{"data":{"morphology_info":"Die morphologische Wortanalyse nach Rafael Talmon (1948\u20132004) beschreibt die Struktur von W\u00f6rtern, indem sie die Wurzel und Wortform analysiert, sowie weitere Angaben zur grammatikalischen Form macht. Ggf. werden f\u00fcr ein Wort mehrere unterschiedliche Analysen angezeigt.","how_to_cite":"Edition of the Qur\u02be\u0101n (al-Qur\u02be\u0101n al-kar\u012bm), Cairo 1924, Image, Unicode \r\nText, Latin Transcription, digital edition by Michael Marx, in \r\ncollaboration with Tobias J. Jocham et al. (Corpus Coranicum).","introduction_general":"Die Corpus Coranicum-Publikation verwendet den Korandruck von Kairo 1924 (eigentlich Gizeh: \u00c4gyptisches Katasteramt) als Referenz. Diese Textausgabe hat Gotthelf Bergstr\u00e4\u00dfer (1886\u20131933) in seinem Aufsatz \u201eKoranlesung in Kairo\u201c (in: Der Islam, Bd. 20\/21, 1932\/1933) beschrieben und der westlichen Koranforschung zur Verwendung empfohlen. Kairo 1924 hat die bis dahin in der europ\u00e4ischen Forschung etablierte arabische Koranausgabe von Gustav Fl\u00fcgel (Leipzig 1834) abgel\u00f6st. Der Kairiner Druck mit seinen Vokalisierungs-, Pausen-, und Lesezeichen wurde in Form seiner zweiten Auflage (Kairo 1952) vom K\u00f6nig-Fahd-Komplex (Medina) weitergedruckt, geschrieben vom syrischen Kalligraphen \u02bfU\u1e6fm\u0101n \u1e6c\u0101h\u0101 (geb. 1934). Auch wenn der saudische Druck heute sehr verbreitet ist, handelt es sich weder bei ihm noch bei der ihm zugrundeliegenden \u00e4gyptischen Ausgabe von 1924 um den Standardtext des Korans: Druckausgaben aus Indien, Irak, Marokko, Nigeria und der Republik Tatarstan (Russische F\u00f6deration) z.B. folgen einem alten Standard; in Indonesien und der T\u00fcrkei standardisiert eine Beh\u00f6rde Korandrucke, w\u00e4hrend in Brunei, Katar und Libyen der Staat verbesserte Ausgaben verlegte. Im Iran gibt es einen neuen Standard, verlegt vom \u201eZentrum f\u00fcr Druck und Verbreitung des Korans\u201c (Teheran), der aber nicht verbindlich ist, w\u00e4hrend in Syrien und Tunesien verschiedene Verlage Ausgaben mit Verbesserungen publizieren. Einen \u00dcberblick zu den verschiedenen Druckausgaben und zum Fehlen eines Standards f\u00fcr den Text des Korans bietet Arno Schmitt, Kein Standard: Korandrucke und al-rasm al-\u02bfu\u1e6fm\u0101n\u012b, 2018 (independently published). In der Corpus Coranicum-Publikation kann ein Scan der ersten Auflage von 1924 eingesehen werden, die den Text in der Lesart des \u02bf\u0100\u1e63im (gest. ca. 745 n. Chr.) nach der \u00dcberlieferung des Lesers \u1e24af\u1e63 (ca. 709-796) enth\u00e4lt. Der \u00e4gyptische Druck richtet sich \u2014 den Angaben seines Nachworts folgend \u2014 bei der Schreibung des arabischen Konsonantentextes (rasm) nach den Schriften von zwei andalusischen Gelehrten Ab\u016b \u02bfAmr \u02bfU\u1e6fm\u0101n Ibn-Sa\u02bf\u012bd ad-D\u0101n\u012b (gest. 1053) und Ab\u016b D\u0101w\u016bd Sulaim\u0101n Ibn Na\u01e7\u0101\u1e25 (gest. 1103). Die Ausgabe von Medina (=Kairo 1952, zweite Auflage) hat im Vergleich zur angezeigten Erstausgabe an rund 800 Textstellen andere Pausenregelungen. Au\u00dferdem enth\u00e4lt sie keinen Hinweis mehr auf die chronologische Reihenfolge der Suren, w\u00e4hrend in der Erstauflage z.B. unter dem Namen der 20. Sure steht: \u201eherabgesandt nach Sure Maryam\". In Kairo 1952 und Medina wird die Basmala als Teil des gelesenen Textes verstanden, und deshalb das \/b\/, mit dem sie beginnt (bi-smi ll\u0101hi\u2026), an den letzten Buchstaben der vorausgehenden Sure assimiliert, was an ca. 40 Stellen der Fall ist (z.B. \u02bea\u1e25adun mit Assimilationszeichen f\u00fcr \u2026\u02bea\u1e25adum_bi-smi ll\u0101hi\u2026, Q 112:4). An drei Stellen ist der Konsonantentext der zweiten Auflage ver\u00e4ndert: Q 7:137 (1924 hat \u0643\u0644\u0645\u0629, w\u00e4hrend in 1952 steht \u0643\u0644\u0645\u062a), Q 38:55, Q 78:22. An den beiden letztgenannten Stellen steht in der Erstauflage von 1924\u00a0 \u0644\u0644\u0637\u0627\u063a\u064a\u0646, w\u00e4hrend die zweite Auflage demgegen\u00fcber den rasm zu\u00a0 \u0644\u0644\u0637\u063a\u064a\u0646 \u00e4ndert. An mindestens einer Stelle (Q 73:20) wurde in Nachdrucken der Erstauflage in den