoch eng mit den einleitenden Versen verkn\u00fcpft); zu Bedeutung und\n    Funktion s. insb. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"100:001\" data-end=\"100:005\">Anmerkungen<\/a>\n    sowie den <a data-type=\"kommentar\" data-start=\"100:001\" data-end=\"100:005\">Kommentar zu 100:1\u20135<\/a> und\n    die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"077:001\" data-end=\"077:006\">Anmerkungen<\/a> sowie den <a data-type=\"kommentar\" data-start=\"077:001\" data-end=\"077:006\">Kommentar zu 77:1\u20136<\/a>. Im Gegensatz zu\n    den enigmatischen <em>f\u0101\u02bfil\u0101t<\/em>-Serien werden in akkumulativen\n    Schw\u00fcren und Schwurserien die Schwurgegenst\u00e4nde explizit benannt. H\u00e4ufig handelt es sich um zu\n    antithetischen Paaren verbundene kosmische Gegebenheiten (etwa Sonne und Mond, Tag und Nacht,\n    Himmel und Erde) oder aber um religi\u00f6s signifikante Ph\u00e4nomene und St\u00e4tten (\u00bbdie Schrift\u00ab, der\n    Berg Sinai, die Ka\u02bfba, das J\u00fcngste Gericht); s. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"093:001\" data-end=\"093:002\">Anmerkung zu 93:1.2<\/a>. In der hier manchmal auftretenden Einleitungsformel\n    <em>l\u0101 \u02beuqsimu bi-<\/em> fungiert <em>l\u0101<\/em> nicht\n    als Negation, sondern hat affirmierenden Sinn (\u00bbNein, ich schw\u00f6re bei \u2026\u00ab; s. die <a data-type=\"anmerkung\" data-start=\"090:001\" data-end=\"090:001\">Anmerkung zu 90:1<\/a>).<\/p><p>Stellen: a) <em>f\u0101\u02bfil\u0101t<\/em>-Serien: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:001\" data-end=\"051:004\">51:1\u20134<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:001\" data-end=\"077:006\">77:1\u20136<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:001\" data-end=\"079:005\">79:1\u20135<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:001\" data-end=\"100:005\">100:1\u20135<\/a> (vgl. mittelmekkanisch noch\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"037:001\" data-end=\"037:003\">37:1\u20133<\/a>); b) akkumulative Schw\u00fcre:\n    durch <em>wa-<\/em> eingeleitet: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:007\" data-end=\"051:007\">51:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:023\" data-end=\"051:023\">51:23<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:001\" data-end=\"052:006\">52:1\u20136<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:001\" data-end=\"053:001\">53:1<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:001\" data-end=\"068:001\">68:1<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:032\" data-end=\"074:034\">74:32\u201334<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:001\" data-end=\"085:003\">85:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:001\" data-end=\"086:001\">86:1<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:011\" data-end=\"086:012\">86:11.12<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:001\" data-end=\"089:004\">89:1\u20134<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:001\" data-end=\"091:008\">91:1\u20138<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:001\" data-end=\"092:003\">92:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:001\" data-end=\"093:002\">93:1.2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"095:001\" data-end=\"095:003\">95:1\u20133<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"103:001\" data-end=\"103:001\">103:1<\/a>; durch\n    <em>l\u0101 \u02beuqsimu bi-<\/em> eingeleitet: <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:075\" data-end=\"056:076\">56:75.76<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:038\" data-end=\"069:039\">69:38.39<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:040\" data-end=\"070:040\">70:40<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:001\" data-end=\"075:002\">75:1.2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:015\" data-end=\"081:018\">81:15\u201318<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:016\" data-end=\"084:018\">84:16\u201318<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:001\" data-end=\"090:003\">90:1.3<\/a>.<\/p><p>Straflegenden: \u2192Erz\u00e4hlungen.<\/p><p>Straflisten: \u2192Erz\u00e4hlungen.<\/p><p>Strafreminiszenzen: \u2192Erz\u00e4hlungen.<\/p><p>Szenerie: \u2192eschatologische Temporals\u00e4tze.<\/p><p>Tadel des Verk\u00fcnders: \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Temporals\u00e4tze: \u2192eschatologische Temporals\u00e4tze.<\/p><p>theologische Pr\u00e4dikationen: Theologische Pr\u00e4dikationen sind \u2014 zumeist\n    durch <em>\u02beinna<\/em> eingeleitete \u2014 Aussagen \u00fcber das Wesen und Wirken\n    Gottes. Ihr Pr\u00e4dikat ist mit wenigen Ausnahmen (<a data-type=\"koran\" data-start=\"077:018\" data-end=\"077:018\">77:18<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"077:044\" data-end=\"077:044\">44<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:007\" data-end=\"087:007\">87:7<\/a>) ein Nomen oder eine\n    Pr\u00e4positionalgruppe; Gott (in der Regel durch <em>rabb<\/em> +\n    Possessivsuffix oder <em>All\u0101h<\/em> bezeichnet, gelegentlich erscheinen\n    aber auch Pronomina bzw. Suffixe der 1. Person Plural) steht entweder selbst als Subjekt (z.B.\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a>:\n    <em>\u02beinna rabbaka la-bi-l-mir\u1e63\u0101d<\/em>), als\n    <em>nomen rectum<\/em> einer die Subjektstelle einnehmenden\n    Genitivverbindung (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:012\" data-end=\"085:012\">85:12<\/a>:\n    <em>\u02beinna ba\u1e6d\u0161a rabbika la-\u0161ad\u012bd<\/em>) bzw. als Genitivsuffix (<a data-type=\"koran\" data-start=\"068:045\" data-end=\"068:045\">68:45<\/a>:\n    <em>\u02beinna kaid\u012b mat\u012bn<\/em>) oder innerhalb einer als Pr\u00e4dikat\n    fungierenden Pr\u00e4positionalgruppe (<a data-type=\"koran\" data-start=\"075:017\" data-end=\"075:017\">75:17<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"075:019\" data-end=\"075:019\">19<\/a>:\n    <em>\u02beinna \u02bfalain\u0101 \u01e7am\u02bfah\u016b wa-qur\u02be\u0101nah \/ \u1e6fumma inna \u02bfalain\u0101 bay\u0101nah<\/em>).\n    Wie die zitierten Beispiele illustrieren, sagen solche theologischen Pr\u00e4dikationen h\u00e4ufig Gottes\n    Machtf\u00fclle und Strafbereitschaft aus und haben insofern drohenden (<a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a>) oder warnenden (<a data-type=\"koran\" data-start=\"096:008\" data-end=\"096:008\">96:8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:008\" data-end=\"086:008\">86:8<\/a>) Charakter. Doch sind nicht alle theologischen Pr\u00e4dikationen\n    \u2192Warnspr\u00fcche oder \u2192Drohworte, vgl. neben den bereits zitierten Versen <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:017\" data-end=\"075:017\">75:17<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"075:019\" data-end=\"075:019\">19<\/a> noch <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:032\" data-end=\"053:032\">53:32<\/a>:\n    <em>\u02beinna rabbaka w\u0101si\u02bfu l-ma\u0121firati<\/em>, \u00bbdein Herr ist weit in seiner\n    Barmherzigkeit\u00ab sowie <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:007\" data-end=\"087:007\">87:7<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:012\" data-end=\"092:013\">92:12.13<\/a>. F\u00fcr eine Abgrenzung der\n    theologischen Pr\u00e4dikationen von \u2192Drohworten und \u2192Warnspr\u00fcchen spricht auch, dass die\n    theologischen Pr\u00e4dikationen Vorl\u00e4ufer der sp\u00e4ter sehr h\u00e4ufigen Klauselverse (z.B. <a data-type=\"koran\" data-start=\"005:076\" data-end=\"005:076\">5:76<\/a>:\n    <em>wa-ll\u0101hu huwa s-sam\u012b\u02bfu l-\u02bfal\u012bm<\/em>; zu den Klauseln s. allg. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien, 157\u2013170<\/a><\/span>) sind und insofern eine wichtige Rolle\n    f\u00fcr die Entwicklung der koranischen Formsprache in sp\u00e4tmekkanischer und medinensischer Zeit\n    spielen.<\/p><p>Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:047\" data-end=\"051:047\">51:47<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:058\" data-end=\"051:058\">51:58<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:025\" data-end=\"053:025\">53:25<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:031\" data-end=\"053:032\">53:31.32<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:042\" data-end=\"053:042\">53:42<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:047\" data-end=\"053:047\">53:47<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:049\" data-end=\"053:049\">53:49<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:027\" data-end=\"055:027\">55:27<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:029\" data-end=\"055:029\">55:29<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:060\" data-end=\"056:061\">56:60.61<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:007\" data-end=\"068:007\">68:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:045\" data-end=\"068:045\">68:45<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:028\" data-end=\"070:028\">70:28<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:040\" data-end=\"070:041\">70:40.41<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:004\" data-end=\"075:004\">75:4<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:017\" data-end=\"075:017\">75:17<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"075:019\" data-end=\"075:019\">19<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:018\" data-end=\"077:018\">77:18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:044\" data-end=\"077:044\">77:44<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:044\" data-end=\"079:044\">79:44<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:023\" data-end=\"084:023\">84:23<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:009\" data-end=\"085:009\">85:9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:012\" data-end=\"085:016\">85:12\u201316<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:020\" data-end=\"085:020\">85:20<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:008\" data-end=\"086:008\">86:8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:007\" data-end=\"087:007\">87:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:025\" data-end=\"088:026\">88:25.26<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:014\" data-end=\"089:014\">89:14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:012\" data-end=\"092:013\">92:12.13<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:008\" data-end=\"096:008\">96:8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"100:011\" data-end=\"100:011\">100:11<\/a>. \u2014\n    Anmerkungen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:012\" data-end=\"073:013\">73:12.13<\/a>\n    (<em>\u02beinna ladain\u0101 \u02beank\u0101lan wa-\u01e7a\u1e25\u012bm\u0101 \/ wa-\u1e6da\u02bf\u0101man \u1e0f\u0101 \u0121u\u1e63\u1e63atin wa-\u02bfa\u1e0f\u0101ban \u02beal\u012bm\u0101<\/em>)\n    ist nicht eigentlich eine Aussage \u00fcber Wesen und Attribute Gottes, sondern \u00fcber die den\n    Verdammten im Jenseits drohende Strafe und wird hier deshalb nicht als theologische Pr\u00e4dikation\n    klassifiziert. Schwer einzuordnen ist <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:013\" data-end=\"085:013\">85:13<\/a> (<em>\u02beinnah\u016b huwa yubdi\u02beu wa-yu\u02bf\u012bd<\/em>): Einerseits ist der\n    Vers von theologischen Pr\u00e4dikationen umgeben, andererseits steht er mit seiner Anspielung auf\n    Gottes Sch\u00f6pfertum den \u2192Werkaffirmationen nahe, auch wenn diese typischerweise keine Verben im\n    Imperfekt, sondern im Perfekt aufweisen.