Jahren 1928 und 1929 \u0627\u0646 \u0644\u0646\u00a0 (\u02bean lan) zwei getrennte W\u00f6rter geschrieben anstelle von \u0627\u0644\u0646 (\u02beallan) im Druck von 1924. (M.Marx)","arabic_text_info":"Digitaler Text der Kairiner Druckausgabe des Korans von 1924. Die vom Vorhaben entwickelte Schriftart Coranica gew\u00e4hrleistet die richtige Anzeige dieser Referenzausgabe, deren Schreibung gro\u00dfen Einfluss auf die Orthographie sp\u00e4terer Korandrucke hatte. Um die richtige Anzeige des arabischen Textes zu gew\u00e4hrleisten, empfehlen wir den Browser \"Mozilla Firefox\".","translation_info":"Rudi Paret, Der Koran, deutsche \u00dcbersetzung, Stuttgart 1979, 2. Auflage.\r\n","image_description_long":"Hier ist die Koranseite der ausgew\u00e4hlten Textstelle im Korandruck von Kairo 1924 (1. Auflage, Reproduktion des Exemplars der Staatsbibliothek zu Berlin) angezeigt. Der arabische Korantext wird nach der Lesart des \u02bf\u0100\u1e63im aus Kufa (gest. ca. 745) in der \u00dcberlieferung seines Sch\u00fclers \u1e24af\u1e63 (ca. 709\u2013796) wiedergegeben. Die vorliegende Textfassung ist eine von sieben Lesarten, die von Ibn Mu\u01e7\u0101hid (gest. 936) in Bagdad als f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Gebrauch zul\u00e4ssig festgelegt worden sind. Die Schreibung des Konsonantengrundtextes (<i>rasm<\/i>) folgt den Regelwerken, die die andalusischen Gelehrten ad-D\u0101n\u012b (gest. 1053) und Ibn Na\u01e7\u0101\u1e25 (gest. 1103) verfasst haben. Weitere Zeichen wie Vokalzeichen, Assimilationszeichen und Pausenzeichen wurden f\u00fcr diesen Druck erstmalig standardisiert bzw. eigens geschaffen. Die Versz\u00e4hlung des Kairiner Korans folgt der kufischen Versz\u00e4hlung (zu anderen Versz\u00e4hlungssystemen der islamischen Tradition, siehe <a href=\"https:\/\/www.zotero.org\/groups\/corpuscoranicum_pub\/items\/itemKey\/PWGCAS53\" target=\"_blank\">Anton Spitaler, Die Versz\u00e4hlung des Korans, M\u00fcnchen 1935<\/a>).","image_description_short":"Korandruck Kairo 1924","transcription_info":"Der arabische Text wird in lateinischer Umschrift nach den Regeln der DMG angegeben, die jeden arabischen Laut durch ein Zeichen notiert. Vokale werden nach den Ausspracheregeln der klassisch-arabischen Sprache mit allen Vokalendungen  angezeigt. Da die Setzung der Pausen je nach Tradition unterschiedlichen Regeln folgt, werden auch am Versende Vokalendungen gesetzt. Insgesamt notiert die verwendete Umschrift den Klang ohne Ber\u00fccksichtigung des Schriftbildes: Ein Verbindungsalif (<i>\u02bealif al-wa\u1e63l<\/i>) wird nicht notiert, z.B. <i>bi-smi ll\u0101hi<\/i> (Q 001:001) oder <i>hdina \u1e63-\u1e63ir\u0101\u1e6da l-mustaq\u012bma<\/i> (Q 001:006); assimilierte Konsonanten werden so notiert wie sie ausgesprochen werden, z.B. <i>r-ra\u1e25m\u0101ni r-ra\u1e25\u012bmi<\/i> (Q 001:001); Doppellaute (Diphthonge) werden mit <i>\/u\/<\/i> und <i>\/i\/<\/i> notiert, d.h. <i>\/au\/<\/i> und <i>\/ai\/<\/i> notiert, z.B. <i>m\u0101liki yaumi d-d\u012bni<\/i> (Q 001:004) oder <i>\u0121airi l-ma\u0121\u1e0d\u016bbi<\/i> (001:007). Zur Verdeutlichung der Silbenstruktur wird ein verdoppeltes y\u0101\u02be oder w\u0101w doppelt geschrieben, z.B. <i>\u02beiyy\u0101ka na\u02bfbudu wa-\u02beiyy\u0101ka nasta\u02bf\u012bnu<\/i> (Q 001:005), oder <i>fa-\u02beana\r\n                            \u02beawwalu l-\u02bf\u0101bid\u012bna<\/i> (Q 043:081). Nach den Ausspracheregeln des Arabischen wird ein langer Vokal in geschlossener Silbe gek\u00fcrzt, z.B. <i>wa-la \u1e0d-\u1e0d\u0101ll\u012bna<\/i> (mit gek\u00fcrzten <i>l\u0101<\/i>, da die Silbe durch den Konsonanten <i>\/\u1e0d\/<\/i> gek\u00fcrzt wird, d.h. <i>*wa-l\u0101 \u1e0d-\u1e0d\u0101ll\u012bna<\/i> (Q 001:007) wird als <i>wa-la \u1e0d-\u1e0d\u0101ll\u012bna<\/i> transkribiert), oder z.B. <i>fi l-\u02bear\u1e0di<\/i> (Q 002:011) mit gek\u00fcrztem <i>f\u012b<\/i>. In der 3. Person Singular wird das Personalsuffix <i>-hu<\/i> und <i>-hi<\/i> lang ausgesprochen und entsprechend notiert, z.B. <i>\u2026wa-tun\u1e0fira bih\u012b qauman luddan<\/i> (019:097)."},"metadata":{"url":"https:\/\/api.corpuscoranicum.de\/api\/website\/language\/de\/print-edition","language":"de","category":"print-edition"}}