<\/p><p>Tr\u00f6stungen des Verk\u00fcnders: \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Tugend-\/Lasterkataloge und polemische Schilderungen des B\u00f6sen: Tugend-\n    und Lasterkataloge sind Auflistungen paradigmatischer Verdienste und Verfehlungen und stellen\n    eine bereits in der biblischen Literatur etablierte Gattung dar, vgl. etwa den <span class=\"vers\">R\u00f6merbrief 1:29\u201331<\/span>: \u00bbSie sind voll\n    Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord, Streit, List und T\u00fccke,\n    sie verleumden \/ und treiben \u00fcble Nachrede, sie hassen Gott, sind \u00fcberheblich, hochm\u00fctig und\n    prahlerisch, erfinderisch im B\u00f6sen und ungehorsam gegen die Eltern, \/ sie sind unverst\u00e4ndig und\n    haltlos, ohne Liebe und Erbarmen.\u00ab Im Koran setzen solche Kataloge h\u00e4ufig \u2192Wehspr\u00fcche fort (vgl.\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:017\" data-end=\"070:018\">70:17.18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:001\" data-end=\"083:003\">83:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:002\" data-end=\"104:002\">104:2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"107:005\" data-end=\"107:007\">107:5\u20137<\/a>), sind in \u2192Warnspr\u00fcche (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:017\" data-end=\"070:018\">70:17.18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:015\" data-end=\"092:016\">92:15.16<\/a>), \u2192Drohworte\n     (<a data-type=\"koran\" data-start=\"088:023\" data-end=\"088:023\">88:23<\/a>) und \u2192Verhei\u00dfungen (<a data-type=\"koran\" data-start=\"087:014\" data-end=\"087:015\">87:14.15<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:017\" data-end=\"092:020\">92:17\u201320<\/a>) integriert oder stehen als \u2192R\u00fcckblenden\n    innerhalb von \u2192Paradies- und \u2192H\u00f6llenbeschreibungen (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth,\n     Studien, 191<\/a><\/span>; zur Abgrenzung von Tugend- und Lasterkatalogen einerseits und R\u00fcckblenden\n    andererseits s. den Eintrag zu R\u00fcckblenden).<\/p><p>Eng mit den Tugend- und Lasterkatalogen verwandt sind eine Reihe von \u2014 zumeist durch\n    <em>\u02bea-ra\u02beaita<\/em> eingeleitete \u2014 Passagen, die charakteristische\n    Verhaltensweisen eines prototypischen B\u00f6sen portr\u00e4tieren und immer im Singular stehen; sie\n    werden hier als \u00bbpolemische Schilderungen des B\u00f6sen\u00ab gesondert aufgef\u00fchrt. Neuwirth rechnet\n    diese Passagen der in ihrer Typologie sehr umfangreichen Kategorie der \u00bbDrohreden\u00ab zu (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Studien, 199<\/a><\/span>). Zwar l\u00e4sst sich nicht leugnen, dass die\n    betreffenden Stellen einen drohenden Unterton haben, doch enthalten sie keine expliziten\n    Drohworte, sondern legen das Hauptaugenmerk auf die Vergegenw\u00e4rtigung der negativen\n    Verhaltensweisen des Beschriebenen, die zu besonders pr\u00e4gnanten Situationsbeschreibungen,\n    gelegentlich mit w\u00f6rtlichen Zitaten (<a data-type=\"koran\" data-start=\"074:024\" data-end=\"074:025\">74:24.25<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:013\" data-end=\"083:013\">83:13<\/a>), verdichtet\n    sind; es handelt sich um exemplarische Portr\u00e4ts s\u00fcndiger oder verstockter Widersacher der\n    koranischen Verk\u00fcndigungen. Robinson beschreibt die betreffenden Stellen als \u00bblampoons\u00ab (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 118f.<\/a><\/span>), zu denen er jedoch noch zahlreiche\n    weitere Passagen z\u00e4hlt, die gem\u00e4\u00df der hier vorgelegten Typologie als Drohworte (z.B. <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:016\" data-end=\"068:016\">68:16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:026\" data-end=\"074:026\">74:26<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:015\" data-end=\"096:018\">96:15 ff.<\/a>) und\/oder Lasterkataloge (z.B. <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:002\" data-end=\"104:002\">104:2<\/a>) zu klassifizieren sind (Robinsons Kategorie\n    der \u00bblampoons\u00ab erscheint allgemein als zu heterogen).<\/p><p>Stellen: a) Tugendkataloge: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:016\" data-end=\"051:019\">51:16b\u201319<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:032\" data-end=\"053:032\">53:32<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:022\" data-end=\"070:035\">70:22\u201335<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:014\" data-end=\"087:015\">87:14.15<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:011\" data-end=\"085:011\">85:11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:013\" data-end=\"090:018\">90:13\u201318<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:005\" data-end=\"092:006\">92:5.6<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:017\" data-end=\"092:020\">92:17\u201320<\/a>; b) Lasterkataloge: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:010\" data-end=\"051:012\">51:10\u201312<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:045\" data-end=\"056:048\">56:45\u201348<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:033\" data-end=\"069:034\">69:33.34<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:017\" data-end=\"070:018\">70:17.18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:043\" data-end=\"074:047\">74:43\u201347<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:031\" data-end=\"075:033\">75:31\u201333<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:027\" data-end=\"078:028\">78:27.28<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:001\" data-end=\"083:003\">83:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:010\" data-end=\"085:010\">85:10<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:023\" data-end=\"088:023\">88:23<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:008\" data-end=\"092:009\">92:8.9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:016\" data-end=\"092:016\">92:16<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:002\" data-end=\"104:002\">104:2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"107:005\" data-end=\"107:007\">107:5\u20137<\/a>; c) polemische Schilderungen des B\u00f6sen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:033\" data-end=\"053:034\">53:33.34<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:010\" data-end=\"068:015\">68:10\u201315<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:018\" data-end=\"074:025\">74:18\u201325<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:012\" data-end=\"083:013\">83:12.13<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:009\" data-end=\"096:014\">96:9\u201314<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"107:001\" data-end=\"107:003\">107:1\u20133<\/a>.<\/p><p>Verfluchungen: Verfluchungen (s. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth,\n     Studien, 198f.<\/a><\/span>, sowie <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 116f.<\/a><\/span>)\n    werden durch das Perfekt Passiv <em>qutila<\/em> bzw. (in <a data-type=\"koran\" data-start=\"111:000\" data-end=\"111:005\">Q 111<\/a>) durch eine aktivische Perfektform\n    (<em>tabba<\/em>) eingeleitet und k\u00f6nnen \u2192Lasterkataloge integrieren (s.\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:010\" data-end=\"051:011\">51:10.11<\/a>). Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:010\" data-end=\"051:011\">51:10.11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:017\" data-end=\"080:017\">80:17<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:004\" data-end=\"085:006\">85:4\u20136<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"111:001\" data-end=\"111:001\">111:1<\/a> (<a data-type=\"koran\" data-start=\"075:034\" data-end=\"075:035\">75:34.35<\/a>, von Robinson als Verfluchung eingeordnet,\n    wird hier als \u2192Wehspruch gewertet).<\/p><p>Verhei\u00dfungen und Paradiesbeschreibungen: Verhei\u00dfungen sind das \u2014 weniger\n    h\u00e4ufige \u2014 Gegenst\u00fcck zu den \u2192Drohworten. W\u00e4hrend diese h\u00e4ufig mit \u2192Lasterkatalogen verbunden\n    sind, k\u00f6nnen Verhei\u00dfungen \u2192Tugendkataloge abschlie\u00dfen oder integrieren (<a data-type=\"koran\" data-start=\"070:035\" data-end=\"070:035\">70:35<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:014\" data-end=\"087:015\">87:14.15<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:017\" data-end=\"092:021\">92:17\n     ff.<\/a>); gelegentlich richten sie sich auch in der 2. Person Singular an den Verk\u00fcnder\n    (\u2192Anreden des Verk\u00fcnders). Paradiesbeschreibungen sind l\u00e4ngere Schilderungen der jenseitigen\n    Belohnung der Seligen, die zumeist die verschiedenen Annehmlichkeiten des Paradieses aufz\u00e4hlen;\n    wie die \u2192H\u00f6llenbeschreibungen sind sie in aller Regel in \u2192Antithesen eingebettet. Eine klare\n    Abgrenzung von Verhei\u00dfungen und Paradiesbeschreibungen ist nicht immer m\u00f6glich: So lie\u00dfe sich\n    ein hier als Verhei\u00dfung klassifizierter Vers wie <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:011\" data-end=\"085:011\">85:11<\/a> (\u00bbDenjenigen, die glauben und gute Werke tun, werden G\u00e4rten zuteil,\n    unterhalb derer B\u00e4che flie\u00dfen; das ist der gro\u00dfe Gewinn\u00ab) mit einiger Berechtigung auch als\n    abgek\u00fcrzte Paradiesbeschreibung verstehen.<\/p><p>Stellen: a) Verhei\u00dfungen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:015\" data-end=\"051:016\">51:15.16<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:040\" data-end=\"053:041\">53:40.41<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:046\" data-end=\"055:046\">55:46<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:088\" data-end=\"056:089\">56:88.89<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:090\" data-end=\"056:091\">56:90.91<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"068:003\" data-end=\"068:003\">68:3<\/a> (an den\n    Verk\u00fcnder), <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:035\" data-end=\"070:035\">70:35<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:013\" data-end=\"082:013\">82:13<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:007\" data-end=\"085:009\">84:7\u20139<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:011\" data-end=\"085:011\">85:11<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:008\" data-end=\"087:008\">87:8<\/a> (an den Verk\u00fcnder), <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:014\" data-end=\"087:015\">87:14.15<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:018\" data-end=\"090:018\">90:18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"091:009\" data-end=\"091:009\">91:9<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:007\" data-end=\"092:007\">92:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:017\" data-end=\"092:017\">92:17<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"092:021\" data-end=\"092:021\">92:21<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"093:004\" data-end=\"093:005\">93:4.5<\/a> (an den Verk\u00fcnder), <a data-type=\"koran\" data-start=\"099:007\" data-end=\"099:007\">99:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"101:006\" data-end=\"101:007\">101:6.7<\/a>;\n    b) Paradiesbeschreibungen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:017\" data-end=\"052:028\">52:17\u201328<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:046\" data-end=\"055:077\">55:46\u201377<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:010\" data-end=\"056:026\">56:10b\u201326<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:028\" data-end=\"056:040\">56:28\u201340<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:021\" data-end=\"069:023\">69:21\u201323<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:039\" data-end=\"074:047\">74:39\u201347<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:041\" data-end=\"077:042\">77:41.42<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:031\" data-end=\"078:036\">78:31\u201336<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:022\" data-end=\"083:028\">83:22\u201328<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:034\" data-end=\"083:035\">83:34.35<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:010\" data-end=\"088:016\">88:10\u201316<\/a>.<\/p><p>Verk\u00fcnderpr\u00e4dikationen: \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p><p>Visionsberichte: \u2192Offenbarungsbest\u00e4tigungen und Beglaubigungen des\n    Verk\u00fcnders.<\/p><p>Vordersatz: \u2192eschatologische Temporals\u00e4tze.<\/p><p>Vorgang: \u2192eschatologische Temporals\u00e4tze.<\/p><p>Warnspr\u00fcche: Warnspr\u00fcche (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson,\n     Discovering, 118<\/a><\/span>: \u00bbwarnings\u00ab) konstatieren in konziser Weise die Realit\u00e4t des J\u00fcngsten\n    Gerichts oder sagen allgemein die moralische Rechenschaftspflichtigkeit des einzelnen sowie die\n    l\u00fcckenlose Erfassung seines Handelns aus (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:038\" data-end=\"074:038\">74:38<\/a>: \u00bbEin jeder haftet f\u00fcr das, was er begangen hat\u00ab; <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:010\" data-end=\"082:010\">82:10<\/a>: \u00bb\u00dcber euch sind H\u00fcter \u2026\u00ab; <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:007\" data-end=\"083:007\">83:7<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"083:018\" data-end=\"083:018\">18<\/a>: \u00bbDie S\u00fcnder sind niedergeschrieben in Si\u01e7\u01e7\u012bn\u00ab \/ \u00bbDie Rechtschaffenen\n    sind niedergeschrieben in \u02bfIlliyy\u016bn\u00ab; <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:004\" data-end=\"086:004\">86:4<\/a>: \u00bbEs gibt niemanden, \u00fcber den nicht ein H\u00fcter gesetzt w\u00e4re\u00ab). Anders als \u2192Drohworte\n    implizieren Warnspr\u00fcche nicht, dass die Adressaten aufgrund unverbesserlichen ethisch-religi\u00f6sen\n    Fehlverhaltens der H\u00f6llenstrafe verfallen sind. Sprachlich zeichnen sie sich durch\n    Emphatisierung aus: H\u00e4ufig handelt es sich um durch <em>\u02beinna<\/em>\n    eingeleitete Nominals\u00e4tze (den Anbruch des Weltendes betreffende Warnspr\u00fcche kombinieren\n    <em>\u02beinna<\/em> h\u00e4ufig mit einem suffigierten oder selbst\u00e4ndigen\n    Personalpronomen Sg. fem., vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:035\" data-end=\"074:035\">74:35<\/a>\n    und <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:013\" data-end=\"079:013\">79:13<\/a>:\n    <em>\u02beinnah\u0101 \u2026<\/em> bzw. <em>\u02beinnam\u0101 hiya \u2026<\/em>);\n    es kann sich jedoch auch um Verbals\u00e4tze handeln, die durch tautologische Formulierungen wie\n    <em>\u02beazifati l-\u02be\u0101zifa<\/em> (<a data-type=\"koran\" data-start=\"053:057\" data-end=\"053:057\">53:57<\/a>) einen \u00e4hnlichen Emphatisierungseffekt erzielen. Warnenden\n    Charakter k\u00f6nnen auch \u2192theologische Pr\u00e4dikationen haben (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:008\" data-end=\"096:008\">96:8<\/a>), die hier jedoch als eigenst\u00e4ndige Kategorie\n    behandelt werden. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:005\" data-end=\"051:006\">51:5.6<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:023\" data-end=\"051:023\">51:23<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:007\" data-end=\"052:008\">52:7.8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:038\" data-end=\"053:039\">53:38.39<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:057\" data-end=\"053:058\">53:57.58<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:026\" data-end=\"055:026\">55:26<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:049\" data-end=\"056:050\">56:49.50<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:018\" data-end=\"073:018\">73:18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:035\" data-end=\"074:037\">74:35\u201337<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:038\" data-end=\"074:038\">74:38<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:007\" data-end=\"077:007\">77:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:017\" data-end=\"078:017\">78:17<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:029\" data-end=\"078:029\">78:29<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:039\" data-end=\"078:039\">78:39<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:040\" data-end=\"078:040\">78:40<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:013\" data-end=\"079:014\">79:13.14<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:010\" data-end=\"082:012\">82:10\u201312<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:007\" data-end=\"083:007\">83:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:018\" data-end=\"083:018\">83:18<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:004\" data-end=\"086:004\">86:4<\/a>.<\/p><p>Wehspr\u00fcche: Wehspr\u00fcche (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth,\n     Studien, 198<\/a><\/span>; <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 116<\/a><\/span>) werden\n    eingeleitet durch <em>wail<\/em> oder\n    <em>\u02beaul\u0101<\/em>; sie gehen besonders h\u00e4ufig in relativisch konstruierte\n    \u2192Lasterkataloge \u00fcber (so etwa in <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:001\" data-end=\"083:003\">83:1\u20133<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:010\" data-end=\"083:011\">83:10.11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:002\" data-end=\"104:002\">104:2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"107:004\" data-end=\"107:007\">107:4\u20137<\/a>). Ebenso wie \u2192Verhei\u00dfungen sind Wehspr\u00fcche\n    bereits eine biblische Konvention, vgl. etwa <span class=\"vers\">Jesaja 5:20<\/span>: \u00bbWehe denen, die das Schlechte gut nennen und das Gute\n    schlecht \u2026 \u00ab, denen Segensrufe wie \u00bbSelig ist der Mann, der \u2026\u00ab (<span class=\"vers\">Psalm 1:1<\/span>) gegen\u00fcberstehen.<\/p><p>Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:060\" data-end=\"051:060\">51:60<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:011\" data-end=\"052:012\">52:11.12<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:034\" data-end=\"075:035\">75:34.35<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:015\" data-end=\"077:015\">77:15<\/a>\n    (im Folgenden als Refrain), <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:001\" data-end=\"083:003\">83:1\u20133<\/a>\n    (mit Lasterkatalog), <a data-type=\"koran\" data-start=\"083:010\" data-end=\"083:011\">83:10.11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"104:001\" data-end=\"104:002\">104:1.2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"107:004\" data-end=\"107:007\">107:4\u20137<\/a>. Anmerkung: <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:034\" data-end=\"075:035\">75:34.35<\/a> wird von Robinson den \u2192Verfluchungen\n    zugerechnet (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Discovering, 117<\/a><\/span>). Seine \u00dcbersetzung von\n    <em>\u02beaul\u0101<\/em> als \u00bbmay He cause (it) to come closer to thee\u00ab, welche das\n    Wort als Perfekt des IV. Stammes versteht, beruht jedoch m\u00f6glicherweise auf einer etymologischen\n    Konstruktion; vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/89WAAM3P\">Ambros, Dictionary, 297<\/a><\/span>: \u00bbthis\n    <em>\u02beawl\u0101<\/em> is most prob. a particle, \u203awoe\u2039, to which no root is to be\n    ascribed and which is phonemically related to <em>wayl<\/em>\u00ab.<\/p><p>Werkaffirmationen: Werkaffirmationen weisen Gottes Wirken in der\n    Sch\u00f6pfung auf, wobei insbesondere die Ausstattung der nat\u00fcrlichen Welt mit Bergen und Pflanzen\n    sowie die Entstehung des Menschen im Mutterleib behandelt werden. Im Gegensatz zu den fast immer\n    nominalen \u2192theologischen Pr\u00e4dikationen enthalten sie in der Regel perfektive Verbformen (zumeist\n    in der 3. Person Singular, aber auch in der 1. Person Plural); fast immer stehen sie im Aktiv,\n    nur zweimal (<a data-type=\"koran\" data-start=\"086:006\" data-end=\"086:006\">86:6<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:017\" data-end=\"088:020\">88:17\u201320<\/a>) in dem \u2014 sonst f\u00fcr \u2192eschatologische\n    Temporals\u00e4tze charakteristischen \u2014 Passiv. Werkaffirmationen finden sich mehrmals eingebettet in\n    an \u2192liturgische Aufrufe angeschlossenen Relativs\u00e4tzen (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:001\" data-end=\"087:002\">87:1 ff.<\/a>:\n    <em>sabbi\u1e25i sma rabbika l-a\u02bfl\u0101 \/ alla\u1e0f\u012b \u1e2balaqa fa-saw\u0101 \u2026<\/em>), k\u00f6nnen\n    jedoch auch in Form \u2192polemischer Fragen formuliert sein (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:016\" data-end=\"077:028\">77:16 ff.<\/a>). Die Tatsache, dass sich in ihrer\n    unmittelbaren N\u00e4he gelegentlich \u2192Strafreminiszenzen finden (vgl. <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:050\" data-end=\"053:054\">53:50\u201354<\/a> und <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:016\" data-end=\"077:016\">77:16<\/a>), reflektiert die Tatsache, dass aus koranischer Sicht sowohl das\n    in der Naturordnung sichtbare Wirken Gottes als auch die Bestrafung fr\u00fcherer V\u00f6lker \u00bbZeichen\u00ab\n    (<em>\u02be\u0101y\u0101t<\/em>) seiner Macht darstellen (vgl. die Verwendung von\n    <em>\u02be\u0101ya<\/em> in <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:037\" data-end=\"051:037\">51:37<\/a>). \u2014 Neuwirth behandelt die hier als Werkaffirmationen klassifizierten Stellen unter\n    dem Oberbegriff \u00bbHymnisches\u00ab, innerhalb dessen sie \u00bbreine Hymnen\u00ab und\n    \u00bb<em>\u02be\u0101y\u0101t<\/em> in polemischer Funktion\u00ab unterscheidet (<span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Studien, 192ff.<\/a><\/span>; vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson,\n     Discovering, 109 f.<\/a><\/span>; \u2192Polemik). Die der letzteren Kategorie zugeordneten Stellen k\u00f6nnen\n    jedoch in vielen F\u00e4llen als Serien von Werkaffirmationen mit vorangestellten \u2192polemischen Fragen\n    beschrieben werden (vgl. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 111<\/a><\/span>).<\/p><p>Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:047\" data-end=\"051:049\">51:47\u201349<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"051:056\" data-end=\"051:057\">51:56.57<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:043\" data-end=\"053:046\">53:43\u201346<\/a>.<a data-type=\"koran\" data-start=\"053:048\" data-end=\"053:048\">48<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"055:001\" data-end=\"055:030\">55:1\u201330<\/a> (mit Refrain und zu anderen\n    Textsorten geh\u00f6rigen Einzelversen), <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:035\" data-end=\"056:038\">56:35\u201338<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:057\" data-end=\"056:057\">56:57<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:060\" data-end=\"056:060\">56:60<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"056:073\" data-end=\"056:073\">56:73<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:039\" data-end=\"070:039\">70:39<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:011\" data-end=\"074:014\">74:11\u201314<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"075:038\" data-end=\"075:039\">75:38.39<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:020\" data-end=\"077:023\">77:20\u201323<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"077:025\" data-end=\"077:027\">77:25\u201327b<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:006\" data-end=\"078:016\">78:6\u201316<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:027\" data-end=\"079:032\">79:27\u201332<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:019\" data-end=\"080:022\">80:19\u201322<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:025\" data-end=\"080:032\">80:25\u201332<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"082:007\" data-end=\"082:008\">82:7.8<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"086:006\" data-end=\"086:007\">86:6.7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:002\" data-end=\"087:005\">87:2\u20135<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"088:017\" data-end=\"088:020\">88:17\u201320<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:008\" data-end=\"090:010\">90:8\u201310<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"095:004\" data-end=\"095:005\">95:4.5<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:001\" data-end=\"096:002\">96:1.2<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"096:004\" data-end=\"096:005\">96:4.5<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"106:004\" data-end=\"106:004\">106:4<\/a>.\n    Zu <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:013\" data-end=\"085:013\">85:13<\/a> s. die Anmerkung im Eintrag\n    zu den \u2192theologischen Pr\u00e4dikationen.<\/p><p>Zus\u00e4tze: Obwohl die mekkanischen Suren insgesamt als Kompositionen \u203aaus\n    einem Guss\u2019 anzusehen sind, enthalten bereits die fr\u00fchmekkanischen Texte Einsch\u00fcbe ganz\n    unterschiedlichen Umfangs, die in der Regel dazu dienen, vorliegende und innerhalb der\n    koranischen Gemeinde zirkulierende Texte im Lichte sp\u00e4terer Fragen und Einsichten zu\n    aktualisieren, zu erg\u00e4nzen und auszudeuten (s. ausf\u00fchrlicher <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/X2D52XFD\">Nicolai Sinai, Fortschreibung und Auslegung, Wiesbaden 2009, Kap. 4 und 7<\/a><\/span>). W\u00e4hrend\n    manche Zus\u00e4tze wie die weiter unten als \u00bbeinschr\u00e4nkende und abmildernde Zus\u00e4tze\u00ab klassifizierten\n    <em>\u02beill\u0101<\/em>-Einschr\u00e4nkungen eigene Texttypen darstellen, gebrauchen\n    andere Zus\u00e4tze bereits etablierte literarische Formen, wie etwa die nachtr\u00e4glich an <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:000\" data-end=\"090:020\">Sure 90<\/a> angeh\u00e4ngte \u2192Antithese in <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:017\" data-end=\"090:020\">V. 17\u201320<\/a> (Passagen wie diese wurden\n    deshalb doppelt erfasst). \u2014 Der Grundaufriss der folgenden Klassifikation von Einsch\u00fcben\n    entspricht mit verschiedenen Modifikationen <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/4WEWN8NZ\">Neuwirth, Studien,\n     201\u2013203<\/a><\/span> (vgl. a. <span class=\"bibl\"><a class=\"litlink\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/DAJ38Q8B\">Robinson, Discovering, 123<\/a><\/span>), wobei\n    die Identifikation einer bestimmten Passage als Zusatz jeweils auf den ausf\u00fchrlichen\n    literarkritischen Argumentationen in den einzelnen Surenkommentaren fu\u00dft und teilweise von\n    fr\u00fcheren Arbeiten abweicht.<\/p><p>\u2014 Einschr\u00e4nkende und abmildernde Zus\u00e4tze: Zu den einschr\u00e4nkenden Zus\u00e4tzen z\u00e4hlen sowohl\n    <em>\u02beill\u0101<\/em>-Einschr\u00e4nkungen, welche die Gl\u00e4ubigen von vorangehenden\n    Drohungen o.\u00e4. ausnehmen (z.B. <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:025\" data-end=\"084:025\">84:25<\/a>),\n    als auch dogmatisch motivierte Kautelen, die einen vorangehenden Appel an den freien Willen der\n    Adressaten unter einen deterministischen Vorbehalt stellen (z.B. <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:029\" data-end=\"081:029\">81:29<\/a>). In <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:020\" data-end=\"073:020\">Sure 73:20<\/a> werden liturgische Anforderungen nachtr\u00e4glich abgemildert.\n    Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"073:020\" data-end=\"073:020\">73:20<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"074:056\" data-end=\"074:056\">74:56<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"081:029\" data-end=\"081:029\">81:29<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"084:025\" data-end=\"084:025\">84:25<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"087:007\" data-end=\"087:007\">87:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"095:006\" data-end=\"095:006\">95:6<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"103:003\" data-end=\"103:003\">103:3<\/a>.<\/p><p>\u2014 Erkl\u00e4rende und erg\u00e4nzende Zus\u00e4tze: In einer Reihe von F\u00e4llen wurden nachtr\u00e4glich n\u00e4here\n    Erl\u00e4uterungen von urspr\u00fcnglich nur kursorisch behandelten Gegenst\u00e4nden in den Text aufgenommen:\n    So tr\u00e4gt <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:007\" data-end=\"069:007\">69:7<\/a> eine genauere\n    Beschreibung des gegen die \u02bf\u0100d entsandten Sturmwindes nach, erl\u00e4utert <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:004\" data-end=\"070:004\">70:4<\/a> die zuvor evozierten\n    <em>ma\u02bf\u0101ri\u01e7<\/em> oder f\u00fcgt <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:023\" data-end=\"053:023\">53:23<\/a> einen nachtr\u00e4glichen Kommentar zu den altarabischen Gottesnamen\n    al-L\u0101t, al-\u02bfUzz\u0101 und Man\u0101t ein. Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"052:021\" data-end=\"052:021\">52:21<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"069:007\" data-end=\"069:007\">69:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:004\" data-end=\"070:004\">70:4<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:007\" data-end=\"085:007\">85:7<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:008\" data-end=\"085:009\">85:8.9<\/a>,\n     <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:010\" data-end=\"085:011\">85:10.11<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:023\" data-end=\"089:024\">89:23.24<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"097:004\" data-end=\"097:004\">97:4<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:023\" data-end=\"053:023\">53:23<\/a>.<\/p><p>\u2014 Eingeschobene Ges\u00e4tze: W\u00e4hrend der \u00fcberwiegende Teil der in fr\u00fchmekkanischen Texten\n    identifizierbaren Zus\u00e4tze parenthetischen Charakter hat und zumeist nur aus einem einzigen Vers\n    besteht, wurden in f\u00fcnf F\u00e4llen fr\u00fchere Suren um ganze Ges\u00e4tze (oder sogar Ges\u00e4tzgruppen)\n    erweitert. Der ebenfalls sehr umfangreiche Einschub <a data-type=\"koran\" data-start=\"085:007\" data-end=\"085:010\">85:7\u201310<\/a> ist wohl in mehreren Schritten entstanden und setzt sich aus\n    erkl\u00e4renden Zus\u00e4tzen zusammen; er wird deshalb hier nicht als eingeschobenes Ges\u00e4tz gewertet.\n    Stellen: <a data-type=\"koran\" data-start=\"053:026\" data-end=\"053:032\">53:26\u201332<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"070:022\" data-end=\"070:035\">70:22\u201335<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"078:037\" data-end=\"078:040\">78:37\u201340<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:015\" data-end=\"089:016\">89:15.16<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"089:027\" data-end=\"089:030\">89:27\u201330<\/a>, <a data-type=\"koran\" data-start=\"090:017\" data-end=\"090:020\">90:17\u201320<\/a>.<\/p><p>\u2014 Sonstige: Mit <a data-type=\"koran\" data-start=\"079:033\" data-end=\"079:033\">V. 79:33<\/a> liegt ein\n    vielleicht im Laufe der Text\u00fcberlieferung irrt\u00fcmlich aus <a data-type=\"koran\" data-start=\"080:032\" data-end=\"080:032\">80:32<\/a> in die Sure eingedrungener Vers vor.<\/p><p>Zuspr\u00fcche: \u2192Anreden des Verk\u00fcnders.<\/p>"}],"how_to_cite":"Chronologisch-literaturwissenschaftlicher Kommentar zum Koran, Teil 1: die fr\u00fchmekkanischen Suren, hg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durch Nicolai Sinai unter Mitarbeit von Nora K. Schmid, unter  Verwendung von Vorarbeiten Angelika Neuwirths. Betaversion: Stand %DATE%"},"metadata":{"url":"https:\/\/api.corpuscoranicum.de\/api\/data\/commentary\/introduction\/early-mecca"}}